#18 Sport neu denken: Das Playbook für Marke, Medien & Business – mit Florian Kurz

Shownotes

Wie wird aus Sport ein erfolgreiches Medien-, Marken- und Investmentprodukt – ohne dabei seine Identität zu verlieren?

In dieser Folge von Rocky Talks sprechen wir mit Florian Kurz, Verwaltungsrat und Gesellschafter der ESB, über mehr als 30 Jahre im Sport-, Medien- und Eventbusiness. Sein beruflicher Weg führte ihn von der Vermarktung einer deutschen Olympiabewerbung über den Tennis- und Radsport bis zu Porsche Motorsport und dem Deutschen Skiverband.

Florian erklärt, warum wirtschaftlicher und sportlicher Erfolg heute eng miteinander verbunden sind, weshalb viele Sportorganisationen ein neues Playbook benötigen und welche Rolle Technologie, Medien, Daten und starke Athletenmarken künftig spielen werden.

Außerdem sprechen wir über die Chancen einer deutschen Olympiabewerbung, Reformbedarf im Spitzensport, die Zukunft des Radsports, den Umgang mit Rückschlägen und die Frage, ob die 50+1-Regel im deutschen Fußball noch zeitgemäß ist.

Eine Folge über Veränderungsbereitschaft, moderne Führung und den Anspruch, nicht den einfachen, sondern den richtigen Weg zu gehen.

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Credit

Hosts: Berti Schötterl, Ramy Nasser Produktion: Ramy Nasser, Berti Schötterl, Estela Martinez Schnitt: Estela Martinez

Intro und Outro: Blaskovic - "Cowboy Stories"

Transkript anzeigen

00:00:18: Heute unser Gast Florian Kurz, Verwaltungsrat und Gesellschafter bei der ESB unter anderem bekannt für Sport, Events, Medien.

00:00:30: Und jetzt nehmen wir ja unmittelbar nach der Weltmeisterschaft

00:00:34: auf!

00:00:35: Und lieber Florian da muss ich natürlich fragen wie du die WM wahrgenommen

00:00:39: hast?

00:00:40: Erst mal vielen Dank für die Einladung.

00:00:41: Ich freue mich auch das Gespräch mit dir, mit euch.

00:00:44: Vielen Dank Ja... Die WM Besser als erwartet von der kommerziellen, medialen Seite.

00:00:51: Schlechter als erwartet von der sportlichen würde ich zusammenfassen aus deutscher Sicht.

00:00:56: So gut zusammengefasst habe ich selten gehört.

00:00:59: Würde dich auch so unterschreiben Florian freut uns sehr dass du heute mit dabei bist.

00:01:02: wir haben ja eine Tradition wie wir dann auch loslegen.

00:01:06: bevor wir das aber tun will hier in der Stelle noch mal sagen Ich freue mich sehr auf die Folge weil ich mal ein bisschen mehr noch lernen werde über die Vermarktungsseite des Sports und da freue ich mich sehr.

00:01:16: Und Stichwort Vermarktung.

00:01:17: Wir sind hier auch wieder bei Burda diesmal, dürfen hier aufnehmen also auch an der Stelle.

00:01:22: herzlichen Dank!

00:01:24: Sehr schön.

00:01:24: So Florian dann lass uns einsteigen.

00:01:26: Nimm uns mit wie bist du aufgewachsen?

00:01:28: Mit was hast Du dich so beschäftigt in Deiner Jugend und wie bist Du der geworden, der Du heute bist?

00:01:33: Aufgewachsen bin ich in Stuttgart In einem unternehmerischen Haushalt sage ich dazu weil Ich sehr früh gelernt habe.

00:01:41: das ist neben der vom Familie noch eine zweite Verantwortung gibt.

00:01:44: Das war die Firma immer bei uns in der Familie, das hat mir viel geholfen auch im Leben.

00:01:49: zum Thema Leistung, zum Thema wieviel Zeit man im Endeffekt auch verwendet, Stichwort Live Balance was ich heute oft höre.

00:01:58: Das hat mich geprägt!

00:02:00: Ich habe klassisch BWL studiert und bin über einen Zufall würde ich sagen in diese Sport-Medienmarketingwelt gekommen.

00:02:10: Wenn man in Stuttgart aufwächst, dann ist die Wahrscheinlichkeit das man sein erstes Pflichtpraktikum bei Mercedes.

00:02:17: In der Porsche AG oder bei Bosch macht relativ hoch und ich hatte beim Mercedes eigentlich schon meinen Praktikumsplatz unterschrieben und hatte dann die Möglichkeit Angeboten bekommen in einer Agentur, die WWP bekannt von Kitzbühel- und auch anderen Sportaktivitäten, die damals mit Willy Weber, der Manager von Michael Schumacher ein Büro hatten dort einzusteigen.

00:02:40: und nach dem alten Sprichwort von Nike everybody goes sick, then you go sick.

00:02:46: Aber ich mich genau fürs andere entschieden weil eine Corporate Karriere oder den Einstieg in die Corporate Welt kann man immer machen und so bin ich in diese Sportmedien-Eventwelt reingekommen und nie wieder

00:02:55: rausgegangen.".

00:02:56: Und jetzt ist ja Stuttgart für vieles bekannt auch das Thema Kostenbewusstsein und ein Stück weit demütig und auch wirklich strukturiert sein Ziel zu verfolgen Ist da in deiner frühen Kindheit auch Platz gewesen für klassische Hobbys wie eben Sport oder andere Interessen?

00:03:16: Ja, Sport war immer ein Teil meines Lebens.

00:03:19: War aber nie leistungsmäßig im Sport – ich habe unterschiedliche Dinge ausprobiert angefangen von Judo, angefangen dann über Volleyball.

00:03:29: Aber meine eigentliche Liebe gehört dem Bergen und den Berg-Sport sowohl im Winter als auch im Sommer.

00:03:34: Wenn du jetzt gerade von deinem Familienunternehmen gesprochen hast, war das eine Option das zu übernehmen und vielleicht kannst du mal so zwei drei Sätze darüber verlieren in welchem Bereich jeder aktiv ward.

00:03:44: Das Unternehmen war im Ingenieur- und Baubereich und ich bin völlig ungeeignet für alles was technisch ist.

00:03:49: deswegen habe ich mich genau die andere Richtung entwickelt in dem Bereich Marketing und Kommunikation und deswegen war es für mich nie eine Option letztendlich zu machen.

00:03:59: Finde ich immer ganz spannend, in meinem Fall mein Vater war Arzt und du möchtest auch nicht unter meinem OP Tisch landen?

00:04:04: Also von daher gut, dass du deine Berufung so gewählt hast und es ist ja was, was dir geworden.

00:04:10: Lieber Florian!

