#19 Von Adidas geprägt, vom Club gerufen – Niels Rossows besondere Geschichte
Shownotes
Vom adidas-Trainee zum Vorstand seines Herzensvereins: In dieser Folge von ROCKY TALKS sprechen wir mit Niels Rossow, kaufmännischer Vorstand des 1. FC Nürnberg. Niels nimmt uns mit durch 16 Jahre adidas – von den ersten Schritten im Fußball-Business, über adidas Originals bis hin zu internationalen Stationen und großen Deals. Er erzählt von David Beckham, Lionel Messi, dem Konkurrenzkampf mit Nike und davon, wie aus Sport längst Lifestyle wurde.
Niels schildert eine sehr emotionale Geschichte um Alexander Zverev und seine eigene Familie, eine Geste die für den Menschen hinter dem Tennisstar steckt.
Wir sprechen über Loyalität, Optimismus, Familie und Führung – aber auch darüber, was passiert, wenn aus einem internationalen Konzern plötzlich ein Traditionsverein wird, bei dem jede Entscheidung öffentlich diskutiert wird.
Denn heute trägt Niels Verantwortung für den Club. Für eine Marke, die weit über 90 Minuten Fußball hinausgeht. Es geht um Community, gesellschaftliche Verantwortung, die Verbindung zwischen Verein, Stadt und Region – und natürlich um das große Ziel, den 1. FC Nürnberg wieder zurück in die Bundesliga zu führen.
Eine Folge über Sport und Business, große Marken und echte Vorbilder – und darüber, warum Erfolg am Ende immer auch eine Frage von Haltung ist.
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LinkedIn: Niels Rossow
Credit
Hosts: Berti Schötterl, Ramy Nasser Produktion: Ramy Nasser, Berti Schötterl, Estela Martinez Schnitt: Estela Martinez
Intro und Outro: Blaskovic - "Cowboy Stories"
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00:00:17: Die sind heute in Nürnberg beim ersten FC Nürnenberg, die Geschäftsstelle.
00:00:22: Und unser Gast ist Nils Rosso der kaufmännische Vorstand.
00:00:26: und lieber Nils wir haben uns gerade die Trainingsplätze angeschaut zehn an der Zahl.
00:00:32: das ist beeindruckend.
00:00:33: hast du heute morgen schon trainiert?
00:00:34: frag ich mich dann.
00:00:37: Ich habe tatsächlich mein morgendliches Ritual von dreißig Liegestützen vollzogen Dann meine kleine Tochter auf den Arm genommen Und mit ihr in den Kindergarten bin ich da hingegangen und habe dann mein morgendliches Ritual mit einem Gruß durch das Fenster beendet.
00:00:57: Dann ging es los in die Arbeit.
00:00:59: Perfekt, Liegestützen auch die effektivste Übung, die es so mitunter gibt – zumindest was Körper-Eigengewicht angeht!
00:01:06: Aber auch jetzt zu meiner Linken diesmal Heinspiel Berti ganz besonders... Kürzester Anreise für dich bisher in unserem Podcast.
00:01:15: Das
00:01:15: stimmt und ich hoffe, dass dem Nils mit mir heute gelingt dir zu zeigen wie schön Nürnberg auch sein kann oder demnächst auch mal öfter hierherkommst.
00:01:22: Nils, ich freue mich sehr auf die Folge heute.
00:01:24: ein Stück weit Heimspiel, wie Rami gesagt hat thematisch aber auch räumlich natürlich.
00:01:28: Lass uns zu Beginn gerne mal teilhaben an deinem Aufwachsen.
00:01:32: erzähle uns wo du herkommest und wie es bei dir losging.
00:01:34: fang so früher an wie du möchtest Ja also In zweiter Generation zugereistert.
00:01:43: Meine Eltern kommen nicht aus Nürnberg, aber ich bin in Nürnenberg aufgewachsen.
00:01:46: Tatsächlich in einem südlichen Stadtteil von Nürdenberg bin ich ganz behütet aufgewachsen als eines von zwei Kindern.
00:01:54: Ich habe da meine schulische Laufbahn vollzogen und habe tatsächlich auch in Nürenberg studiert.
00:02:00: Ich hab dann nach dem Studium den Weg zu Adidas gefunden und bin da sechzehn Jahre lang geblieben habe die ersten Jahre in Herzogen-Aurach vollzogen und dann ging es raus, in die große weite Welt.
00:02:13: Die da mir einige tolle Erfahrungen beschert
00:02:17: hat.".
00:02:37: genauer zu sprechen kommen.
00:02:39: Aber was waren denn so die ersten Gehversuche im Sinne des vielleicht Sport oder Interessen, die vielleicht dann auch später sich wiederkernt und vor allem nicht geprägt haben?
00:02:51: Also Sport war immer etwas ganz Wichtiges für mich.
00:02:54: Ich war in erster Linie Tennisspieler, in zweiter Linie Fußballspieler.
00:02:59: Hab da in meiner Heimatmannschaft dann auch meine Freunde gefunden, die ich heute noch habe.
00:03:06: Also der Sport hat mich schon geprägt und irgendwie mich begleitet.
00:03:09: Und ich will das auch nicht missen, das will ich auch meinen Kindern heutzutage dann auch bieten dass meine Kinder einfach die Möglichkeit haben sich über den sport zu entwickeln denn ich glaube es ist eine ganz wichtige sind ganz wichtig.
00:03:24: Erfahrungen des gewinnendes verlieren Der Mannschaftsport im Tennis bist du auf dich alleine gestellt alles Erfahrungen die mich bestimmt auch geprägte bis heute.
00:03:35: Jetzt bist du im FC Nürnberg und da habe ich die Gretchenfrage.
00:03:38: Warst du früher denn auch schon Clubfan?
00:03:40: Ich war tatsächlich immer Clubfan, war damit auch Teil der Mehrheit damals noch also die Mehrheit in Klassenzimmer oder auf dem Fußballplatz.
00:03:50: Die waren Clubfans.
00:03:51: es gab so ein paar Außenseiter die waren den FC Bayern zugetan oder einer war dem Glatbachern zu getan aber das Groh war immer Club Fan.
00:04:00: Ich weiß gar nicht, ob das heute noch so ist.
00:04:03: Aber ich will dafür sorgen, dass es vielleicht ein bisschen mehr wieder so
00:04:06: ist.".
00:04:06: Da sprechen wir vielleicht dann darüber wie das gelingen kann oder auch dann vor allem weitergelingt?
00:04:10: Also ich kann nur für mich sprechen als Joghurt aus Nürnberg – ich war immer Clubfan und glaube, das wird noch immer ein Stück weit bleiben!
00:04:17: Wenn du jetzt vorhin schon darüber gesprochen hast, wie's nach der Schule weitergingen, lass uns nochmal einen Schritt zurückgehen.
00:04:22: Wie war denn die Schulzeit für dich?
00:04:23: Und nimm uns da auch mal gerne chronologisch mit auf deine Stationen.
00:04:28: Also ich bin sehr früh eingeschult worden.
00:04:30: Ich war immer der Jüngste in der Klasse, deswegen wahrscheinlich auch der Kleinste in die Klasse.
00:04:34: Ihr seht mich jetzt, ich bin ein neunzeigundneinzig groß.
00:04:37: Der Schub kam erst sehr spät.
00:04:39: Das heißt, ich muss mich immer schon irgendwie durchbeißen.
00:04:43: Bin da ganz behütet und in die Grundschule gegangen.
00:04:45: Und dann ging es weiter ins Gymnasium.
00:04:48: Die Schule war für mich keine große Herausforderung!
00:04:50: Ich war jetzt nicht der absolute Muster-Schüler aber ich habe mich da immer irgendwie durchgewurschtelt Praxisnah wurde, bin ich dann doch irgendwie aufgeblüht.
00:05:00: Ich glaube nicht der Theoretiker, sondern ich bin eher derjenige, der so ein bisschen hands-on ist.
00:05:06: und dann kam für mich wahrscheinlich das wichtigste Jahr bis dato, nämlich das Jahr nach dem Abitur.
00:05:14: Und da habe ich den Kriegsdienst verweigert wie es damals so schön hieß und hab Zivildienst gemacht und hatte da einen Jahr Zeit, mich einfach mal über das große und ganze mir Gedanken zu machen.
00:05:27: Da ging es dann nicht mehr darum, einem schulischen System zu folgen, irgendwelche Schulaufgaben oder sonst was Tests zu schreiben.
00:05:33: Sondern da hatte man dann nochmal Zeit sich zu orientieren und ist auch mal mit Menschen zusammengekommen mit dem man sonst nicht zusammen kommt.
00:05:40: Und da habe ich wahrscheinlich auch so ein bisschen meine soziale Ader entdeckt.
00:05:43: Ich hab kleine Kinder im Zivildienst gefahren und da gab's einen kleinen Patrick.
00:05:49: Der Patrick war damals vier Jahre alt und war im Rollstuhl gesessen.
00:05:55: Ich musste den immer in die Schule bringen und wieder abholen.
00:05:57: Und hab dann Patrick gut kennengelernt, und mit ihm mal so ein bisschen Gehversuche gemacht.
00:06:06: Am letzten Tag haben wir es geschafft, dass wir eine Ecke vorher den Wagen geparkt hatten.
00:06:11: Dann bin ich mit Patrick zusammen ausgestiegen und er ist um die Ecke seiner Mama in die Arme gelaufen.
00:06:17: Das war ein tolles Gefühl was mir bis heute noch irgendwie Gänsehaut bereitet!
00:06:23: Absolut nachvollziehbar, ich war selbst Zivildienstleister in der Diakonie und hatte auch einen jungen betreut.
00:06:30: Dein Patrick hieß bei mir Philipp!
00:06:32: Und mein Gedanke als du das gerade erzählt hast ist, als er in der Schule plötzlich wirklich beliebter wurde... ...und nicht mehr gehänselt wurde weil Kinder können in dem Alter auch gemein sein.
00:06:43: Und es prägt schon oder?
00:06:45: Absolut.
00:06:46: und wie gesagt man ist ein bisschen freier in seinen Gedanken.
00:06:50: Man ist nicht mehr in einem System so integriert, dass man einfach mitläuft sondern man kann sich mal Gedanken machen was will ich denn eigentlich in meinem Leben?
00:06:57: Mal erreichen und was will i in meinem leben denn tatsächlich auch mal hinterlassen?
00:07:03: Und wie kam es dann zu der Entscheidung zu studieren und vor allem auch dann zu den Entscheidungen was du dann studierst?
00:07:08: Ich war mir wahrscheinlich in dem Moment klarer über mein Leben als über das, was ich studieren will.
00:07:12: Deswegen bin ich dann dort trotzdem relativ breit eingestiegen und bin dann mal in die BWL gegangen und habe dann mal geguckt dass ich mich da so aufstelle, dass sich dann hoffentlich doch relativ viele Varianten vollziehen kann.
00:07:26: Hab nebenbei aber immer gearbeitet bei einer Firma, die der heißt Leonhard Kurz aus Fürth Inhaber geführtes Unternehmen.
00:07:32: ganz tolle, ganz toller Firma, ganz tolle Inhabern die sich dann ein Stück weit meiner angenommen haben und ich konnte in jeden Bereich mal reinschnuppern.
00:07:41: Was macht die Firma?
00:07:42: Und welcher Board ist denn die tätig?
00:07:44: Die machen zum Beispiel die Hologramme auf den Euro-Scheinen.
00:07:47: Prägefolien heißt das, also ganz viele Applizierungsmöglichkeiten von Folien, die einfach auf andere Materialien aufgetragen werden.
00:07:57: Da war ich über Jahre hinweg da immer so der Praktikant, der damals in der Logistik war Mal in Amerika war, um die sogenannten Sicherheitskonzepte zu etablieren oder zu unterstützt zu etablieren.
00:08:11: Ganz tolle Zeit.
00:08:13: und dann hatte ich ein Hauptsiminar in meinem Studium das mich damit der Firma Adidas zusammengebracht hat.
00:08:18: Und Rami du hast es gesagt In Nürnberg gibt's relativ viele, die zu Adidas, zu Puma, Tumasarbo hast du noch gesagt gehen.