00:04:11: Also nimm uns mal kurz mit bevor wir dann auch ins Professionelle einsteigen weil das ist wirklich für uns auch essentiell um zu verstehen gab's vielleicht erste Momente in deiner Jugend oder deinen Teenagerjahr wo du gemerkt hast?

00:04:25: Das kann ich vielleicht besser als anderes.

00:04:28: Ich muss sagen ich war zur Schulzeit mittelmäßig Und ich habe meine Motivation zum Besseren zu bewegen und vielleicht auch ein bisschen High Performance Ansätze zu wählen erst später entdeckt.

00:04:44: Und letztendlich hat mich das dann auch geprägt, ich bin sehr früh in Verantwortung gekommen.

00:04:48: Ich durfte mit achtundzwanzig Jahren die kommunikative und Marketingverantwortung für eine deutsche Olympia Bewerbung damals im nationalen Verfahren für die Zwei-Tausend zwölfbewerbungen.

00:04:58: wir sind jetzt aktuell genau wieder in einem deutschen Verfahren.

00:05:03: Dort habe ich sehr früh Verantwortung übernommen, aber auch dann festgestellt letztendlich was es heißt sehr früh wenn's nicht so gut läuft.

00:05:10: Wenn wir als Stuttgart damals im Bewerbungsverfahren als erstes ausgeschieden sind... ...wenn man mit Herzblut zwei Jahre daran arbeitet und über dreihundert Events macht mit einem großen Team und dann relativ medial eine Glatsche bekommt die Medien gehen immer auf einen und werden sofort ein Stück mal daraus entwickeln dann lernt man sehr früh, dass gerade in dieser medialen Welt und in der Marketingwelt – wo es ja auch oft mit Öffentlichkeit zu tun hat.

00:05:40: Das ist halt nur immer zwei Seiten die Medaille hat!

00:05:43: Jetzt hast du schon den Stuttgarter Kessel angesprochen also das was man da normalerweise so macht, wo man dann hingeht, mit welchen Firmen man in Berührung kommt.

00:05:51: wie war das bei dir?

00:05:52: Wie waren da so die ersten Gehversuche?

00:05:53: jetzt sagen wir jetzt noch vor der Zeit, wo ihr mit achtundzwanzig Entführungsverantwortungen schon gekommen bist?

00:05:58: Was ist da vorne

00:05:59: passiert?!

00:06:00: Mein Weg hat mich erst mal aus Stuttgart rausgeführt.

00:06:03: Ich habe in meiner Agenturzeit Hans-Willi Brockes kennengelernt, er ist der Gründer der ESB, der damals unter dem Titel Europäische Sponsoring Börse – wir reden jetzt von nineteenhundert sechsundneunzig sieben neunzig ein Netzwerk aufgebaut hat eine Businessplattform für den Bereich Sport Marketing und Entertainment.

00:06:26: Daraus ist heute die führende Plattform in diesem Bereich entstanden.

00:06:30: Und ich hatte das Glück, mit Hans-Willi Brogges zusammen die ESB die ersten Jahre operativ aufzubauen und letztendlich die Grundlagen dafür zu legen was wir heute sind ein Netzwerk von über sixhundertfünfzig Partnern aus allen Stakeholder Bereichen Vereine Clubs Rechtehalter Medienunternehmen Die Sponsoren also Markenunternehmen aber auch die Dienstleisteragenturen, die alle in diesem Sport-Ökosystem dazugehören.

00:06:57: Und wir waren die Ersten, die damals angefangen haben einen Sportbusiness-Kongress an den Markt zu bringen.

00:07:03: Wir reden von der Zeit – du kommst aus dem Fußball – war der Sport-Businessbereich noch nicht so professionell und nicht so entwickelt wie heute.

00:07:10: Da waren die Marketingthemen Sponsoring, Merchandising, Eventmarketing, neue Marketinginstrumente Über die Akademie, die ESB betreibt seit dreißig Jahren eine eigene Akademie.

00:07:22: Also wir machen Weiterbildung, Schulungen im Vermarktungs-, im Marketing- und Eventbereich.

00:07:28: Dort haben wir viele Leute geschult auch den einen oder anderen Manager aus der Fußballbundesliga um letztendlich diesen Markt weiterzuentwickeln zu dem was es heute ist.

00:07:38: Das bedeutet dass das ja mit der ESB wirklich sehr früh in deiner Karriere dann schon Ja, in Stein gemeißelt oder zumindest das Fundament gelegt worden ist für deine heutige Karriere und du kannst also auch die Evolution des Sportbusiness wie wenige beurteilen.

00:07:58: Jetzt hast Du einige Sportarten schon erwähnt?

00:08:01: Was sind denn die Vorreiter an Sportarten, die das vielleicht früher erkannt haben?

00:08:07: natürlich wird König Fußball zu erwähnen sein aber vielleicht ja auch andere Sportarten.

00:08:12: König Fußball wird immer genannt.

00:08:14: Mich hat mein beruflicher Weg zu vielen Sportarten geführt, nie zum Fußball muss ich dazu sagen.

00:08:21: Ich hatte die Chance Verantwortung im Radsport, im Tennis, im Skisport und im Motorsport zu übernehmen letztendlich nie im Fußball.

00:08:29: aber man kann aus allen Sportarten lernen.

00:08:33: In der heutigen Zeit müssen wir in Deutschland erkennen dass diese alte Diskussion zwischen Sportromantikern oder ist Sport Entertainment und Business, die müssen wir hinter uns lassen.

00:08:45: Ganz klar sportliche Erfolg korreliert auch mit einem wirtschaftlichen Erfolg letztendlich und deswegen muss man heutzutage natürlich auch Displaybook für Sportorganisationen ganz speziell im deutschen System aber auch im europäischen System einfach überdenken und zu sagen wie kann man Sportarten weiterentwickeln?

00:09:03: Wir kommen aus einer Zeit wo Sport als Kulturgut gehandelt wurde.

00:09:08: heute ist es neben diesem großen Effekt als Medien-Content Nummer eins, Live-Produkt Nummer eins.

00:09:15: Mittlerweile ist es auch im Investmentbereich Asset Class Nummer Eins.

00:09:20: Investoren haben den Sport als Investmentklasse entdeckt und letztendlich werden dementsprechend auch Sportorganisationen in der Zukunft geführt bzw müssen sich an die aktuellen Gegebenheiten anpassen.

00:09:32: Wie schaust du jetzt vor allem nach Amerika?

00:09:34: Hier ist ja der Sport vor allem ein erster Linie Event und Business.

00:09:37: so kommt sie mir zumindest immer vor wie man Ford auch Sportereignisse besucht, oder ein weiteres Beispiel war jetzt die Halftime-Show beim WM-Finale.

00:09:44: Das wird dem Fußballromantiker sicher nicht gefallen haben und im Fußballfan eigentlich auch nicht weil der halbzeit wird verlängert für Spieler nicht gut ist es für das generelle Story nicht gut.