00:08:26: Das sind Unternehmen die schon auch irgendwie die Region prägen die schon auch ihren Einfluss auf die Menschen hier haben.
00:08:33: Man kennt irgendwelche Menschen, die vielleicht mal bei Adidas oder Poma arbeiten und... ...die sind immer cool gekleidet und sind immer dem Sport irgendwie nahe.
00:08:40: Deswegen ist es natürlich auch
00:08:41: attraktiv.".
00:08:43: Wir haben ja als wir uns früher mal gesprochen haben auch über Adidas diskutiert und ich finde das ist auch ein spezieller Typus also es wirklich modern.
00:08:53: Es ist eine Mentalität, die auch dort vorerst.
00:08:55: da freue ich mich jetzt schon drauf auch über das Thema Adidas und deine Station dort zu sprechen.
00:09:01: Aber ich schau grad zum Berti, kennst du eigentlich nicht oder jemanden der nicht auch mal aus Nürnberg kommen mal zu Adidas wollte?
00:09:09: Eigentlich wollen doch alle zu solchen Unternehmen gehen, oder?
00:09:12: Klar.
00:09:12: Adidas Puma spielt hier in der Region eine große Rolle gerade wenn man im Sport auch irgendwie verbunden ist.
00:09:16: Ich habe ja auch ein familiäres Thema mit meiner Schwesterade bei Adidas.
00:09:19: schon seit vielen Jahren war jetzt letztes oder vorletztes Jahr auf diesem Sommerfest was toll war.
00:09:23: also da kann man dann auch als Familienmitglied mal mitkommen.
00:09:25: wirklich toll was die bieten und irgendwelchen Weltkonzernen hier aus der Region.
00:09:28: Da können wir auch ein Stück weit stolz drauf sein, glaube ich.
00:09:31: Bevor wir jetzt vielleicht dann auch über einen Studium sprechen und die Stationen, die so danach kamen – und natürlich insbesondere Adidas – gib uns nochmal Einblick über deinen familiären Background.
00:09:40: also was haben deine Eltern gemacht?
00:09:41: Erzähl mal!
00:09:43: Also der Papa kommt aus Berlin Die Mama kommt aus Hamburg Und der Papa ist berufsbedingt nach Nürnberg gekommen.
00:09:49: Der war Geschäftsführer in einem Chemiegroßhandel Die Mama war Hausfrau, die hat sich um die beiden Kinder gekümmert und hat uns nach der Devise eines Spruches im Poesiealbum großgezogen, der da immer hieß frisch bei der Arbeit fröhlich beim Spiel.
00:10:06: Immer nur vorwärts so kommt man zum Ziel.
00:10:09: Also es war eine sehr notorisch positive optimistische Art der Erziehung.
00:10:17: Mir hat's an nichts gefehlt!
00:10:19: Es war ne ganz glückliche Kindheit die ich da hatte in dem Vorort von Nürnberg wo wir dann unsere Freunde hatten.
00:10:27: Deswegen, ich habe eine tolle Schwester.
00:10:29: Die ist drei Jahre älter als ich.
00:10:31: Sie lebt jetzt in München und nach wie vor.
00:10:36: Schön dass meine Familie hier noch in Nürnberg ansässig ist.
00:10:39: Wie gesagt die Schwester ist unweit.
00:10:42: Insofern bis heute haben wir dann ganz engen Familien verbunden.
00:10:47: Auch hier wieder Jedes Gespräch mit dir.
00:10:49: da kommt dieses positive durch das auch was ich vorher so andeuten wollte.
00:10:54: Da frage ich mich manchmal, ist das etwas was ein Stück weit genetisch mitgegeben wird?
00:10:58: Oder erarbeitet man sich das.
00:10:59: Was ist an deinem Blick auf das Thema positives Mindset
00:11:04: oder
00:11:05: Optimismus?
00:11:06: Ich glaube schon dass es eine Erziehungssache ist.
00:11:08: Ich weiß nicht ob's genetisches aber ich glaub das ist schon eine Erziehungssache.
00:11:11: tatsächlich wir gucken immer... Wir gucken immer aufrecht und fröhlich und neugierig in den Tag der und die Dinge die da kommen.
00:11:19: natürlich ist nicht alles immer schön im Leben.
00:11:22: Ich habe schon gelernt, dass man mit einem Lächeln weiterkommt als wenn man irgendwie betrüppelt durch die Welt geht.
00:11:29: Und das will ich meinen Kindern auch vermitteln.
00:11:33: Hast du sehr schön gesagt!
00:11:34: Dann lass uns mal zu deiner Station kommen, die nach dem Zivildienst kamen.
00:11:39: Wir müssen da mal mit.
00:11:41: Ja, nach dem zivildiensten wie gesagt... Da war die große Entscheidung was mache ich denn jetzt im Studium?
00:11:45: Hab so ein soziales Netzwerk hier gehabt, das ich für mich damals nicht erweckt hatte irgendwo anders hinzugehen fürs Studium.
00:11:56: Das will ich im Nachgang nochmal hinterfragen, ob das der richtige war, denn das Studium habe ich gar nicht so aufgesaugt wie es wahrscheinlich ein Student tut, der in eine fremde Stadt kommt und sich da völlig dem Ganzen hingibt.
00:12:11: Das heißt ich hab mein normales Leben vollzogen und hab nebenbei studiert.
00:12:15: Ich habe dann natürlich auch Menschen kennengelernt, mit denen ich bis heute noch im Kontakt stehe.
00:12:20: Aber grundsätzlich hatte ich mein soziales Netzwerk.
00:12:23: Hab dann wie gesagt viel gearbeitet in dieser besagten Firma und hab ihm neben Erwerb wahrscheinlich studiert.
00:12:30: Dementsprechend hat sich das Studium ist es jetzt nicht rasant vollzogen worden, auch nicht übermäßig lang aber... ...ich hab mich auf das Thema Marketing spezialisiert, mich internationaler aufgestellt Bevor ich mein Diplom geschrieben hab, bin dann in ein Hauptseminar gekommen.
00:12:48: Da bin ich tatsächlich das erste Mal in Berührung gekommen mit dieser Adidas-Kultur.
00:12:52: Die ich bis dato immer nur als Außenstehender wahrgenommen hatte.
00:12:57: und dann stehen da die drei Adidas Manager vor dir und erzählen dir irgendwas über eine Pricing-Strategie im Running-Schubereich... Und mich hat's fasziniert!
00:13:05: Mich hat es einfach gepackt und ich bin da in die extra Meile gegangen und habe gesagt, da will ich jetzt die tollste Strategie entwickeln.
00:13:15: Und zum Ende hat man dann mich gefragt, ob ich mich nicht bewerben will für ein Trainee-Programm bei Adidas.
00:13:20: Was mich in einen ersten Loyalitätskonflikt gebracht hat?
00:13:23: Ich bin sehr loyal... Der Firma ging über wo du die ganzen jahrischen warst?
00:13:27: Genau!
00:13:28: Also ich bin grundsätzlich loyal aber auch der Firma gegenüber.
00:13:31: Die haben sehr viel in mich investiert.
00:13:34: Die haben mir auch Wege aufgezeigt wie sie mich weiterentwickeln können nach meinem Studium und dann zu den Inhabern zu gehen.
00:13:42: Danke für all eure Entwicklungshilfe, die ihr da geleistet habt.
00:13:46: Danke für die Orientierung, die er mir gegeben hat.
00:13:49: Aber jetzt habe ich hier die Möglichkeit bei Adidas unterzukommen.
00:13:53: Dem wurde ganz verständnisvoll begegnet.
00:13:56: Trotzdem hat es mich in eine blöde Situation gebracht.
00:14:01: Ich bin sehr froh das ich noch heute mit den Inhabern verbunden bin und dass die auch ein Stück weit stolz auf das sind was ich bislang erreicht hab.
00:14:10: Eine der Fragen und du weißt es Berti, die ich gerne stelle.
00:14:13: Insbesondere wenn's um ikonische Marken oder Bürogebäude oder Firmen geht mit einer langen Tradition.
00:14:21: wir hatten kürzlich zum Thema Medien- und Zeitung des Themas Wenn Du das erste Mal in so einen Büro kommst und Du hast deinen ersten Arbeitstag dann bei Adidas Wie war Deine Gedankliche Reise?
00:14:34: Wie sind deine ersten Eindrücke gewesen?
00:14:37: Es ist natürlich surreal.
00:14:39: Du kommst in eine ehemalige Army-Base, die völlig entkernt wurde und zu einem sehr modernen Bürokomplex gemacht wurde.
00:14:50: Und du merkst das du in einer Welt bist, die noch im Entstehen ist.
00:14:54: Also diese Army Base, die damals Adidas von der Stadt Herzogen Aura rübernommen hatte, die wurde zur sogenannten World of Sports entwickelt.
00:15:04: Und wenn man heute da auf diese World of Sports geht, dann ist da nicht mehr viel von Ami-Base übrig.
00:15:08: Sondern da sind da futuristische architektonisch überragende Gebäude.
00:15:14: Aber damals das war natürlich Anfang der Zwei Tausender.
00:15:16: Das waren nochmal... Ich glaube zwar genau Anfang der Zweitausender Da war es schon was außergewöhnliches, dass du natürlich auch mit ganz vielen internationalen Kollegen zusammengekommen bist.
00:15:29: Da wurde kein Deutsch gesprochen, da wurde auf einmal nur Englisch gesprochen Und da sind beeindruckende junge Leute, die aus der ganzen Welt jetzt nach Mittelfranken gezogen sind um dann da ihre ersten beruflichen Schritte zu vollziehen.
00:15:44: Natürlich hast du aber auch gesehen da gibt es gestandene Manager zu denen du einfach nur aufgeschaut hast allen voran Herbert Heiner.
00:15:50: der war die große Ikone bei Adidas CEO.
00:15:55: für den wäre ich in den Krieg gezogen.
00:15:58: Warum war das so?
00:15:59: Was war so besonders an ihm?
00:16:01: Er hatte eine eine unheimliche Gelassenheit, in dem was er getan hat.
00:16:07: Er hat nicht viele Worte verloren.
00:16:08: Du hast aber gesehen dass das gesamte Unternehmen zu ihm aufgeschaut hat.
00:16:11: ich glaube es ist bis heute so.
00:16:13: der CEO Badi Das ist eine Eine sehr starke Persönlichkeit die da auch Entscheidungen trifft Wo sich das ganze Unternehmen nachrichtet.
00:16:24: Aber als junger Mensch mit ganz vielen jungen Menschen um dich rum du wirst mit diesen drei Streifen wirst Infiziert also wenn du nicht vorher schon ein Fan warst.
00:16:35: Das ist was ganz besonderes, du guckst dann bei deinen Freunden immer erst mal auf die Schuhe und sagst wieso?
00:16:41: Und bist dann persönlich beleidigt, wenn der Malen Puma oder Nike-Schuh an hatte.
00:16:45: Musste ich selber schon erleben tatsächlich!
00:16:47: Und versuchst dann zu konvertieren, also versuchts mit zu missionieren und so sagen Adi das hat viel coolere Produkte usw.. Wie gesagt dieses Aufschauen zu... so erfolgreichen gestandenen Managern, die entweder bei Adidas oder außerhalb von Adidas und dann bei Adidas eine beachtenswerte Karriere hingelegt haben.
00:17:10: Das war schon was ganz Besonderes!
00:17:13: Das ist mit den Schuhen ja das Gleiche wie mit den Autos der Fuhrpark wenn du jetzt bei BMW bist und dann kommt jemand mit einem Audi vorgefahren oder mit deinem Mercedes?
00:17:24: Was hatte ich denn eigentlich mehr geärgert, wenn jemand tatsächlich mal – und es muss gar nicht bei euch im Bürogebäude gewesen sein aber – wenn dann jemand den Pumaschuh trug oder einen Nike-Schuh?
00:17:35: Das war schon die Zeit wo der Nike Schuh eher der gefährliche war.
00:17:39: Also die Zeiten wo Adidas und Puma in dieser erbitterten Rivalität waren das war vor meiner Zeit.
00:17:46: natürlich hat man auch den Puma Schuh nicht gerne gesehen Aber der große Rivalen war der in Biewerten sitzende Nike.
00:17:54: Jetzt, was du angesprochen hast ist ja auch auf die jüngere Vergangenheit anzuwenden.
00:17:58: Man sieht wie eine Veränderung in der Spitze gerade bei Adidas dann auch das ganze Unternehmen nochmal auf links dreht und nach vorne bringt.
00:18:05: Nimm uns noch mal mit zurück in den Moment wo der erste Kontakt stattgefunden hat zu Adidas.
00:18:09: Du hast gesagt du standest vor einigen Managern Mit denen du über Running Shoes gesprochen hast.
00:18:14: Aber wie kam es dazu?
00:18:14: Wie kamst du dem ersten Kontakt?
00:18:16: Das war tatsächlich ein Hauptseminar was angeboten wurde im Rahmen meines Marketingstudiums Und in diesem Hauptsemenarkam dann drei Junge Drei junge Manager, die dafür... ...die Running-Schuhe in dem Zentraleuropäischen Markt zuständig waren.
00:18:32: Und die haben gesagt Mensch wir müssen da jetzt mal eine Wettbewerbsanalyse vollziehen und müssen mal gucken ob wir unsere Schuhe denn auch strategisch richtig positionieren?
00:18:43: Da haben wir dann eine Strategie erarbeitet ein Konzept.
00:18:45: er arbeitet was dann tatsächlich auch umgesetzt wurde.
00:18:48: und wie gesagt ich war dann im Austausch und dann hat man mir angeboten Mal Indis in den Bewerbungsprozess für ein Global Trainee-Programm einzusteigen.
00:18:57: Und das Schöne war, dass ich da die ersten Runden dann auch reussiert hab und die letzte Runde war gemeinsam mit dem globalen Chef der Business Unit Fußball.
00:19:09: also er war ... Ein Hero für mich!
00:19:13: Ich kannte ihn vorher nicht.
00:19:15: Jimmy Weigel ist immer noch bei Adidas und der fragte mich in diesem letzten Vorstellungsgespräch Nils Ich bin übrigens der Jimmy, also das fing dann schon mal so an.
00:19:25: Der sagt nicht ich bin Herr Weigels und ich bin der Jimmy.
00:19:28: da hat er schon mal eine Nähe geschaffen.
00:19:31: Ich stehe dem ganzen Fußballbusiness in der Welt vor.
00:19:35: Sag mir mal was du an meiner Stelle anders machen würdest?
00:19:41: Und damals war die große Zeit von David Beckham.
00:19:43: alle haben sich die Haare so frisiert wie es David Beckhamb auch hatte und wenn er einen Irokesenschnitt gehabt hat, dann hat die Welt irokesenschnitt getragen.
00:19:51: Dann habe ich gesagt der David Beckhm ist doch eigentlich viel mehr als ein Fußballer Der ist doch, eigentlich ist er auch eine Lifestyle-Ikone.
00:20:01: Und eigentlich müsste man doch eine Lifestyle Kollektion mit David Beckham vollziehen die über den Platz hinausgeht.
00:20:10: und der hat mich einfach nett angelächelt und ich weiß nicht ob ich der Grund war aber er hat gesagt im Nachgang hat er mir gesagt wir haben ja dann mal eine Lifestyle Kollektionen mit David Backham gemacht.
00:20:21: das war auch relativ erfolgreich.
00:20:23: also es war bis heute.
00:20:25: wenn ich ihn treffe reden wir darüber.
00:20:27: Du solltest recht behalten, ich glaube es gibt keinen Fußballer jemals der so eine Ikone auch neben dem Platz wurde.
00:20:32: Auch heute ist und jetzt werden die WM natürlich wieder beobachten dürfen.
00:20:36: Dann hast du dich für das Trainee-Programm qualifiziert, davon gehen wir mal aus dass das positive Ausgehen ging.
00:20:40: wie ging's dann weiter?
00:20:42: Ja ein Trainee Programm bei Adidas dauert normalerweise achtzehn Monate Und du bist alle drei bis sechs Monate in einer anderen Abteilung.
00:20:50: also auch da kannst du dich orientieren.
00:20:52: adidas kann sich an dir orientieren und Ich habe dann einen eine erste Station in der Business Unit für Fußball gehabt und da ging es um die Bälle.
00:21:04: Ich war also für Bälle, so genannte Hardware zuständig natürlich nicht alleine, da gab's ne ganze Abteilung.
00:21:11: aber mich hat man betraut mit dem Projekt der Namensgebung des Balles der bei der Europameisterschafts-Für gespielt wurde.
00:21:19: Rotero hieß da glaube ich?
00:21:20: Genau!
00:21:21: Das war jetzt gut, wow!
00:21:23: Random Facts da bin ich stark!
00:21:25: Rotero Hießer.
00:21:27: Und natürlich sind sämtliche Namen und Marken geschützt.
00:21:30: Da war es für uns ein Schwieriges, aber dann sind wir auf das portugiesische Lockbuch eines Christopher Columbus gestoßen.
00:21:38: Das da irgendwie Rotero hieß und dann haben wir den Namen mal geprüft und gecheckt und er wurde dann auch freigegeben.
00:21:46: Dann war das sozusagen mein Produkt!
00:21:50: Für mich war das so ein weichen Stück von diesem Produkt und war natürlich unheimlich stolz.
00:21:55: als Balltests vollzogen hatten, ob die Farbe und die Rotation, ob sie im Fernsehbild gut ankommt unter Flutlicht.
00:22:03: Ob der Fußball sichtbar ist, ob er richtig fliegt, ob der flattert oder sonstiges... Und als er dann alle Tests bestanden hatte und dann schließlich bei der Europameisterschaft gespielt wurde war ich natürlich saustolz.
00:22:16: War ein toller Ball.
00:22:17: Silber mit dunkelblauen Kreuzen?
00:22:19: Genau!
00:22:21: Von dem Fußball über den... Übergeordneten Schwerpunkt.
00:22:26: Sport beziehungsweise Fußball hat ja bei Adidas einen besonderen Stellenwert, aber es sind auch andere Sportarten.
00:22:34: Zu deiner Zeit – was war noch wichtig?
00:22:37: Was waren noch so die Prioritäten?
00:22:38: Weil als Trainee bekommst du ja einen guten Überblick!
00:22:41: Wie waren so die ersten Karrierejahre?
00:22:43: und wolltest du dich auf das Segment Fußball spezialisieren?
00:22:47: oder hast du gesagt ich möchte eigentlich auch nach links und rechts schon dürfen?
00:22:51: Also du sagste schon Fußball war der Nukleus Aber die Faszination, Adi, das war für mich nicht nur die Fußball-Faszination.
00:22:58: Die Faszination, Adhi, dass man den Sport immer mehr auf die Straße gebracht hat.
00:23:04: Es waren auch diese Diversität in Sachen Sportarten.
00:23:09: Also man war ja nicht nur Fußball, sondern dann hatte man natürlich den Tennis des Tennis und Outdoor... ...und dann hatte Man Salomon als Marke.
00:23:18: Da war ich dann in meiner nächsten Station mitbetraut, Die zwei Welten, Adidas und Salomonen unterstützen sollte zusammenzubringen.
00:23:28: Also bin ich immer zwischen Herzogen Aura und Anzi.
00:23:32: Bin nicht gependelt.
00:23:33: Kam da so ein bisschen als Außenseiter nach Anzi weil die wussten gar nicht jetzt kommt das große Adidas Und die wollen uns jetzt schlucken und wollen uns da irgendwie integrieren.
00:23:42: aber wir sind doch schließlich Salomon stolze Franzosen Da.
00:23:46: einfach eine Basis zu finden mit den handelnden Personen und zu sagen Mensch, was könnten wir denn gemeinsam machen?
00:23:51: Und wie könnten wir dann eine gemeinsame Strategie entwickeln war auch.
00:23:55: Eine tolle Herausforderung.
00:23:56: und wie gesagt das war Schiefahren und Outdoor.
00:23:59: Was da die Sportart war Auch auch unheimlich spannend Unheimlich bereichernd weil man einfach doch mal in eine ganz andere Unternehmen ins Kultur gucken konnte.
00:24:09: Unsere Community beschäftigt sich ja auch gerne mit Personen und Persönlichkeiten.
00:24:14: Und jetzt hat Adidas auch sehr viele Markenbotschafter hervorgebracht, wer sind denn so deine fünf Highlights oder bestimmte Persönlichkeit, die mit Adidas einfach in Verbindung gebracht werden?
00:24:29: Also fünf aufzuzählen ist natürlich schwierig.
00:24:32: Ich durfte dann mal David Beckham kennenlernen da habe ich einen kleinen Jungen mit hingebracht eine leichte Behinderung hatte und dann zu sehen, wie der David Beckham auf alles stehen und liegen lässt.
00:24:44: Und auf den Jungen eingeht und sich diesem Jungen hingibt und seinen... Wie nenn ich's?
00:24:52: Sein pitbullartiger Berater gesagt hat, auf die Uhr gezeigt hat und gesagt hat wir müssen weiter und David Beckheim gesagt hat lass mich!
00:25:01: Ich kümmere mich jetzt um den jungen.
00:25:03: Das sind so Momente wo ich mir da hin denke.
00:25:06: Es ist wichtig dass die Menschen egal wie erfolgreich sie sind immer noch Menschen bleiben.
00:25:12: Ich habe im Übrigen mich etwas sehr stark bewegt gestern, ich hab gestern ein Video gesehen von Marco Cruella.
00:25:22: Marco Crülla ist ein Spieler der in Deutschland alles andere als populär ist den in Deutschland irgendwie alle nicht mögen weil er mit all dem was er hatte versucht hat zu verhindern dass Deutschland einen Tor schießt bei den letzten Europameisterschaften und natürlich hat er seine Hand eingesetzt Aber man hätte ihm wahrscheinlich vorgeworfen, dass er sich nicht mit allem Wasser hat in den Ball geschmissen hätte.
00:25:48: Aber aus welchem Grund auch immer?
00:25:50: Vielleicht weil er lange Haare hatte oder was auch immer?
00:25:53: Deutschland hat ihn immer ausgepfiffen und Man hat sich so.
00:25:57: ich habe mich ich will nicht sagen mich mitreißen lassen aber er war für mich kein Sympathieträger.
00:26:02: jetzt hab Ich gestern ein video gesehen wo er zusammen Mit seiner frau über seinen kind gesprochen hat.
00:26:08: wer die du nix du hast es Wahrscheinlich auch gesehen und der hat ein autistisches Kind.
00:26:15: Und wie er darüber geredet hat, und wir auf einmal Mensch gewesen ist und erklärt hat dass er lange Haare hat und die Haare nicht zusammengebunden trägt sondern er hat die Haaren so lang wer sie hat das sein Sohn ihn erkennt und es hatte seinem Sohn erklärt.
00:26:31: Das sind so Dinge wo ich mir denke... war ich falsch in meiner ersten Einschätzung.
00:26:39: Dieses Spieler ist der erste herausragende Fußballer und er scheinbar auch ein herausragender Mensch, und er ist mit einem brutalen Schicksal dann auseinandergesetzt, dass er mit seinem Sohn sein Leben lang wahrscheinlich durchleben
00:26:51: muss.".
00:26:52: Das bringt mich jetzt tatsächlich schon zu einem früheren Zeitpunkt zu einem Thema – aber es passt jetzt gut rein!
00:26:58: Ich frage ja nach Gesichtern….
00:27:00: Und eines davon ist ja auch Alexander Sverev Und wir haben über Alexander Sverev mal bei einem Mittagessen gesprochen.
00:27:07: Ich fand das ganz bemerkenswert, ich kannte diese Geschichte jedenfalls nicht wie solltich auch?
00:27:12: Aber vielleicht kannst du unsere Hörer mal mitnehmen was so deine Eindrücke zu Alexander Sverev vorher und nachher waren.
00:27:20: Ja, Alexander Sferev ist ja natürlich auch ein herausragender Tennis-Spieler den die Menschen nur einschätzen wie er sich wahrscheinlich gibt.
00:27:29: Hansiatisch kühl... jetzt nicht so das Publikum mitnehmend, aber diese Einschätzung wird ihm nicht gerecht.