00:09:53: aber ja wie schaust du da gerade auf USA?

00:09:55: Oder gibt's vielleicht noch andere Vorbilder, die man sich anschaut, auf die man da gucken muss?

00:10:00: Ich bin kein Freund immer den großen Hype von amerikanischen Sportarten versuchen nach Europa zu transportieren.

00:10:08: Man kann auch viel aus dem Franchise-System lernen.

00:10:11: Celery Cap ist ein klassisches Thema, das würde vielen Sportarten, Fußball beispielsweise sehr gut tun sowas einzuführen Auch die klassischen Auf und Abstiegsmodelle.

00:10:22: Also ich glaube man kann sich gute Sachen rausziehen aber man darf trotzdem den kulturellen Kern von einigen Sportarten der vielleicht eher in Europa liegt nicht vergessen Und letztendlich dann seinen eigenen Weg zu finden.

00:10:35: Wir sind ja schon mitten drin im Thema, das finde ich gut.

00:10:38: Aber wir werden natürlich auch darüber detaillierter im Laufe dieser Folge zu sprechen kommen.

00:10:43: Du hast es schon angedeutet des Themas Olympia Bewerbung.

00:10:47: Jetzt habe ich gerade als du das so erzählt hast und kurz angerissen hast Stuttgart hat nicht richtig gut abgeschnitten aber da wollen wir tiefer einsteigen weil das ist schon wichtig!

00:10:56: Das ist sehr gefühlt wie eine Performance dann beim Eurovision Song Contest und man landet im unteren Rittel sag' ich mal.

00:11:04: Mit dir vielleicht das mitzutun gehabt?

00:11:05: Was würdest du heute anders tun?

00:11:07: oder das Komitee, wie lief der Prozess für diese Bewerbung ab.

00:11:12: Also man lernt dadurch relativ schnell was es heißt Sportpolitik zu machen.

00:11:19: letztendlich und ich hoffe um auf den heutigen Prozess zu kommen am sechsten zwanzigsten September wird Deutschland entscheiden wird ein Gremium nämlich die Versammlung der olympischen Sportarten im DOSB entscheiden, mit welcher nationalen Stadt man ins internationale Rennen geht.

00:11:38: und ich hoffe dass man aus dem Prozess ein paar Dinge mitgenommen hat letztendlich.

00:11:42: Weil eins ist wichtig wenn man olympische Spiele nach Deutschland bringen möchte darf man als Verband, als jemand der eine Stimme in den Prozess hat muss man die Partikularinteressen hinter das Big Picture stellen weil die wichtigste Aufgabe wäre olympisches spiele nach deutschland zu bringen weil der Effekt auf das deutsche Sportsystem, aber auch letztendlich dieser Katalysator für die Gesellschaft.

00:12:08: Für die Kultur und für die Wirtschaft.

00:12:11: Das würde uns in der heutigen Zeit, wo in Deutschland viel zu Frage steht und viel diskutiert wird und wir uns sicherlich manchmal auch schlechter machen als wir es sind, würde sicherlich einen großen Impact bringen und einen guten Boost bringen, eine gute Motivation ein gutes Vorbild sein.

00:12:24: Und ich hoffe dass die Entscheidung – und das würde ich mitnehmen aus der damaligen Entscheidung weil man hat sich da für Leipzig entschieden Klammer auf, Ostbonus, Klammern zu.

00:12:35: Um dann relativ schnell festzustellen dass man eben mit Leipzig im internationalen Verfahren keine Chance hat geworden ist es dann letztendlich zwei tausend zwölf London auch L wie Leipzig aber eben eine andere Liga wenn ich das so sagen darf.

00:12:50: Ich habe in beiden Städten gelebt.

00:12:51: übrigens ganz witziger Fakt am Rande gibt's denn schon heiße Kandidaten für die hoffentlich dann zukünftige Bewerbung als Städte angeht?

00:13:00: international oder national?

00:13:02: Ausdeutschland, wenn du jetzt ausstattest.

00:13:04: Das nationale Verfahren ist mitten am Laufen.

00:13:07: mittlerweile ist Hamburg leider ausgeschieden über einen Bürgerentscheid.

00:13:11: die Bürger haben sich gegen Hamburg entschieden.

00:13:14: im Rennen ist noch Berlin dann ist noch im Rernen Rhein Ruhr letztendlich als gemeinschaftliche Bewerbung Köln als Stadt vorne dran und dann die Münsterbewerbung.

00:13:24: ich werde hier keine Bewertung vornehmen das steht mir gar nicht zu.

00:13:28: natürlich habe meine Referenzen, aber die Präferenz ist nicht welche Stadt ich am besten finde.

00:13:33: Sondern meine Präference ist wo hat Deutschland die größten Chancen im internationalen Verfahren?

00:13:39: Und da kommen einige Großkaliber auf uns zu, die mal an der Reihe wehren und es geht ja immer auch um Kontinente, die bedient werden müssen in solchen Entscheidungen.

00:13:48: Ich glaube dann muss man die richtige Entscheidung treffen So Gott will, dann Deutschland wieder in olympische Systeme zu bekommen.

00:13:57: und wir werken alle.

00:13:58: Wir sitzen hier in München und der sogenannte und offizitierte postolympische Effekt ist ja in keiner Stadt mehr deutlich geworden als München.

00:14:05: mittlerer Ring Olympia Park all diese Geschichten auch die Effekte Die Olympianorf aus aus damaligen Zeiten in die heutige Sportsystematik hat bis zum Thema Ausschuss im Sport im Deutschen Bundestag.

00:14:17: Das alles entstanden aus der damaliger Zeit.

00:14:21: Absolut, ich gehe häufiger und vor allem früher im Olympia Park joggen.

00:14:26: Und da denke ich immer wieder darüber nach weil das schon ikonisch ist.

00:14:29: und insofern als die Bewerbung zur Wahlstand.

00:14:33: meine Wahl ist ganz klar!

00:14:35: Ich habe mich wie über siebzig Prozent wenn ich es richtig im Kopf hab klar dafür entschieden und mich hat's tatsächlich überrascht dass eine schöne Stadt wie Hamburg die auch viel zu bieten hat sehr viel zu Bieten hat warum man da keine Mehrheit gefunden hat.

00:14:49: aber das ist sozusagen dann auch der Punkt, wo ich dich fragen möchte.

00:14:54: Stuttgart als du und darauf noch mal einzugehen?

00:14:57: Es hat ja nicht funktioniert.

00:14:58: es muss ja auch neben dem Ostbonusaspekt auch noch weitere Punkte gegeben haben.

00:15:03: war die Bevölkerung dahinter hast du dann Menschen möglichst das getan oder ihr als Team des Stuttgarts vielleicht eine hohe Chance hat den Zuschlag zu bekommen?