00:27:37: Denn auch er hat ja eine schlimme Krankheit nämlich Diabetes und in seinem Kindesalter hat er diese Diagnose erfahren und hat sich dann trotzdem gegen alle Widerstände durchgekämpft.
00:27:55: Mich berührt es sehr, dass Alexander Zverev jetzt Grand Slam-Sieger geworden ist.
00:28:00: Und wir waren alle vom Fernseher gesessen und haben mir die mitgejubelt weil wir einen gewissen Bezugspunkt zu ihm haben.
00:28:07: Alexander Zerev hat die gleiche Krankheit wie eins meiner Kinder.
00:28:10: Nämlich Diabetes Typ I. Das ist eine genetische Mutation also Diabetes.
00:28:16: ich glaube die meisten Leute kennen's.
00:28:18: Die Bauchspeicheldrüse produziert kein Insulin mehr und man muss sich insulin extern zuführen.
00:28:24: Vor zwei Jahren haben wir die schlimme Diagnose gekriegt, dass eins meiner Kinder auch Diabetes hat von einem Tag auf den anderen durch einen Zeckenbiss.
00:28:33: Also kann jedem passieren!
00:28:36: Der Zeckenbus hat dem Körper so traumatisiert das auf einmal Diabetes entstanden ist und es ist eine Krankheit, die meinen Sohn ein Leben lang begleiten wird.
00:28:45: Natürlich sind wir alle in einen Loch gefallen.
00:28:47: natürlich mussten wir erst mal ins Krankenhaus und eingestellt werden.
00:28:50: wir als Familie mussten erstmal lernen mit der krankheit umzugehen natürlich mein sohn mit seinen acht jahren.
00:28:56: damals musste auch erst mal lernen damit umzugehnen.
00:28:59: er macht das unheimlich toll.
00:29:01: aber was ihm einen wahnsinnigen schub gegeben hat ist dass er mitbekommen hat, dass alexander zwereft es auch hat.
00:29:11: und dann haben wir eben darüber erzählt und ich hatte ja noch meine kontakte zu adidas und habe gesagt wenn ihr mal irgendwann den alexandr zwereff da habt wenn der irgendwann man schweißband oder irgendwas Bei euch hinterlegen könnte und ein kleines Autogramm drauf geben könnte, dann wäre das ein wunderbares Geschenk für meinen Sohn.
00:29:28: Und dann rief mich der Kontakt bei Adidas an und er sagte ich hab was Besonderes für dich, guck mal auf deine WhatsApp!
00:29:34: Dann schickt er mir einen Video wo Alexander Zverev meinen Sohnen persönlich anspricht und sagt Ich weiß genau wie du dich fühlst, ich habe genau das gleiche wie du aber bleib dran, bleib am Ball.
00:29:46: Du kannst auch etwas erreichen mit der Krankheit und es ist bescheuert und es is bescheiden und du wirst durch viele Täler laufen Aber irgendwann wirst du immer ein guter Sportler.
00:29:54: Und was das mit meinem Sohn bewirkt hat, ist unfassbar und dass Alexander Zverev nicht nur auf meinen Sohn eingeht sondern überhaupt dieses Thema Diabetes einfach in Erinnerung bringen will, dass er sich um betroffene Kinder kümmert und zweimal pro Jahr einen Camp abhält für ein Diabeteserkrankte.
00:30:15: Tennis-Spieler, junge Tennisspieler das er mit denen Zeit verbringt, das er sich miteinander setzt mal darüber geredet hat, dass er sich natürlich für die Kinder in der westlichen Welt einsetzt aber noch viel mehr für die kinder In der dritten welt einsetzt weil für die ist eine diabeteserkrankung meist ein tolles urteil und Er will einfach dafür sorgen das auch kinder in der driten welt mit den notwendigen insulin vorreden versorgt werden.
00:30:42: Und da sieht man.
00:30:43: Das ist so einen So eine persönlichkeit so ein toller mensch der einfach nur Erfolg verdient hat.
00:30:49: Erstens, weil er gegen diese Widerstände der Krankheit stetig angehen muss bis heute.
00:30:55: Also er schaut bei jeder Pause auf sein Handy und guckt ob sein Wert ein vernünftiger ist aber darüber hinaus auch noch über den Erfolg, den er hat seinen Einfluss geltend machen will um diese Krankheit in irgendeiner Weise ich nenne es jetzt mal einzudämmen oder Menschen zu helfen mit dieser Krankheit zu leben.
00:31:15: das finde ich bemerkenswert.
00:31:19: Da gebührt ihm alle Ehre.
00:31:20: Das ist eine wirklich tolle Geschichte und ich glaube auch, dass man daran sieht was für Zwerge vielleicht sein warum ist.
00:31:28: Auch dann etwas zurückzugeben für anderen Vorbild zu sein was er selber nicht so hatte weil ja da gibt es jetzt nicht so viele die diesen Erfolg hatten.
00:31:36: mit diesen Voraussetzungen also wirklich toller Geschichte
00:31:39: Und auch sehr bewegen und danke, dass du das mit uns teilst.
00:31:43: Auch als persönlicher Betroffener mit deiner Familie da umzugehen.
00:31:47: Das ist wirklich sehr bemerkenswert!
00:31:51: Jetzt lasst uns den Weg zurückfinden.
00:31:54: in der Zeit Badedas hast ja mehrere Stationen durchlaufen.
00:31:57: Welche waren das?
00:31:58: Es ging los im Fußball und wie ging es dann weiter?
00:32:01: Ja tatsächlich gab's dieses Outdoor-Projekt und dann waren sechs Monate vergangen.
00:32:09: Mir hat bei Adidas jemanden Angebot gemacht, in den Sales-Bereich zu kommen.
00:32:14: Die haben mich irgendwie gesehen, haben mich wahrgenommen und gesagt, ich bin ein guter Kerl.
00:32:19: Nach sechs Monaten hatte ich die Möglichkeit eine Festanstaltung aus dem Trainee-Programm rauszugehen.
00:32:26: Jetzt war das Trainee Programm für achtzehn Monate angelegt.
00:32:29: Eigentlich habe ich mich dazu verpflichtet, dass ich mindestens zwölf Monate dieses Traineeprogramms vollziehe.
00:32:35: Jetzt hatte ich einen Angebot nach sechs Monaten in eine Festanstellung zu gehen Wiederum.
00:32:40: Loyalitätsproblem, weil diejenigen, die sich um das Trainee-Programm gekümmert hatten, hatten mir einen Plan entworfen und haben mich begleitet... Und den musste ich jetzt nach sechs Monaten sagen.
00:32:53: Ich gehe jetzt glaube ich in die Festanstellung.
00:32:55: auch da ein Gespräch was nicht angenehm war, was man dann natürlich nachvollziehen konnte, weil ich innerhalb von Adidas gewechselt bin.
00:33:04: Aber auch da habe ich eine kleine Abkürzung genommen im Sales-Bereich für diesen großen Kunden InterSport zuständig gewesen, also ein etablierter Sportfachhandelsplayer der größte Kunde den Adidas damals weltweit hatte.
00:33:20: Und das war eine schöne Erfahrung die ich dann da zweieinhalb Jahre durchlaufen konnte um dann einen Radikal Cut zu vollziehen und in die Lifestyle Branche zu gehen bei Adidas Das Thema Adidas Originals schon auch sehr stark angesprochen hat, man hat es geschafft diese Marke in die Modewelt zu bringen.
00:33:42: Mit einem ganz kleinen Team was damals noch in Containern angesiedelt war, die aussahen wie ein Schuhkarton, wie ein Adidas Schuh-Karton.
00:33:53: Da wars im Winter saughalt, da war's im Sommer sau heiß.
00:33:56: aber uns was egal wir wollten diese Markel einfach etablieren und voranbringen.
00:34:01: Das war dieses alte Dreiblatt, also jetzt Adidas Originals das alte Logo von Adidas.
00:34:07: was wir da etablieren wollten zwar unheimlich spannend dass man einfach neue Wege, neue Kundenstrukturen etablieren musste mit ganz anderen Menschen reden musste Testimonials hatte die eher aus dem Showbiz kamen als aus dem Sport Dass man so verschiedene Welten zusammen gebracht hat.
00:34:25: Also sehr prägend.
00:34:27: Jetzt habe ich den Podcast mal gehört, dass diese Blume also dieses Logo früher mal Adidas Frankreich war.
00:34:33: Weißt du ob da was dran ist?
00:34:34: Nee, Adidas ist ja.
00:34:36: in Frankreich hat sich Adidas weiterentwickelt und diese Blumen kam dann aus dem französischen Bereich.
00:34:42: Da gab es einen kleinen Ort der eigentlich nur aus einer aus einer Firmenzentrale von Adidas In Frankreich Bestand Der Landersheim hieß in der Nähe von Straßburg Das war noch das Adidas Headquarter für Frankreich Und da hat man dieses Dreiblatt ein Stück weit entwickelt und ein Stück groß gemacht.
00:35:02: Als du das Thema Lifestyle angesprochen hast, dann ist mir auch durch den Kopf geschossen Puma die ja zu der Zeit in dieses Segment Lifestyle gegangen sind.
00:35:12: Auch ein Stück als Vorreiter, die ja auch dann Private Equity glaube ich Investoren hatten und Personen wie Usain Bolt mit eingebunden haben.
00:35:20: Ich glaube es war zumindest so jedenfalls... Das war dann ja plötzlich da!
00:35:25: dass ein Sneaker lifesteilig ist.
00:35:27: Warum war das eigentlich vorher nun Funktionaler Turnschuh?
00:35:33: Ja, das ist eine wirklich interessante Frage!
00:35:36: Es gab dann irgendwann Musiker Run DMC und
00:35:39: Co.,
00:35:40: die gesagt haben ich trete jetzt mal mit was anderem auf und da sind jetzt mal Schuhe, die man eigentlich für den Sport verwendet und man hat über ... Die Musik ist ja eigentlich geschafft dann den Sport zu etablieren.
00:35:55: Das Nica heißt ja, man kann damit leise laufen und man kann da mit bequem laufen.
00:36:00: Man hat diese Bequemheit oder Bequemehmlichkeit dann auch etabliert.
00:36:05: Und was dann ... Mit Puma, Adidas und Nike, also da will ich sie alle in einem Satz sagen... Was denn da passiert ist?
00:36:13: In dieser Lifestyle-Welt ist es unglaublich!
00:36:16: Da lebt der Sport die Sportartikelindustrie bis heute davon dass jetzt auch in den Büros die Leute mit Turnschirmen rumlaufen, als wären sie noch nie was mit etwas anderem gelaufen.
00:36:26: Wollte
00:36:26: ich gerade sagen lauter CEO sich glaub Herr Zetria ja auch dann irgendwann von Mercedes und anderen DAX-Unternehmen plötzlich alle mit weißen Sneaker?
00:36:37: Es gibt dir von Run Dem Sea sogar eine Liedstelle mit Maya Diders.
00:36:41: Also man hat aber trotzdem erst mal das ja aufgreifen müssen also nicht geschenkt, dass es danach dann auch den Erfolg gibt, was denkst du... War so das Geheimnis, dass man dann aus dieser Bewegung stückweit ein Geschäft machen konnte?
00:36:54: Also ich glaube Deutschland war gar nicht der Nukleus dessen.
00:36:59: Ich glaube eher in den englischsprachigen Kulturen Amerika.
00:37:02: wir haben über Run DMC gesprochen die Fußballkultur in England Der Hooliganismus hat auch irgendwie den Sport auf die Straße gebracht.
00:37:14: es wurde dann schick Und man hat was losgetreten Ich sag mal, mit dem Show bis zusammen was dann nicht mehr aufhaltbar war.
00:37:25: Und dann hatte man die Missie Elliot zu meiner Zeit, die da im Trainingsanzug und den Turnschuhn aufgetreten sind, die einen Style etabliert haben, den man heute gar nicht mehr wegdenken
00:37:38: kann.".
00:37:40: Und die Zeit bei Adidas?
00:37:41: Die ist natürlich geprägt von einerseits Boom- und neuen Themen.