00:15:13: Im Nachhinein würde man vielleicht vieles anders machen lassen.

00:15:16: die wir sind sehr stark damals kritisiert worden über den letzten die Präsentation, es steht dann immer eine Präszentation an, die den letzten Impuls geben soll.

00:15:26: Da gab es viele Kritik, die war auch zu Recht muss ich aus heutiger Sicht sagen.

00:15:31: aber gerade wenn's Olympia geht geht sie auch um Politik und da muss man sich frei machen dass man alle Entscheidungen mit beeinflussen kann.

00:15:42: das sind viele Stakeholder die da auch ihre eigene Meinung mit reinbringen.

00:15:46: so ist es uns auch gegangen.

00:15:47: Aber am Ende des Tages war es ein Sport-Community, also Sport Deutschland.

00:15:52: Die Präsidenten die Mehrheit haben, die die Stimmen haben, haben darüber entschieden und man muss das dann so akzeptieren und im Nachhinein könnte man vieles anders machen.

00:16:03: Schade war – es wird ja immer auch zitiert – dass allein der Bewerbungsprozess einen positiven Impact auf das deutsche Sportsystem hat.

00:16:13: Und das kann ich aus der damaligen Bewerbungzeit für die Zwei-Tausendshölferwerbung leider nicht feststellen, weil danach sind natürlich viele Aktivitäten in den Einzelstädten wieder runtergefahren worden.

00:16:23: Und ich würde mir sehr wünschen dass zumindest aus dem Verfahren was wir jetzt machen das es wird einen Sieger geben.

00:16:30: aber die Frage ist gibt's dann drei Verlierer noch oder sind alle auf der Gewinnerstraße?

00:16:36: Ja ist ja spannend was du sagst.

00:16:37: Ich würd gerne noch eine Frage stellen eher allgemeiner Natur gerade auch im Bezug auf Olympia.

00:16:42: hier hat mehr vor allem eher Randsportarten, die dann auf einmal im Fokus stehen.

00:16:46: Was ihr uns allen gefällt.

00:16:47: Vielleicht erledigt vielleicht, obwohl die auch schon relativ Mainstream ist, aber viele andere Sachen wie Schwimmen.

00:16:52: Auch in persönlichen Bezug zu aus dem Freundeskreis.

00:16:54: Ich war auf der Sportschule Nürnberg.

00:16:55: Demnach auch viele Sportarten, welche dort zusammen kamen und diese sind aus meiner Sicht sehr subjektiv jetzt erstmal zu bewerten nicht sehr gut gefördert in Deutschland.

00:17:04: Ist das richtig?

00:17:06: oder würdest du sagen eigentlich stehen wir den anderen Ländern mit nichts nach?

00:17:11: Das wird oft... diskutiert das Thema Sportförderung.

00:17:14: Wir sind auch im Moment in einem Prozess ein neues Sportgesetz zu verabschieden.

00:17:20: Die Idee ist, die Fördermaßnahmen in einer ausgelagerten Leistungssport-Agentur zuzuordnen.

00:17:27: Es gibt ja immer die zwei Bereiche einmal BMI als Vertreter für das Bundesrepublik Deutschland und dann letztendlich DOSB als die Dachorganisation für den Sport.

00:17:39: Ich persönlich glaube Spitzensport braucht Spitzenathleten, braucht Spitzeförderung.

00:17:46: Weil als allererstes braucht es auch Spitzenmanagement und ich glaube dass unser jetziges System eine Neuausrichtung braucht.

00:17:54: wir sind in einem System was sehr intransparent dysfunktional Und letztendlich dann auch zu viele verschiedene Verantwortungsbereiche so viele Player in dem ganzen System hat und da könnte man viel aus dem nennst jetzt mal professionellen Sport der eben nicht gemeinnützig organisiert ist, könnte man da viel lernen um sich für die Zukunft aufzustellen.

00:18:16: Deswegen glaube ich nicht dass es immer nur das der Ruf nach mehr Geld im System richtig ist sondern wir müssen einfach den deutschen Sport neu ausrichten ein neues Playbook für die Sportorganisation schreiben gerade in einer Zeit wo Digitalisierung und Technologie einen wahnsinnigen Impact auf Sport hat sowohl auf der Performance auf der Leistungsebene aber letztendlich auch in dem Thema Management, Organisation und nicht zuletzt natürlich auch dem Thema Medialdistribution von Content.

00:18:46: Wie komme ich an neue Zielgruppen an?

00:18:48: Und da muss man sich auch heutzutage als Sportorganisation aufstellen.

00:18:52: Und jede Sportart hat seine Daseinsberechtigung ob groß klein, ob einzelne Sportart oder Team-Sportart.

00:19:00: Jede Sportart muss in der heutigen digitalen Welt das eigene Narrativ

00:19:04: finden.".

00:19:05: Wir haben jetzt den Markt schon mal grob umrissen Form, wie es damals ausgerichtet wurde.

00:19:12: Aber auch was heute noch wichtig ist um daraus zu lernen.

00:19:15: Jetzt wollen wir aber auch aus deiner Biografie lernen!

00:19:18: Jetzt hast du praktisch diesen ersten Punkt.

00:19:21: Du bist mit ESB gut gestartet.

00:19:23: das ist mit dem Hans-Wiedi Brokes schöne Grüße an der Stelle ein sehr bekannter Macher in der Szene und dann gehts weiter.

00:19:32: Dann hast du die Bewerbung.

00:19:33: Tutgart Du kennst Rocky Talks.

00:19:36: Wir inspirieren ja auch dadurch unsere Hörer, dass wir über die Highlights aber auch über die Lowlights sprechen.

00:19:42: also von daher wenn du uns die nächsten Jahre mal durch deine berufliche Laufbahn führst?

00:19:48: Nach meiner Zeit Olympia Bewerbung hatte ich noch die Freude ein sehr bekanntes damaliges Tennis Turnier den Mercedes Cup Stuttgarter Weißenhof zu übernehmen.

00:19:59: Den hatten wir in der Zeit der Olympianbewerbung die Rechte übernommen und nachdem dann nicht erfolgreich war, hatte ich dann noch die Möglichkeit letztendlich dieses Recht weiterzuführen bevor wir es dann wieder weitergegeben haben.

00:20:12: Wie lange war das dieser Zeitraum?

00:20:14: Der lief eigentlich auch parallel die ganze Zeit während der Olympia Bewerbung und ich habe es dann noch ein Jahr danach weitergeführt bevor wir die Rechte wieder an den Club weiter gegeben haben beziehungsweise der ist dann an dem heutigen Veranstalter noch die Emotion Group auch einen Partner der ESB über viele Jahre heute sind's die Boss-Oben in Stuttgart Führt danach, hat mich mein Weg in den Radsport geführt und zwar über eigentlich ein Anruf der Sportler.