00:37:44: du hast ... Lifestyle angesprochen, du hast vorher den größten Kunden bedienen dürfen im Sales-Umfeld.
00:37:51: Was sind denn die Highlights und gab es dann auch wirkliche Lowlights?
00:37:54: Also Themen, die wirklich auch dich betreffen in beide Richtungen wo du als Manager in die ein oder andere Richtung agiert hast und vielleicht hat das ja auch was mit dir gemacht und du hast daraus etwas mitgenommen.
00:38:06: Ich habe schon versucht wie gesagt immer für meine Marke in den Krieg zu ziehen und das war der tägliche Ansporn irgendwie entweder Marktanteile zu verteidigen oder Marktanteil zu gewinnen gegen den großen rivalen, die großen rival.
00:38:22: Und bei InterSport hat es natürlich alles so ein bisschen kulminiert.
00:38:25: Ich war dann zuständig für das gesamte InterSports-Business.
00:38:28: irgendwann und dann kam die WM in dem Jahr zwei Tausend Zehn.
00:38:34: Die WM war geprägt bis heute von der Rivalität zwischen Ronaldo und Messi und Ronaldo war das Nike Testimonial, und Messi war das Adidas Testimoniel.
00:38:51: Und ich habe es tatsächlich dann geschafft über einen Deal mit Messi-Nike bei der WM ... ... auszustechen – bei dem größten Kundendienst da gibt weltweit!
00:39:05: Da musste sich auch bei Adidas ein bisschen eine Reklame machen, da musste ich auch beim Herbert Heiner vorsprechen und musste sagen wir haben jetzt hier die Möglichkeit den großen Rivalen auszustechken indem wir Eine gewisse Exklusivität an diesem Testimonial Messi, an InterSport bieten und haben es darüber geschafft tatsächlich bei diesen großen Kunden InterSports signifikant Marktanteile zu gewinnen.
00:39:31: Das war natürlich eine tolle Geschichte.
00:39:33: da habe ich auch den damaligen CEO von InterSort International so ein bisschen in der Blöde Situation gebracht, denn der musste ihr loyal sein gegenüber seinem zweiten großen Partner nämlich Nike.
00:39:46: In dem er gesagt hat okay Ali das hat mir jetzt so ein gutes Angebot gemacht ich darf jetzt nicht mit euch arbeiten.
00:39:51: Das war die... ...das unmoralische Angebot was ich eben damals gemacht habe.
00:39:55: aber es war natürlich schön Distanz zu sehen.
00:39:58: Als du gerade davon erzählt hast hatte ich den Gedanken unglaublich wie lange die beiden schon eben von Aldo und Messi auf diesem Niveau miteinander konkurrieren immer noch bis zu diesem Jahr wahrscheinlich jetzt also müssten im Teufel zugehen, aber wahrscheinlich die letzte WM jetzt gewesen.
00:40:12: Aber wirklich, wirklich spannender!
00:40:13: Ja tatsächlich hat auch einer der Experten kürzlich nochmal in Relation gezogen... dass Maradona ja im Verhältnis eine wirklich sehr kurze Karriere auf diesem absoluten Höhepunkt hat.
00:40:26: Im Vergleich zum Messi, der ja noch mal das Finale erreichtet.
00:40:29: Das Normrande.
00:40:30: Jetzt hast du ein schönes Highlight genannt, aber Nils das Leben besteht ja aus Wellenbewegung.
00:40:34: da wird es doch sicherlich auch was gegeben haben Auch in deiner Addis Zeit wo du sagst Das war vielleicht nicht so gut.
00:40:41: Das gab's sicherlich, also ich hab dann in der Schweiz geliebt als ich für InterSport zuständig war und dann hat mich Herbert Heiner angerufen und hat zu mir gesagt wie geht es denn dir so in der schweiz?
00:40:53: Dann habe ich gesagt ganz gut aber ich wäre schon wieder ein bisschen unruhig.
00:40:59: Die Schweiz wird mir jetzt auch gerade ein bisschen zu sicher zu sauber.
00:41:02: Es läuft alles.
00:41:04: Ich bin bereit für eine neue Herausforderung.
00:41:06: Und dann hat er gesagt Gut dass du das sagst Ich brauch dich nämlich in meinem wichtigsten Markt, Dato.
00:41:14: Und dann sag ich... Okay!
00:41:17: Wann kann ich loslegen?
00:41:18: Meine Frau hat damals, die übrigens in der Schule auch kennengelernt haben, ein ganz wichtiger Aspekt für mich noch.
00:41:25: Ich bin mit meiner Frau schon sehr lange zusammen und verheiratet beziehungsweise da war ich noch zusammen mit einer Frau, waren in Erwartung unseres ersten Kindes.
00:41:34: Dann sagt Herr Herbert Heiner, ich liebe deinen Pragmatismus.
00:41:38: Willst du denn gar nicht wissen wo es
00:41:39: hingeht?!
00:41:40: Dann habe ich gesagt, wenn Sie mich über den wichtigsten Markt reden, dann gehe ich doch von USA aus.
00:41:46: Und da sagt er nicht ganz, der nächste Schritt geht nach Russland.
00:41:53: und dann habe ich mir gedacht oh Gott wie erkläre ich es jetzt erstmal meiner Frau die damals noch bei Bertelsmann in Gütersloh gearbeitet hat?
00:42:02: Wir haben uns immer pendelnderweise am Wochenende getroffen dass wir jetzt nach Moskau gehen.
00:42:08: Ich habe mich auch gefragt wie erzähle ichs meinem Vater, der in West-Berlin groß geworden ist.
00:42:12: Der mir immer gesagt hat, schau nicht nach Osten, schaue eher in den Westen.
00:42:17: Also da war noch so kalter Krieg geprägt, dass ich jetzt nach Moskau gehe.
00:42:22: und ich habe dann beim Herbert Heiner nochmal gesagt wir sind in Erwartung unseres ersten Kindes also es kommt jetzt jeden Moment.
00:42:29: Da hat er gesagt wir sorgen schon dafür das es dem Kind gut geht.
00:42:31: Ich kam da nicht mehr raus und dann sind wir nach Moska gekommen.
00:42:36: beziehungsweise ich bin erst nach Moskal gekommen unsere Tochter ist geboren Meine Frau ist erst mal hier geblieben und ich bin dann erstmal nach Moskau gegangen.
00:42:44: Und dann wurde mir gesagt, sie wollen ja ihre Frau mit nach Moskal ziehen.
00:42:48: Dann sage ich, ihr muss kurz korrigieren das Wann?
00:42:51: Es ist noch nicht meine Frau, es ist nach wie vor noch meine Freundin damals.
00:42:56: Dann haben die gesagt wenn du willst dass deine Frau stetig bei dir in Moskauer ist, dann müsst ihr heiraten.
00:43:02: Und was der unromantischste Heiratsantrag den ich wahrscheinlich machen konnte, dass sich meiner Frau gesagt hat wir müssen jetzt heiraten!
00:43:08: Und möglichst schnell... Und dann haben in Zürich noch ganz kurzfristig geheiratet oder wollten heiraten und dann haben wir einen Anruf aus Zürch, aus dem Rathausk bekommen.
00:43:21: Eintag vorher wurde gesagt Herr Rosso sie haben ja noch gar keine Trauzeugen benannt.
00:43:28: Wir dachten wir können ohne Trauzeugen heiraten weil was einfach ganz schnell vollziehen wollte Quick and dirty ohne Familie und sonstwas weil wir wollten es nicht groß machen.
00:43:36: das musste einfach schnell passieren.
00:43:37: Sprich für den Pragmatismus auch, ne?
00:43:39: Sprich die Pragmatismus und dann muss man tatsächlich innerhalb von einem Tag Trauzeugen mobilisieren.
00:43:45: Die idealerweise irgendwo in der Schweiz verordnet war.
00:43:47: Also was war es dann?
00:43:48: Meine Assistentin von Adidas wurde meine Trauzeugin und eine Promotionskollegin meiner Frau, die dann in Sankt Gallen ansässig war, ihre Trau zeugen und dann haben wir ganz schnell mit dem kleinen Baby aufm Schoß geheiratet so dass meine Frau dann mit mir nach Moskau gehen konnte.
00:44:04: Und was wir dann in Moskow vorgefunden hatten war einerseits eine Kultur, die schon sehr entwickelt war.
00:44:12: Also ich habe es vollkommen unterschätzt.
00:44:13: Ich hab nicht gedacht dass da irgendwie der Digitalisierungsgrad in Moskau im Jahre, das war damals, zwei Tausend Dreizehn Dass der Digitalisierung gerade in Moska so ein Rohr war, dass man auch einen Selbstverständnis hatte und natürlichen Ehrgeiz hatte.
00:44:30: Auf der anderen Seite habe ich realisiert, dass die Kultur Die Unternehmens-Kultur Auch von Adi Das ist in Russland eine ganz andere war.
00:44:38: Das war extrem hierarchisch.
00:44:40: Man hat fast ausschließlich mit Russen zusammengearbeitet, die anders groß geworden sind in einer anderen Art und Weise.
00:44:47: Er hatten wie sie miteinander gearbeitet haben.
00:44:50: also Sie wollten eher das patriarchalische Management als das mitnehmende Management.
00:44:58: Zwischenfrage
00:44:59: War deine Aufgabe eine Art Countrymanager für Russland zu sein?
00:45:03: Ich
00:45:04: war der Branddirektor.
00:45:06: Also ich war für alles was mit Marketing zusammen hing, zuständig.
00:45:11: Und ich stand vor meiner Abteilung mit, ich schätze mal, hundertfünfzig Leuten und habe mich davor gestellt.
00:45:17: Ich hab gesagt, ich bin der russischen Sprache nicht mächtig.
00:45:21: Ihr müsst mir helfen!
00:45:23: Ich entwickle mit euch zusammen eine Strategie.
00:45:25: Ich halte auch meinen Kopf für die Strategien aber ihr müsst mich füttern.
00:45:27: Ich weiß nicht was angesagt ist, ich weiß nicht, was ihr im Fernsehen schaut oder was ihr für Musik hört... Ich brauche euch um die Strategie zu füttern.
00:45:40: Und ich guckte in leere Gesichter, die den Mund offen hatten und einer hat zu mir gesagt das können wir nicht.
00:45:49: du musst uns schon sagen was wir zu tun haben und Du musst es uns möglichst bestimmt sagen.
00:45:53: am besten schreist du uns an dann wissen wir genau was wir tun sollen.
00:45:56: diese mitnehmen der art war überfordern wahrscheinlich total überfordert und Die Könige in der Abteilung waren eigentlich die analytiker.
00:46:04: also es waren diejenigen die möglichst gut mit Excel umgehen konnten.
00:46:09: Denn man hatte eintausendeinhundert eigene Läden, die man da irgendwie bestücken musste.
00:46:15: Also es war sehr zahlenlastig!
00:46:16: Es waren wenig kreativ.
00:46:18: Es war einfach zahlen lastig und man musste die margenstärksten Produkte in die größten Läde bringen und dann natürlich möglichst schnell verkaufen.
00:46:25: Und die Kreativen waren der Außenseiter... ...und das musste man ja dann irgendwie mal angehen.
00:46:31: Ich habe gemerkt dass ich anfangs total angeeckt bin mit dem wie ich agiert hab Nicht unbedingt mit meinen Mitarbeitern.
00:46:38: Die haben das schon gemerkt, dass sie mir helfen und das fanden die auch spannend und es hat bei denen Nährkeits entwickelt.
00:46:44: Aber gerade so mit den Piers im Management Bereich, die da sagen helfe wie du schreist deine Leute gar nicht an Und du bist ja hier irgendwie ein bisschen anders geartet und Du versuchst sehr kreativ zu sein.
00:46:57: Das war schon mal eine Herausforderung mal in eine andere Unternehmenskultur reinzukommen obwohl man im gleichen Unternehmen war.
00:47:04: Absolut spannend und wenn man jetzt heute den Kontext mit Russland sieht dramatischerweise ist ja auch vieles zurückgeschraubt worden, ob in der Sportbranche oder anderswo.
00:47:16: Und sicherlich eine spannende Erfahrung auf die du trotzdem mit Stolz zurückblicken kannst?
00:47:24: Ja es war natürlich... Als Familie, junge Familie.
00:47:27: Wie gesagt wir kommen mit einem kleinen Baby dahin was ein paar Wochen alt ist.
00:47:31: dann muss dieses kleine baby irgendwie einen HIV-Test machen und dann wird beim unserem ersten Baby soll dann irgendwie Blut genommen werden und dann sagt der Kinderarzt ich nehme bei deinem Kind kein Blut weil das... Der einzige Möglichkeit des Bluts zu nehmen ist durch die Kopfwehne.
00:47:45: Und als Ersteltern sagt man um Gottes Willen wir wollen doch jetzt meinem Kind nicht irgendwie einen Stress geben So dass ich dann zu einer Mitarbeiterin gegangen bin und gesagt habe, ich weiß gar nicht mehr wie ich mein Kind hier reinbringen soll nach Russland.
00:47:59: Wir brauchen diesen HIV-Test!
00:48:02: Und er hat sich gesagt gib mir mal zweihundert Rubel.
00:48:04: Am nächsten Tag hatte ich das Zertifikat, dass meine Tochter HIV negativ war.
00:48:12: Andere Länder andere Sitten.
00:48:13: Nein aber... Es war für uns als Familie natürlich extrem herausfordernd, erstens wir wussten nicht was uns erwartet.
00:48:18: Man hat sich ein bisschen unsicher gefühlt weil man gesagt hat, man kommt in diese vermeintlich feindliche Welt die es da vielleicht gab.
00:48:28: Man ist der Sprache nicht mächtig, kann die Schrift nicht lesen und ist eigentlich völlig ausgeliefert.
00:48:33: Realisiert hatten auch wieder ich komme wieder auf die positive Art, auf einen Lächeln, auf eine gewisse Wärme die man verkörpert so wie man sie in den Wald hineinruft so schalt's einem auch wieder entgegen.
00:48:44: Wir haben unheimlich tolle Menschen kennengelernt, die sich unsere angenommen haben.
00:48:47: Die uns unterstützt hatten und natürlich gibt's da politische Verwerfungen Und sehr sehr verurteilt würdige Machenschaften jetzt.
00:48:59: Aber wir haben eine gute Erinnerung an unsere zeit in russland weil wir einfach tolle menschen kennengelern haben Vielleicht zusammen fassen wie lange war die zeit drei Jahre und war sie erfolgreich?
00:49:08: würdest du sagen Endeffekt?
00:49:11: Die war durchaus erfolgreich.
00:49:12: ja Wir haben den Weg vollzogen von der Sportmarke oder der Down-in-Jacken-Marke, nenne ich es jetzt mal hin zu einer Lifestyle Marke.
00:49:21: Da haben wir auch einmal versucht ein paar Dinge neu zu tun also da hatten wir großen Erfolg.
00:49:26: Adi das war natürlich schon die etablierte Marke damals in Russland hatte einen Marktanteil von über fünfzig Prozent aber den haben wir erfolgreich verteidigt.
00:49:35: Ich würde auch gern logischerweise auf deine aktuelle Station beim ersten Efts in Nürnberg zu sprechen kommen, aber vielleicht noch mal in einem Raffer.
00:49:43: dann bis zum Austritt bei Adidas.
00:49:46: Vielleicht nimmst du uns da nochmal kurz mit und ich habe dich eingangs und das nicht einfach aus Zufall sondern bewusst gefragt wenn Du jemanden mit nem Nike Sneaker siehst oder mit nem Puma-Sneaker es ist ja dann heutzutage auch das Thema mit der Nationalmannschaft Da würde ich auch gerne nochmal deine Sicht hören, denn ja erstmalig wird dann das National-Trikot oder der Sponsor eben Nike sein.
00:50:10: Aber das vielleicht zum Abschluss?
00:50:13: Das ist schon noch mal eine interessante Frage.
00:50:16: und wann haben wir jemanden, der das gut beurteilen kann als Gast?
00:50:19: Ja also im Rafa... Wir haben ein zweites Kind gekriegt, also haben zwei Kinder in Russland gehabt.
00:50:25: Meine Große ist in Russlands Kindergarten gegangen.
00:50:29: Meine Frau hat immer so schön gesagt wenn sie dann mal mit der U-Bahn in Russland gefahren ist und man vor einer Treppe stand, mit dem Kinderwagen hat es keine zehn Sekunden gedauert.
00:50:38: Und irgendein wildfremder Mensch hat ihr geholfen den Kinderwagen runterzutragen.
00:50:43: Die nächste Station war da New York auch wieder drei Jahre.
00:50:48: Da hat meine Frau dann auch einmal versucht das mit dem Kindewagen zu vollziehen.
00:50:52: Das war ja ein erfolgloses Unterfangen denn da wurde man eher beschimpft dass man im Weg steht als dass man geholfend hat.
00:51:00: Also so auch die kulturellen Unterschiede, aber natürlich war es für uns eine tolle Geschichte.
00:51:05: Vielleicht die Geschichte nochmal ein bisschen dargelegt... In meiner Zeit in Russland kam dann die Nachricht an mich dass der Herbert Heiner das Unternehmen verlassen wird Und mein erster Griff war zum Telefon und ich habe dann bei Herbert Heine angerufen und hab gesagt So schön wie sie ist, aber holen Sie mich hier noch raus bevor Sie bitte gehen.
00:51:26: Dass ich meinen nächsten Schritt vollziehen kann, dann hat er gesagt haben wir doch schon alles vorgesehen.
00:51:30: der nächste Schritt geht nach New York und das war natürlich für uns nochmal was ganz Spannendes in diese Metropole zu sagen um oben die Metropolen zu kommen.
00:51:43: Ich hatte da die Verantwortung für dieses Geschäft in New York Und das Geschäft in Los Angeles.
00:51:47: Also das ist eine Kategorie Triple Traumjob oder?
00:51:51: Was will man wehre?
00:51:53: Ja, das war natürlich dahingehend eine andere Ausgangsposition.
00:51:56: Dass der Marktanteil nicht mehr bei über fünfzig Prozent war sondern der Marktantall war eher bei vier Prozent und der Vorteil war natürlich ich war der Sprache einigermaßen mächtig Und hab mich dann mal die Geschichte muss ich in dem Rafa noch kurz erzählen habe mich dann Mal haben mir da mal überlegt was könnte ich denn tun?
00:52:17: Um so'n bisschen mehr Kenntnis vom Kunden zu bekommen.
00:52:20: also die coolen Kids in New York wie komme ich denn mit denen in Kontakt?
00:52:24: bin dann auf eine Schule zugegangen, die da hieß High School of Fashion Industries mitten in Manhattan.
00:52:31: Und diese Schule hatte Schüler, die sahen alle aus wie Rock und Popstars.
00:52:36: Da bin ich hingegangen habe gesagt, ich würde gerne ehrenamtlich bei euch arbeiten.
00:52:40: Ich würde gerne meine Dienste anbieten und sagen, ich kann euch...ich kann Unterricht geben in Wie funktioniert Einzelhandel?
00:52:47: Wie arbeitet man bei Adidas?
00:52:49: Was habe ich für eine Karriere bislang vollzogen?
00:52:52: Ich bin ein Deutscher, der bei Adidas arbeitet und jetzt in New York ansässig ist.
00:52:56: Habt ihr Verwendung für
00:52:57: mich?".
00:52:57: Und er sagt die Schuldirektorin Mensch das gibt es bei uns sehr selten dass da internationale Menschen kommen und ehrenamtlich bei uns arbeiten wollen.
00:53:05: Das finden wir toll!
00:53:07: Die Chance wollen wir ihnen geben.
00:53:08: Wir können sie nicht an den Pflichtunterricht einbinden aber der gibt's den Wahlunterricht am Nachmittag.
00:53:13: Kommen Sie doch einfach mal... wir schreiben das mal aus und dann gucken wir mal ob Leute kommen.
00:53:19: Man sieht, da kommen relativ viele weil die natürlich daran interessiert waren irgendwie mal was über Adidas und vielleicht auch die Sportartikelindustrie zu erfahren.
00:53:26: Und nachdem ich dann zweimal den Unterricht vollzogen hatte habe ich mir gedacht Mensch jetzt muss ich mal irgendwie daraus auch Kapital schlagen dass ich mehr Zeit um die Ohren schlage mit den Schülern eine tolle Basis habe.
00:53:40: also habe ich in Herzungen auch angerufen hab gesagt wir arbeiten doch gerade am besten Sneaker der jemals entwickelt wurde.
00:53:47: Habt ihr da den Prototypen für mich, dass ich den mal dem New Yorker Panel vorzeigen kann und mal testen kann?
00:53:54: Was die von unserem Working Name besten Sneaker der jemals entwickelt wurde.
00:53:59: Ähm was die davon halten!
00:54:02: Und in der Tat hatte ich dann den Altra Boost X in meiner Tasche dabei und habe danach dem Unterricht ein paar sechzehnjährige zu mir geholt und hab gesagt lieber... Sechszehn-Jähriger der du da gegenüber von mir stehst hier etwas ganz Besonderes für dich dabei.
00:54:17: heute Willst du den besten Sneaker sehen, der jemals gebaut wurde?
00:54:23: Und eher cool wie er war hat gesagt, ja zeig mal her.
00:54:26: und ich holte ihn raus und erklärte das ist der Schuh.
00:54:30: Der eine Dämpfung hat die besser ist als jeder andere entwickelt mit BRSF.
00:54:36: Die NASA hat das Obermaterial konzipiert und Kanye West himself hat dem Ganzen noch den Design Touch verliehen.
00:54:44: Limitierte Edition kommt in einem Jahr in den Laden.
00:54:49: Was hältst du davon?
00:54:51: Und der Sechzehnjährige nimmt den Schuh, guckt ihn sich an wie ein Profi, biegt ihn durch und sagt, Atuliere!
00:54:59: Das ist wahrscheinlich wirklich der beste Schuh der jemals gebaut wurde.
00:55:03: Und ich so lapidar, würdest du kaufen oder?
00:55:07: Und er sagt ja, ich?
00:55:10: Niemals.
00:55:12: Sag' ich zu teuer.
00:55:14: Sagt er, gucken wir meine Schuhe an die Kops kosten doppelt so viel.
00:55:18: Sag', ich erklär mir Ich hab das beste Produkt.
00:55:19: Wieso kaufst du dieses Produkt nicht?
00:55:22: Sagt er, ich bin Nike.
00:55:24: Ich bin Nike für mein
00:55:25: Leben.".
00:55:28: Als ich sagte, erklär mir das!
00:55:30: Da sagte er, im Alter von vier Jahren hat mir Nike Zugang zu einem professionellen Basketballkort verschafft.
00:55:39: Bis heute darf ich wöchentlich da trainieren und zwar nicht alleine sondern Nike stellt mir einen ehemaligen NBA-Profi an die Seite der mich zu dem Basketballer gemacht hat, der ich heute bin.
00:55:53: Es macht mich verdammt stolz.
00:55:55: Nike kümmert sich übrigens auch um die Obdachlosen in meiner Nachbarschaft.
00:56:00: Die nicht mehr halbnackt durch die Welt laufen, sondern die haben alle einen warmen Nike-Mantel an.
00:56:06: und mein Kumpel der in der Schule neben mir sitzt, der mit Sport überhaupt nichts am Hut hat, der experimentiert mit Musik dem verschafft Nike gerade eine große Bühne indem sie seine Musik verwendet für die nächste nationale Marketingkampagne.
00:56:20: Und ich stehe da mit meinem besten Schuh der Welt in der Hand, mir fällt die Kindlade runter.
00:56:26: Das ist
00:56:29: wirklich gut und wichtig, dass du dieses Thema Community Building ansprichst.
00:56:33: Wir hatten das in einem anderen Kontext in deiner jetzigen Rolle besprochen.
00:56:37: aber ich habe auch mal ein Semester an Los Angeles studiert und mir ist wirklich aufgefallen mit welcher Dominanz dort Nike am Start ist?
00:56:43: Dass die Marktanteile so dramatisch zu der Zeit waren, das hätte ich nicht gedacht.
00:56:48: Absolut spannende Geschichte!