00:20:40: Damals hatte die Deutsche Telekom zu der wir reden von der Zeit wo Magenta im Radsports sehr groß war – die Zeiten von Jan Ulrich Und die Telekom hatte zu dieser Zeit drei verschiedene Radstelle.

00:20:52: Das war einmal die Telecom mit dem damals Festnetzanschluss Branding Dann gab es noch in Amerika US Cycling Und dann gab es unter dem neuen Mobilbrand T-Mobile den Nummer eins Radrennstall im Mountainbike.

00:21:09: Die Sportler hatten mich damals angesprochen, weil es Probleme gab zwischen den Sportlern und dem Management.

00:21:15: Ich bin dann eigentlich über einen Beratungsmandat reingekommen bis mich die Telekom gefragt hat ob ich den Radstall als Teammanager und Geschäftsführer also sowohl die operative und kommerzielle Verantwortung aber auch die sportliche Verantwortung übernehmen konnte, um – das war unser großes Ziel – olympische Spiele im Jahr zwei Tausend Vier in Athen zu übernehmen.

00:21:36: Und bin dann aber danach nachdem die große Radsportzeit in Deutschland und auch vor allen Dingen bei der Telekom vorbei war, bin dann in die Corporate Welt eingestiegen und habe zweitausend Fünf die Verantwortung für einen neuen Bereich übernommen in der Porsche AG.

00:21:55: Die Porsche AG hat damals entschieden dass sie Motorsport mehr Vermarktung machen möchte und bis dato war es eigentlich üblich, das Marketing- und Vermarktung in Vorstandsressort Marketing eingesiedelt war.

00:22:08: Und der Motorsport ist eben naturbedingt letztendlich im Entwicklungs- und Vorstandresort und so hatte ich dann die Chance eine komplett neue Abteilung in der Porsche AG zum Thema Vermarkttung Medien Event digital aufzubauen.

00:22:19: Wirklich beeindruckend!

00:22:20: In so jungen Jahren dann tolle Sportarten zu prägen also Stuttgarter Weißenhof-Turnier, das war ja in der Zeit ... hat da noch ... Tennis auch eine Bedeutung?

00:22:34: oder mit Flachschiffen.

00:22:36: Welches Jahr sprechen wir hier?

00:22:38: Wir reden von den Jahren two-thausend eins, zwei-tausend zwei, zwei tausend drei um den Zeitpunkt.

00:22:44: Tommy

00:22:44: Haas und andere zu derzeit... Ja!

00:22:46: Und wir sind heute wieder an einer Buchphase.

00:22:47: wenn man sich heute anschaut wo Tennis widersteht

00:22:50: Alex Zverev, French Open Sieger Das ist

00:22:52: die deutsche Brille.

00:22:53: aber global war natürlich Tennis immer Top Property.

00:22:56: Absolut,

00:22:57: absolut!

00:22:58: Und dann eben Radsport in den Jahren Jan Ulrich, Pantani und Lance Armstrong.

00:23:04: Wenn man diese beiden Aktivitäten miteinander vergleicht – das sind ja Boom-Sportarten aber doch irgendwie anders – wie würdest du die sportpolitisch vergleichen?

00:23:16: Und vor allem was lag dir als Mensch vielleicht näher?

00:23:21: Das ist eine schwere Entscheidung.

00:23:23: Ich habe sowohl Tennis gespielt, als ich auch gerne auf dem Rad sitze.

00:23:28: Ich glaube dass der Radsport der heutzutage wieder boomt.

00:23:32: Aktuell läuft die Tour de France mit einem Dominator, der glaube ich der größte Radfahrer aller Zeiten isst und wird und bleibt vielleicht auch für lange lange Zeit.

00:23:44: das was Pocaccia da abliefert ist sehr sehr beeindruckend.

00:23:49: Auf der anderen Seite glaube ich, dass der Radsport auch an einem Wendepunkt steht.

00:23:53: Dass das alte System Tour de France und die verschiedenen Rechtehalter im Radsports sich auch neu erfinden müssen.

00:24:00: Letztendlich ist bis heute keine Struktur aufgebaut, die den Radspot eigentlich dorthin bewegen könnte wo er hingehört.

00:24:07: Wir haben die drei großen Groturs, die letztendlich alles beherrschen.

00:24:10: Aber da ganze Unterbau, die ganzen Zusammenspiel zwischen Worldtour und Pro Teams Die funktioniert noch nicht.

00:24:17: und vor allen Dingen darf man eins nicht vergessen, auch die kommerzielle Seite im Radsport.

00:24:22: Und bis dato bekommen die Teams – die großen Teams brauchen um die zwanzig dreißig Millionen Budget – keine Anteile ab von den Medienrechten.

00:24:32: letztendlich, wenn man sich das heute überlegt, die grossen Einnahmequellen im Fußball und die Verteiserschlüssel laufen über die Medienrechte.

00:24:39: Im Radsports ist es noch nicht so,

00:24:40: d.h.,

00:24:40: die Teams sind angewiesen auf die eigene Vermarktung.

00:24:44: Der Radsport hat Besonderheiten, die keine andere Sportart hat.

00:24:47: Tickets können nicht verkauft werden letztendlich sondern die Strecke ist frei zugänglich.

00:24:52: also es sind ein paar Spezifika, die speziell sind und ich würde mir sehr wünschen das gab bei den letzten Jahre einige Versuche den Radsports neu aufzustellen dass man es vielleicht doch gemeinsam schafft einen Radspot zwei Punkt Null zu entwickeln der dieser Sportart die fantastisch ist die beeindruckend ist auch den Stellenwert gibt, der die Radsportart verdient.

00:25:14: Wahrscheinlich liegt so ein bisschen am Format im Radspot-Dauert oft sehr lang und man will ja so ein bissel snackable.

00:25:19: was sehen ist hat sich in England gezeigt mit Cricket.

00:25:21: da gab es ja dann auch neue Ausrichtungen wie der Sportflechthorjektiver werden kann.

00:25:25: wäre dessen Weg auch für den Radspott?

00:25:28: Das eine tun das andere nicht lassen.

00:25:31: Die Entwicklung geht ja immer weiterhin Richtung Shortformate.

00:25:35: das können über Highlightprogramme sein.

00:25:37: Es gibt jetzt immer neue Formate Sportarten in neuen Kontext-Gellen, sowohl im Basketball mit dreimal drei wie im I-Socky.

00:25:45: Im Rugby, im Cricket überall.

00:25:48: aber wenn man sich global die Übertragungszeiten und die Reichweite von der Tour de France anschaut glaube ich nach wie vor dass es eine Daseinsberechtigung hat und manche Dinge bleiben.

00:26:01: und wir leben in einer Zeitalter wo KI viel verändert.

00:26:04: Aber Sport ist ein Live-Product und das wird Sport immer in ein anderes Licht drücken als viele andere Veranstaltungen.

00:26:11: Sport ist auch Motorsport und das ist die nächste Station, wie kam es dazu?

00:26:16: Und wie ist es für dich persönlich gelaufen?

00:26:21: Die Chance, die ich da bekommen habe eine komplett neue Vermarktungseinheit innerhalb eines Konzerns aufzubauen darüber bin ich sehr dankbar weil auf der einen Seite natürlich dass mein Home-Turf war, das war die Sportvermarktung der Blick mal in die Corporate-Welt.

00:26:39: Und ich habe zehn Jahre die Verantwortung für diese Abteilung führen dürfen und bin eingestiegen mit einem kleinen Team, mit einem Vermarktungsanteil von Marktwolumen von zwei Millionen.

00:26:53: Und letztendlich habe sie nach zehn Jahren übergeben mit einem Vermarktungsvolumen von dreißig fünfunddreißig Millionen.

00:27:00: In der Zeit hatten wir über dreißzig Markenpartnerschaften Rolex bis Feldhins letztendlich aufgebaut.

00:27:09: Und das war eine riesige Chance, da bin ich sehr dankbar, dass sich das machen durfte.

00:27:12: War natürlich auch das Brand Porsche.

00:27:14: über allem steht und die Zeiten im Motorsport möchte ich nicht missen aber es klingt immer so schön wenn man tatsächlich das Business anschaut.

00:27:22: Ich war in der Zeit im Schnitt von zwanzig Wochenenden im Jahr unterwegs an irgendwelchen Rennstrecken und es war schon eine hohe Schlagzahl letztendlichen die man da auch liefern musste.

00:27:33: Gab's da vielleicht immer Momente, wo du dir gedacht hast was warum tue ich mir das an?

00:27:38: Nein aber letztendlich hat es dazu geführt.

00:27:40: bei Porsche hat sich ja auch viel verändert und ich habe den ganzen Prozess zwischen Volkswagen und Porsche mit gemacht.

00:27:47: Letztendlich und nach zehn Jahren war eigentlich meine Entscheidung klar dass nach zehn jahren es gut ist letztendling und hab mich dann entschieden aus dem Konzern auszusteigen um wollte mich einfach neu aufstellen.

00:27:58: Ich habe dann erstmal für mein Kopf etwas getan.

00:28:02: Ich war immer interessiert mich weiterzubilden, weiterzuentwickeln und letztendlich auch neue Herausforderungen anzunehmen.

00:28:07: Und so habe ich erst mal was für mich in meinen Kopf getan, habe einen Exekutive-Programm an der HSG in Sankt Gellen gemacht um einfach normal – ich will es nicht sagen die Schulbank drücken aber zumindest sich in gewisse Themen noch einmal einzuarbeiten bevor ich dann relativ schnell wieder eine neue Verantwortung übernommen habe und als Generalsekretär den Deutschen Skiverband einer der großen Sportorganisationen in Deutschland dann übernommen hat mit dem klaren Auftrag, letztendlich den DSV und das deutsche Schießsystem in die Zukunft zu führen.

00:28:36: Und das habe ich dann

00:28:37: gemacht.".

00:28:38: Genau!

00:28:38: Dann sind wir im Wintersport angelangt und es zeigt auch unseren Hörern, was für eine Bandbreite du da abdeckst?

00:28:45: Kannst du dich denn sonst noch innerhalb deiner Karriere an Momente erinnern, wo's schwierig war aber auch wo du vielleicht ein Stück weit angeeckt bist mit eben diesem fortschrittlichen Denken... Also gibt's so Momente, an die du dich jetzt zurückgeinnerst?

00:29:02: Ich habe immer zwei Ansprüche geleitet.

00:29:05: Das war der Anspruch, den richtigen Weg zu gehen und nicht den leichten wegzugehen.

00:29:09: Und das ist schon mal ein großer Unterschied letztendlich.

00:29:11: und das zweite ist immer was zum Positiven zu bewegen.

00:29:15: Wenn man etwas bewegen will dann gerade in Change-Prozessen, in Transformationsprozessen kann man es nicht jedem recht tun und dann ist man auch teilweise angreifbar – das ist richtig!

00:29:28: Die Frage ist wo will man eigentlich hin?

00:29:31: in der ganzen Geschichte und letztendlich muss man dann für sich entscheiden, welchen Weg man geht.

00:29:36: Mir war immer wichtig mir selber treu zu bleiben diesen Weg im positiven Sinne weiterzutragen.

00:29:44: Berti du sagst ja ganz oft viele unserer Gäste nehmen sozusagen Wellenbewegung gar nicht als Scheitern wahr.

00:29:51: oder beziehungsweise bestimmte Sachen die verandre ich nenn's mal normalos ein normaler Weg ist wenn man sagt Mensch jetzt Jetzt hab ich wirklich mit mir zu kämpfen, sondern es ist auch Teil der Reise.

00:30:03: Das heißt also man ... Bei dir klingt ja auch irgendwo das Raus, dass du das als normalen Prozess begreifst?

00:30:10: Also du hast es gerade umschrieben mit hey, ich muss mir selbst treu bleiben!

00:30:15: Das würden andere ja auch anders beschreiben.

00:30:17: D.h.,

00:30:18: also du bist dir treu geblieben und das interpretierst du im Prinzip ja positiv was ja eine gute Eigenschaft wieder ist.

00:30:26: Ich sehe das absolut für mich positiv.

00:30:29: Es ist wichtig, vielen Menschen zuzuhören.

00:30:33: Aber genauso wichtig ist es sich frei von Handlungen und Gedanken an dabei zu machen.

00:30:40: Man muss seinen eigenen Weg letztendlich finden immer im Kontext der Sache welcher Auftrag da hinter steht keine Frage.

00:30:47: aber wenn man was bewegen will kann man auch stolpern.

00:30:51: das ist völlig normal und stoltern ist auch eine Vorwärtsbewegung.

00:30:54: wer nichts bewegen wird er kann auch keine Fehler machen.

00:30:57: und dass die frage wenn man sich eigentlich sieht, will man Zukunft gestalten oder Vergangenheit verwalten.

00:31:04: Dann schöner Gedanke.

00:31:06: noch zu dem Punkt den Rami grad gesagt hat finde ich wirklich sehr interessant zu sehen dass es ganz oft so ist in letzter Zeit sogar öfter als nicht würde ich sagen.

00:31:13: das eben die meint negative Momente am Ende ja positiv sind und man das auch so wahrnimmt sehe ich bei dir auf jeden Fall auch.

00:31:20: dann lass uns mal ein bisschen hier und heute kommen.

00:31:21: nehmen wir uns damals einen Alltag mit.

00:31:23: gib uns mal Einblicke in deine aktuelle Funktionen deine Tätigkeiten was du so machst.