00:56:50: Ja und auch ein bisschen im Anbetracht der Zeit wie war dann letztlich dein Ausstieg Bei Adidas und was waren die Gefühle?
00:57:01: Ja, der große CEO war dann eben nicht mit der Herbert Heidner sondern sein Nachfolger, der mich gar nicht wirklich kannte.
00:57:08: Der mir dann auch nicht das anbieten wollte... Was ich wollte!
00:57:13: Und insofern habe ich mir gedacht eigentlich wollen wir wieder zurück in die Heimat.
00:57:17: Wir sind jetzt nicht in der Lage bei Adidas unterzukommen.
00:57:20: Das war für mich schon schwer weil es war die Marke mit der ich groß geworden bin.
00:57:25: Es war die marke aufgewachsen bin, für die ich in den Krieg gezogen bin.
00:57:30: Wie viele Jahre im Sommer?
00:57:32: Sechzehn
00:57:33: Jahre!
00:57:33: Also das kann ich mir vorstellen... Das ist dann wirklich schmerzhaft.
00:57:37: Ja es ging nicht mehr weiter und es war immer höher schneller weiter bei Adidas.
00:57:42: Es geht auch sehr schnell.
00:57:43: Es ging auch sehr schnelle.
00:57:44: Ich wurde immer wieder ins kalte Wasser geworfen mich immer wieder freigeschwommen und habe natürlich mir gewünscht ich will mal Vorstand bei adidas werden.
00:57:51: Das war mein großes Ziel.
00:57:55: Und dann da nicht mehr die Anerkennung zu erfahren, das war ein großer Cut.
00:57:58: Das hat mir auch so den Boden unter den Füßen stückweit weggezogen.
00:58:05: Glücklicherweise bin ich hier in Nürnberg gewesen und ein ehemaliger Kollege der jetzt in der Fußballbranche sehr verwurzelt ist trifft mich zufällig und sagt Sag mal was machst du hier?
00:58:16: Du bist doch in New York!
00:58:18: Dann sag ich naja ich will mich wieder ein bisschen in die Heimat orientieren und er sagte Weißt du was?
00:58:24: Da gehst du morgen mal mit mir zum Essen.
00:58:26: Da ist noch einer dabei, aber den findest du bestimmt gut!
00:58:29: Dann komme ich da zu dem Essen und der, der dabei war, war der damalige kaufmännische Vorstand beim ersten FC Nürnberg.
00:58:36: Bevor Du darauf zusprechen kommst – und wir werden jetzt versprochen auch über den ersten FC Neurenberg sprechen – es ist die perfekte Brücke.
00:58:44: Sport, Fußball, Adidas & Nike Einmal kurz in die Gegenwart gesprungen, was ist deine Sicht auf die Dinge?
00:58:52: Was den neuen Sponsoring-Vertrag betrifft.
00:58:54: Ja natürlich fühle ich mich als... Ich bin immer noch ein ganz loyaler Adidas Anhänger und ihr seht, ich trage Adidas Schuhe und die trage ich mit Stolz und ich habe auch nichts anderes in meiner Garderobe und bin natürlich auch stolz dass das Adidas jetzt wieder Ausrüster beim ersten FC Nürnberg ist.
00:59:10: aber da kommen wir gleich nochmal drauf zu sprechen.
00:59:12: Natürlich ist es für mich auch nicht eine Geschichte, wo ich sage, das geht doch eigentlich gar nicht.
00:59:21: Wir haben der Sport, der jeden zweiten Deutschen berührt.
00:59:26: Jeder zweite Deutsche bezeichnet sich nämlich als Fußballfan.
00:59:29: Darf doch seine eigene nationale Marke nicht verraten!
00:59:32: Das ist jetzt so meine Adidas-Sichtweise.
00:59:35: Natürlich bin ich auch ein Stück weit Teil des deutschen Fußballbundes und sehe natürlich dass wahrscheinlich da ein Gegenangebot gemacht wurde von einer Anderne Marke, das wahrscheinlich ein Mondangebot war.
00:59:50: Wo man dann wahrscheinlich auch eine gewisse moralische Herausforderung hatte und wo man dann die Entscheidung getroffen hat sich diesen wirtschaftlichen Verlockungen hinzugeben.
01:00:02: Ich finde Adidas ist immer noch.
01:00:05: die drei Streifen auf einem Trikot sind etwas ganz Besonderes.
01:00:08: ich finde auch ein Adidas Ball ist was ganz besonderes.
01:00:11: deswegen bin ich froh dass wir in der Bundesliga jetzt wieder mit Adidas Bellen spielen Und natürlich müssen wir uns alle, ich glaube als Nationen da jetzt irgendwie mit arrangieren dass der deutsche Fußball ist nicht mehr in den drei Streifen gespielt wird.
01:00:24: Inzwischen bin ich nicht mehr angestellt dabei Adidas sondern funktionär im Fußball und sehe natürlich auch das andere Marken gute Arbeit leisten.
01:00:32: deswegen will ich gar nicht so viel über die Ausrüsterthematik sprechen sondern will vielmehr sagen in Deutschland muss es wieder einen Ruck geben dass der Fußball wieder erfolgreich wird.
01:00:43: Vielleicht hat dieses Ausscheiden, diese schmerzhafte Ausscheide bei der jetzt vergangenen WM dann auch das bewirkt.
01:00:51: Dass man mal wieder aufgerüttelt wird und mal wieder anpacken muss, dass man wahrscheinlich im System ein bisschen was tun muss aber dass wir vor allem wieder eine Ambition haben und Ehrgeiz haben.
01:01:01: Im Fußball wie in Gesamtdeutschland.
01:01:03: vielleicht hattest du dann auch etwas Gutes gehabt?
01:01:05: Hast du schön gesagt!
01:01:07: Du hattet's das Essen erwähnt.
01:01:08: Lass uns auf den Punkt zurückkommen bevor wir Ja, das Essen.
01:01:12: Und da kam ich als Fußballfan irgendwie dazu und hab dann gesagt jetzt sitzt vor mir der kaufmännische Vorstand vom ersten FC Nürnberg.
01:01:19: dem will ich doch mal erzählen wie ich den ersten FC nürnbach führen würde und zwar in puncto Community.
01:01:26: weil das hatte ich erlebt Ich habe gesehen wie ein sechzehnjähriger zu mir gesagt hat Ich kauf mir jetzt nur noch Nike Produkte, weil sich Nike um mich und mein Leben kümmert.
01:01:38: Und um das Leben der Menschen die mich umgeben.
01:01:41: Genau das habe ich dann dem Michael Meske damals erzählt und hab gesagt, Michael ihr seid doch so eine Community!
01:01:49: Ihr habt so viele loyale Fans... Was macht ihr denn eigentlich für die Schwachen in unserer Gesellschaft?
01:01:53: Und müssen wir uns nicht noch viel mehr in diese Stadt
01:01:56: reinbegeben?!
01:01:57: In Amerika habe ich damals den sogenannten Walter Payton Award Erlebt der Walter Payton Award, der vergeben wird an Fußballspieler also in der NFL.
01:02:06: An Spieler die sich für die Community stark einsetzen und der einen solchen Stellenwert hat dass du dich erst als vollkommener Sportler Sportsman empfindest wenn Du auf der einen Seite auf dem Spielfeld natürlich gut bist und Deine Superbowls gewinnst aber auch abseits des Spielfeldes deinen sportsmanship unter Beweis stellst indem Du Dich Für Die Community Einsetzt.
01:02:30: Das finde ich schon sehr beeindruckend, was ich da in Amerika erlebt habe.
01:02:33: Und das hab' ich ein Stück weit dem Michael Meske dann gepredigt, sodass der Michael Meski zu mir irgendwann gesagt hat wir müssen in Kontakt bleiben und irgendwann hat er mir die Nummer von unserem damaligen Aufsichtsratsvorsitzenden zugesteckt und hat gesagt melde ich mal bei dem!
01:02:47: Der will dich mal kennenlernen... ...und dann habe ich den angerufen, den Aufsichtratsvorschitzenden damals und habe gesagt äh.. Ich sollte mich immer bei ihnen melden.
01:02:55: und dann hat er gesagt ja dann lassen sie uns mal treffen.
01:02:58: Ich suche nämlich einen Nachfolger für den Michael Mesky, der ist nämlich auf dem Weg zu einem anderen Fußballverein.
01:03:03: Nämlich dem VfL Wolfsburg.
01:03:04: damals und schon habe ich mit dem Aufsichtsrat vom ersten FC Nürnberg über eine sehr verantwortungsvolle Position bei meinem Herzensverein gesprochen was schon etwas Besonderes war wo ich dann doch auch Ehrgeiz hatte und mich natürlich unter Beweis stellen wollte und ein Community Konzept ausgearbeitet hab beim gesamten Aufsichtsrat vorstellig geworden bin und dann relativ pragmatisch und schnell die Anstellung bei dem ersten FC Nürnberg bekommen habe, vor acht Jahren jetzt.
01:03:37: Das ist jetzt schon wie du selber sagst paar Jahre her.
01:03:39: was hat sich denn seitdem getan?
01:03:41: Wie war dein Wirken bis hierhin?
01:03:43: Ich will immer ungern Werbung für mich selbst machen aber ich glaube wir haben es schon geschafft irgendwie diesen Bezug zum Ersten FC Nürenberg wiederherzustellen.
01:03:53: Ich glaub' wir haben Vertrauen geschöpft.
01:03:55: Der Club hat in der Vergangenheit vielleicht ein bisschen zu sehr in den Rückspiegel geschaut.
01:03:59: Vielleicht war die Nase manchmal ein bisschen weit oben und wir haben versucht, den Club wieder ein Stück weit zu erden ihn mit der Stadt- und der Stadtgesellschaft, mit der Region wieder viel mehr in den Austausch zu bringen.
01:04:11: Da geht es um Fleckship Formate da geht's aber vor allem um soziales Engagement.
01:04:17: Wir sind heute der nachhaltigste Verein in dieser Republik.
01:04:22: Das wird uns auf jeden Fall von den Institutionen entsprechend bescheinigt.
01:04:27: Also da haben wir schon eine Menge getan dafür, dass der erste FC Nürnberg wieder in die Stadtgesellschaft ankommt und das wir hier eine Verwurzelung erfahren, die dann da hoffentlich auch eine Basis ist für zukünftigen Erfolg.
01:04:40: Also jeder, der hier in der Region groß geworden ist aber heute lebt weiß welchen Stellenwert der FCN hat und eben auch als Aushängeschild für unsere Region.
01:04:48: also es sonst vielleicht nur vergleichbar innerhalb Deutschlands mit dem Ruhrpott oder oder anderen ähm ja, ähnlichen Phänomen wie vielleicht auch in England.
01:04:56: Also da Nürnberg hat schon eine sehr hohe Ähm Wichtigkeit für die Region und ich bin sicher das ist die nächsten Jahre ähm noch ausgebaut würde.
01:05:03: Ich hätte jetzt ne ganz spezielle Frage was was jetzt auch dein Alltag angeht Was es jetzt so aus deiner Sicht zu der größte Unterschiede Deines Wirkens im Vergleich von dem normalen Wirtschaftsunternehmen In Anführungszeichen normal hin zum Ja Zu einer Sportorganisation Die ja oftmals sehr stark doch abhängig ist auch vom sportlichen Erfolg.
01:05:22: Die allererste Antwort, die ich geben kann ist, ich bin jeden Abend zu Hause.
01:05:25: Also jede Nacht zuhause.
01:05:26: Ich komme manchmal spät nach Hause aber jeden Morgen habe ich die Möglichkeit mit meinen Kindern irgendwie ein kleines Frühstück zu haben und so das ist wunderbar.
01:05:34: Bei Adidas bin ich durch die Welt gejetet.
01:05:37: man war sehr viel unterwegs.
01:05:38: Das hab' ich jetzt nicht mehr.
01:05:40: Ich wirke in der Region Und insofern Bin ich sehr oft Zuhause was meine Familie und ich bin großer Familienmensch dass meiner Familie unheimlich gut tut.
01:05:51: Es ist natürlich ein anderes Wirken, weil du bist in der Öffentlichkeit.
01:05:55: Und wenn ich bei Adidas gelernt habe Fail but fail fast and don't fail again.
01:06:03: Also die Fehlerkultur Mach ruhig mal einen Fehler.
01:06:06: Ich feiere dich für deine Fehler.
01:06:08: Wenn Du mal was gewagt hast Dann ist es im Fußball etwas Anderes Weil Du hast immer Das Darmoclashwert über dir Dass Du wenn Du einen Fehler machst den Natürlich am nächsten Tag in der Zeitung genannt werden kannst, namentlich genannt.
01:06:23: Und wenn du hier Mitarbeiter hast, denen du sagst, wage ruhig mal was, dann sagen die zu dir ich will morgen nicht in Erzeitungen stehen.
01:06:31: das ist eine Öffentlichkeit mit der man umgehen muss und ich kam natürlich auch als... gerade hier in der Region also da ist der FC natürlich auch besonders?
01:06:38: ja?
01:06:38: Natürlich!
01:06:39: Ich kam aus einer relativ kokonartigen Situation bei Adidas wo ich immer beschützt wurde.
01:06:48: Natürlich wurde mein Name auch genannt, aber ich konnte mehr oder weniger anonym agieren hin zu einem Brennglas in der Öffentlichkeit wo jeden Tag irgendwelche Zeitungseiten gefüllt werden müssen und da ist es schon ein anderes Arbeiten.
01:07:04: Dementsprechend ist auch die Hierarchie eine andere also einen Vorstand der jetzt bin, der muss mehr Entscheidungen treffen als das vielleicht in dem anderen Wirtschaftsunternehmen der Fall ist gibt es eine breitere Entscheidungskultur als das jetzt hier im Fußball ist.
01:07:20: Und die Kollegen aus der Fußballindustrie sind natürlich alle irgendwie auch in der Öffentlichkeit und sind entsprechende Persönlichkeiten, die dich da umgeben.
01:07:35: also auch was anderes.
01:07:36: du ziehst nicht an einem Strang sondern wenn du jetzt sagst du willst den deutschen Fußball groß machen dann sprichst du erst mal mit ich nenn's jetzt mal Wettbewerbern obwohl man ja im Kaufmännischen gar kein Weltbewerber ist, aber jeden Tag oder jeden Spieltag dann natürlich irgendwie gegeneinander antritt.
01:07:54: Mir fällt als Personalberater auch für dieses Thema Sport und dann Fußballverein schon auf, dass das Jahr ein sehr vielfältiger Job ist – auf euren Positionen im Vorstand.
01:08:06: Sehr viele Stakeholder die bedient werden sind nicht nur hier die Region also die Stadt sondern teilweise ja auch bei Fangruppen bis zu Ultras, Sponsoren.
01:08:17: Also wirklich sehr vielfältig!
01:08:19: Gib uns doch mal einen Einblick.
01:08:20: oder unseren Hörern wie ihr so aufgestellt seid.
01:08:23: was sind eure Prioritäten und Zielsetzungen?
01:08:27: Wie ist der Verein
01:08:28: strukturiert?
01:08:31: Wir strukturieren uns in drei Ressorts.
01:08:35: ich kümmer mich hauptsächlich um die Themen Strategie und Marketing.
01:08:39: Mein Kollege Stefan Heim kümmert sich um das Thema Finanzen und unser Großprojekt des Stadions.
01:08:47: Und dann haben wir natürlich noch mit dem Jotishatia Lectio einen Verantwortlichen für den Sportbereich.
01:08:52: Wir funktionieren unheimlich gut miteinander, wir verstehen uns gut.
01:08:56: Deswegen sind es jetzt nicht die Ressorts, die wir unabhängig voneinander bedienen sondern wir versuchen natürlich auch Fluide-und Hand in Hand miteinander zu arbeiten.
01:09:05: Aber wenn man so über den Tagesablauf sich Gedanken macht.
01:09:08: Natürlich haben wir unheimlich viele Stakeholder, du hast es gesagt.
01:09:12: Genauso wie wir uns mit den Fans unterhalten müssen wir uns der hohen Politik unterhalten und natürlich gibt's viele Wirtschaftsunternehmen mit denen wir uns unterhalten Und bei uns ganz besonders.
01:09:22: wir unterhalten auch mit den sozialen Institutionen die sich hier in der Region für das Leben der Menschen einsetzen.
01:09:31: Das wollen wir hier beim ersten FC Nürnberg wirklich akzentuieren.
01:09:34: Dass wir sagen, wir wollen eine große Verbindung in die Gesellschaft heranverkörpern.
01:09:39: Deswegen ist kein Tag wie ein anderer.
01:09:41: Wir sind auch viel mit Schulen im Austausch.
01:09:44: das war einfach an des junge Klientel kommen.
01:09:46: Wir sind inzwischen in den siebzig Schulen als erste FC Nürenberg tätig Sind da teilweise auch im Sportunterricht dann eingebunden natürlich auch in den Ganztag eingebundet.
01:09:55: Also der Fußball ist nicht nur dass was im Stadion stattfindet.
01:09:59: Natürlich ist es immer noch der Kulminationspunkt, aber das tagtägliche geht weiter rüber hinaus.
01:10:06: Wenn wir heute schon mal die Chance haben auch mit einem Funktionär zu sprechen ist es nicht auch manchmal mühsig und frustrierend dass der Volk von so einem doch recht großen Verein wie der FC NS ist sehr stark vom sportlichen abhängen?
01:10:17: also dass ihr einen tollen Job machen könnt ihr die Marke nach vorne bringt und natürlich das Community Building ganz nach vorn stellt da auch tolle Erfolge erzielt?
01:10:25: Aber grundsätzlich steht und fällt ein Stück weit dennoch der Platzierung in der Tabelle am Ende der Saison.
01:10:31: Darum geht es zu letzten Endes, ne?
01:10:33: Also all das was wir tun, tun wir natürlich auch ein Stück weit dafür dass wir erfolgreich in der Liga agieren können.
01:10:39: und letzten Enden sind Wahrscheinlichkeiten die man da beeinflussen kann.
01:10:42: indem man ich sage jetzt mal mehr finanzielle Mittel in den System bringt ist die Wahrscheinlichkeit höher dass du auf vollgereich Fußball spielst.
01:10:50: aber natürlich!
01:10:51: Man sieht jeden Spieltag wie man sich da so einstuft.
01:10:54: in dem Wettbewerb den man da hat ist man dann auch abhängig von denen, die am Spielfeld stehen und Tore schießen.
01:11:02: Da habe ich auch ein Erlebnis beim Club gehabt was sich mir nicht ausgemalt hätte.
01:11:07: Ich bin beim Club in der Saison achtzehn neunzehn eingestiegen.
01:11:10: da hat er erste FC Nürnberg noch in der ersten Liga gespielt war relativ abgeschlagen, ist dann abgestiegen.
01:11:15: aber wir haben die Devise gehabt Wir wollen gleich wieder hoch In der nächsten Saison.
01:11:20: Und irgendwie hat es nicht funktioniert und wir sind am letzten letzten Spieltag noch in die sogenannte Relegation geschlittert, die wir dann im Hinspiel auch zu zwei-zu-null gewonnen hatten.
01:11:32: Aber in der zweiundneunzigsten, dreionneunzigsten, vierneunzixten und fünfundneunsigsten Minute waren wir beim Rückspiel drei-zu null im Rückstand.
01:11:41: Wir heißen, wir waren kurz davor in die dritte Liga
01:11:43: abzusteigen.".
01:11:46: Und das wurde beschrieben als eine Nahtoderfahrung – es ist tatsächlich eine Erfahrung, die ich nicht nochmal durchleben möchte!
01:11:54: Zu diesem Zeitpunkt musste ich mich mit dem Gedanken auseinandersetzen, dass die Belegschaft, die wir hier beim ersten FC Nürnberg hatten nicht mehr haltbar war.
01:12:04: Dass wir sicherlich hätten einschneidende Personalentscheidungen treffen müssen, die viele einzelne Schicksale dann auch bedeutet hätten.
01:12:13: Das vergisst man oft in der Öffentlichkeit?
01:12:15: Man sieht eben nur die Mannschaft das sich da dann vielleicht verändern wird.
01:12:17: aber was ist das für Auswirkungen auf alles im Hintergrund hat?
01:12:20: Da haben wir damals so hundertfünfzig Angestellte und Hätte eine große Zahl dieser hundertfünfzig Angestellten wahrscheinlich nicht mehr haltbar sein können.
01:12:30: Insofern macht man sich da schon Sorge, dass man da jetzt für solche Entscheidungen dann auch verantwortlich ist natürlich auch für sich selber das man dann sagt okay habe ich jetzt die richtige Entscheidung getroffen.
01:12:41: wir haben uns jetzt gerade hier angesiedelt haben im Haus gebaut und jetzt stehen wir kurz vor der dritten Liga.
01:12:46: bin ich jetzt gescheitert?
01:12:49: sind wie er jetzt gesteitet?
01:12:50: ist der FC Nürnberg und die ganze Region irgendwie gescheitert?
01:12:53: Das war es ja ein absoluter Glücksfall, der glaube ich immer noch Nachhalt in unserer Region, in unserer Stadt.
01:13:01: Dass Fabian Schleusender in der neunzigsten Minute dann doch irgendwie noch den Fuß hingehalten hat und dass alles entscheidende Tor getroffen hat so das wir in der Liga verblieben sind.
01:13:11: Patrick Erras auch nicht zu vergessen.
01:13:12: Der hat diesen Ball über Kopf... Wunderbar!
01:13:14: Ich habe die Bilder im Kopf.
01:13:16: Dann vielleicht zu guter Letzt als letzter Punkt, als Ausblick was wünschst du?
01:13:20: Und was erwartest du dir jetzt die nächsten Jahre noch vom Klub?
01:13:24: Also erstmal fühle ich mich hier sehr wohl, ich bin in meiner Heimat und kann für das größte Aushängeschild meiner Heimat wirken.
01:13:31: Das ist was ganz Besonderes!
01:13:34: Und den Club?
01:13:35: Den Mythos-Club, den Umgarant.
01:13:37: ja auf der einen Seite umgarnen ihn Erfolge aus der Vergangenheit... Da war ein Max Morlock, der irgendwie der Anführer war mit einer riesigen Bescheidenheit gesegnet.
01:13:50: Da war aber in erster Linie eine Mannschaft die sich in dem Dienst der Stadt gestellt hat und die einen unheimlichen Zusammenhalt hatte.
01:13:58: Und eben dieser Zusammenhalt, der damals so erfolgreich war, den wollen wir schon wieder heraufbeschwören, dass wir auf dem Platz aber natürlich auch abseits des Platzes eine Einheit darstellen.
01:14:08: Das wäre als Speerspitze für diese Region, für die Stadt Nürnberg, das wir da tatsächlich auch Erfolg verkörpern können, sodass die ganze Region davon profitiert, dass Elfbahn hoffentlich erfolgreich Fußball spielen.
01:14:20: insofern ist die Mission noch in keinster Weise.
01:14:37: Das
01:14:46: ist ein tolles Schlusswort.
01:14:48: Vielen Dank, dass wir an deiner Reise haben teilhaben können nicht nur den sportlichen Aspekt auch dem persönlichen.
01:14:54: ich fand das Sehr spannend und inspirierend, also von meiner Seite herzlichen Dank hierfür.
01:14:58: Wir haben zwar etwas überzogen aber ja danke für deine Geschichte dass wir uns teilhaben lassen auch daran Und ich denke es war spannend viele tolle Einblicke.
01:15:06: Danke das du bei uns zu Gast warst.
01:15:08: Herzlichen Dank hat großem Spaß gemacht.
01:15:11: Wenn euch die Folge gefallen hat unnatürlich auch die anderen von Rocky Talks
01:15:15: Dann dürft ihr uns gerne bewerten auf Spotify, Apple Podcasts und überall sonstwo
01:15:21: Und überall wo es möglich ist, lasst einen Kommentar da und natürlich ein Like.
01:15:24: Wie Rami schon gesagt hat eine tolle Bewertung.
01:15:26: Wir freuen uns dass ihr mit dabei wart und gerne bis zum nächsten mal!
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