00:31:27: Ich habe mehrere Hüte auf.

00:31:29: Ich bin mittlerweile sehr aktiv wieder bei der ESB, wir haben vor zwei Jahren entschieden ein neues Format im Bereich Sportbusiness eine neue Konferenz an Markt zu bringen.

00:31:40: Wir haben vor dreißig Jahren damit angefangen und haben den Markt über die Zeit geprägt.

00:31:45: Wir machen die führenden Sportbusieskonferenzen in der Schweiz, in Österreich – wir haben auch das Format über viele Jahre in Deutschland entwickelt, haben uns aber ganz bewusst entschieden dass wir ein neues Format aufsetzen mit Sportmarke-Medien in München, weil wir glauben es braucht im Endeffekt die Breite des Sports.

00:32:02: Ja, Fußball ist König aber die breite der Sports sind diesem Zusammenhang vielleicht das Königreich und es darf nicht immer nur die klassische Fünfzig plus Eins Diskussion auf der Bühne stattfinden sondern letztendlich hat der Sport auch mehr verdient.

00:32:17: und das haben wir mit Sport Marke Medien gemacht.

00:32:19: und das zweite ist dieses Ökosystem funktioniert ausgewogenen Balance zwischen den verschiedenen Stake-Hollern.

00:32:28: Das haben wir ganz bewusst in den Namen auch zum Ausdruck gebracht, Sportmarke Medien weil das sind die drei Bereiche, die wichtigste.

00:32:35: in der Mitte steht letztendlich dann immer der Athlet, letztendling auch der Zuschauer.

00:32:39: aber es braucht den Sport und es braucht die Marke.

00:32:43: Das ist das Sauerstoff, das finanzielle Commitment der Wirtschaft und letztendlings die Medien, die das Ganze auch wieder dreiter transportieren.

00:32:52: und deswegen ist uns auch ganz wichtig dass dass wir bei Sportmarke Medien eine gute Balance der einzelnen Teilnehmer haben und wir definieren uns nicht über Größe, sondern über Qualität.

00:33:03: Und so haben wir vor zwei Jahren angefangen.

00:33:04: Wir werden dieses Jahr die Location noch mal wechseln.

00:33:07: Wir haben angefangen zusammen mit der ISPO, der damals führenden Sportartikelmesse, die es leider nicht mehr gibt, das zusammenzumachen.

00:33:16: Und jetzt entschieden in diesem Jahr in München aus dem House of Communication das Haus auf Sports zu machen und werden am dreißigsten Elften, am ersten zwölften in München wieder die Welt des Sports zu Gast haben um letztendlich gemeinsam die Zukunft des Sports besprechen.

00:33:30: Und hoffentlich auch aktiv zu steuern.

00:33:33: Genau im House of Communication haben wir selbst eine Podcast-Folge aufgezeichnet.

00:33:38: Die Location ist sehr beeindruckend aber auch auf der ISPO auf dem Gelände.

00:33:43: ich war die letzten beiden Male vor Ort das war sehr spannend und Stichwort Qualität du hattest ja auch Uli Hönes zu Gast Und er hat wirklich frei und offen, wie man ihn kennt mit Humor aber auch wirklich meinungsstark seine Argumente gebracht.

00:34:00: Wie schaffst du es ein Oli Hönes oder wie schafft ihr es einen Oli-Hönes davon zu bezeugen eure Bühne zu nutzen?

00:34:06: Und dann auch in aller Transparenz den Diskussionspunkten zu folgen.

00:34:12: Wichtig

00:34:13: ist ich bin hier nur stellvertretend für ein großes Team allen voran natürlich Hans will die Brockers für die ESB Aber auch unser gesamtes Team vom Management-Team über alle, die letztendlich in dem ESB-Kontext mitmachen.

00:34:27: Das ist nur eine Gemeinschaftsleistung und es ist nie einer allein.

00:34:32: wir führen das.

00:34:33: wir machen im Jahr um die dreißig B to B Veranstaltung mal größere Formate, mal kleinere Format und letztendling ist bei uns immer nach dem Event auch vor dem Event und dass einer allein kann es nicht.

00:34:45: ich habe die Verantwortung übernommen vielleicht im Hintergrund ein bisschen die Fäden zu ziehen und die richtigen Kontakte zusammenzubringen, eben aus meiner Vita im Sportmedien- und Eventbusiness.

00:34:56: Aber letztendlich ist es das Team was dann gemeinsam mit unseren Partnern – man darf nicht vergessen hinter der ESB ist ein starkes Backbone mit sechshundertfünfzig Partnern und natürlich die ganzen Partner, die dann auch die Kongresse nutzen und dementsprechend auch

00:35:10: mit

00:35:10: bespielen und mitkuratieren.

00:35:12: Du hast in einem der Vorgespräche ja auch erwähnt dass du große Bühnen nutzt und dich da wohl fühlst.

00:35:19: Jetzt nehmen wir mal das Beispiel des Stolperns, also du bist in einer Karriere gestolpert.

00:35:26: Hast du auch Sorge dass man auch in die Zukunft gerichtet erneut stolpert?

00:35:30: und was unterscheidet?

00:35:31: Und das kannst du am Beispiel ESB oder einem anderen Beispiel auch benennen.

00:35:36: Was unterscheidet stolpert von wirklich Fallen!

00:35:38: Wir leben in einer Zeit wo man sehr gerne Fehlerkultur voran stellt um es vielleicht auch ein bisschen brei ist aber Die Realität ist, wir haben glaube ich in Deutschland nicht wirklich eine Fehlerkultur.

00:35:49: In Amerika gibt es die, jeder der da schon mal gescheitert was auch immer scheitern ist letztendlich dann, der wieder aufsteht wird im Endeffekt beglatscht.

00:35:59: In Deutschland ist das ganz schnell ein Stigma was einem versucht wird anzuheften zu sagen er ist gescheitert aber letztendling neue Dinge auszuprobieren.

00:36:07: Ich bin nebenher noch Partner in einem neuen digitalen Venture gegründet habe, um eine neue digitale Plattform zu schaffen die die Bereiche Sport, Tourismus, Freizeit und Event zusammenbringt.

00:36:21: Auch da ist man in einem stetigen Prozess ein neues Unternehmen eine neue digitalen Plattform im Stadt zu bringen.

00:36:28: auch da macht man seine Erfahrungen und die Lernkurve geht man hoch und mal runter.

00:36:33: Jetzt hast du ja vorhin angesprochen Richtung Jahresende habt ihr hier ein großes Event geplant.

00:36:36: House of Sports das ist auf jeden Fall hängengeblieben finde ich gut und markant.

00:36:40: Was sind denn aus deiner Sicht aktuell so die Themen, die gerade eben den Sport umtreiben mit dem ganzen Nebengeräuschen?

00:36:49: Über allem steht natürlich das Thema Technologie.

00:36:53: Digitalisierung hat einen enormen Impact auf Sportorganisation und auf dem Sport generell sowohl wie er ausgeführt wird also Richtung Performance Leistungsdiagnostik Analytics all diese Bereiche aber auch wie er konsumiert wird wie der Sport zum Fan kommt wieder Fan ihn erlebt, wie er ihn vielleicht auch nicht nur live sondern auch verlängert digital letztendlich verlebt.

00:37:16: Letztendlich auch die Verlängerung von der Sportstätte nach Hause.

00:37:20: es geht nicht mehr darum jetzt endlich einmal am Wochenende den Fan in Touchpoint zu kriegen sondern letztendlichen dauerhaften Touchpoint so schaffen zwischen einem Verein einer Liga oder was auch immer.

00:37:32: das sind die wichtigsten Themen die überall anstehen.

00:37:35: und dann aus der deutschen Perspektiven natürlich ganz wichtig die Reform des deutschen Sportsystems in allen Bereichen von Olympia-Bewerbungen über Spitzensportagentur bis zum Thema Sportgesetz.

00:37:48: Das sind die großen Themen.

00:37:50: und natürlich auch die Medienlandschaft verändert sich, wir haben immer die große Medienrunde bei uns auf der Bühne zu sagen wie verändert sich denn die Wertigkeiten von Sportrechten?

00:38:00: Wie verändern sich letztendlich auch der Konsum von Medien?

00:38:03: Wie verändert sich letztendinglich auch die Aktivitäten von Sponsoren?

00:38:08: Früher ging es um Branding.

00:38:09: Heute geht's vielleicht mehr um Content, um Datenpunkte, um Zugang zu Communities – das sind alles Themen die letztendlich der Sport-Ökosystem in Zukunft mitgestaltet.

00:38:19: Was muss ich denn aus deiner Sicht gerade bei der Rolle der Sportler verändern?

00:38:23: Also welche Rolle werden die zukünftig einnehmen?

00:38:26: Ist das eine andere als im Moment oder wie siehst du dieses Thema?

00:38:29: Das ist eine Frage, wie sich die Sportler aufstellen.

00:38:32: In Deutschland haben wir ja schon die Situation dass sich die Ausgelagert haben aus dem DSB letztendlich, weil sie sich wahrscheinlich nicht richtig vertreten gefühlt haben.

00:38:43: Das kann ich jetzt nicht beurteilen, da müsste man die Verantwortlichen fragen.

00:38:48: aber ich glaube wir kommen aus einer Zeit wo sich die Machtverhältnisse extrem verschoben haben.

00:38:54: heute hat natürlich über das Thema digitale Kanäle, über das thema Demokratisierung der Medienlandschaft Heute hat ein Athlet einen ganz anderen Power eine ganze Rolle stellen wird.

00:39:05: Wir wissen genau wenn ein Top-Spieler Messi letztendlich den Club wechselt, dann gehen die Fans eben mit.

00:39:11: Sie hängen nicht mehr an dem Club, sie hängen an dem Athleten und ich finde da lässt sich für jede Sportart und für jede Spottlerin und Sportler dementsprechend auch was rausnehmen.

00:39:20: Heute müssen Sportorganisationen auch Medienhäuser sein und letztendlig ihre eigenen Kanäle steuern um

00:39:26: bespielen.".

00:39:27: Das sehe ich ganz genauso denn heutzutage sind die Spitzen-Sportler egal welcher Sportart angehörig ja Person marken.

00:39:36: Das kennen wir natürlich extrem bei Messi, Ronaldo und anderen im Fußball.

00:39:40: Und beispielsweise nehmen wir mal die letzte Sportmarke Medien.

00:39:44: da habt ihr ja auch über das Thema Baller League, Icon League und Kings League gesprochen.

00:39:49: Das ist ja auch ein typisches Beispiel wo es um Community Building geht.

00:39:53: Vielleicht noch eine Frage wo's doch nochmal um die Verbände oder die Vereine geht?

00:39:58: Mir ist immer aufgefallen vor allem bei einem Auslandssemester in Kalifornien damals in Los Angeles Wie anders und moderner damals schon Sport, vor allem im Tennis interpretiert wurde.

00:40:09: Einfach moderner an der ganz anderen Zielgruppe ausgerichtet.

00:40:13: Siehst du das heute besser als vor zehn, fünfzehn Jahren sind wieder besser aufgestellt?

00:40:19: oder sagst du oh man da sind noch viel Hausaufgaben vor uns zu erledigen?

00:40:24: Ich glaube wir müssen diese Diskussion wie vorher erwähnt zwischen den Traditionalisten und den Innovatoren hinter uns lassen.

00:40:33: Es geht nicht darum entweder oder, sondern letztendlich kann man auch ein Sport in einem Entertainment- und Medienprodukt verwandeln ohne den Kern einer Sportart zu verlieren.

00:40:45: Und ich halte gar nichts von diesen Diskussionen entwederoder, sondern wir brauchen im Endeffekt für jede Sportart ein eigenes Playbook.

00:40:54: Jede Sportart hat eigene Spezifika ja aber es gibt auch viele Metriken, die gleich funktionieren letztendlich und da kann man sich viel von den großen Communities abschauen und in seine eigene kleine Community überführen.

00:41:10: Es gibt viele Sportarten, die glaube ich nach wie vor unterbewertet sind, die viel Potenzial haben.

00:41:18: aber dazu braucht es natürlich ein bisschen auch ein neues Mindset und dazu braucht's auch die Möglichkeiten sich neu aufzustellen braucht es auch neue Kompetenzen.

00:41:30: Nur weil man in der Vergangenheit eben über zwanzig Jahre in einer Sportart vielleicht über die Leistungssportkarriere, über die Trainer-Karriere ins System gekommen ist heißt das noch lange nicht dass man vielleicht in der Zukunft im professionellen Bereich Sportorganisation gut führen kann.

00:41:45: Vielleicht braucht's da neue Komvetenzen die vielleicht eher aus der Vermarktung, aus der Management und aus der Medienegge kommen?

00:41:51: Das sehe ich absolut gerade die neu gewonnene Transparenz für alle die irgendwie beteiligt sind kann natürlich auch überfordern sein für viele, die das vielleicht früher nicht gewohnt waren.

00:42:00: Sei es auf Sportler-Ebene aber natürlich vor allem bei den Vermarktern, die mittlerweile natürlich viel gläsener sind weil die Einnahmen öffentlicher werden und das Interesse ist viel höher.

00:42:11: Was denkst du aus deiner Sicht wird sich dein Zukunft auch noch verändern?

00:42:15: Hinsichtlich dessen dass ja die Transparenz nicht weniger sondern noch mehr wird?

00:42:18: also man wird ja egal auf welcher Seite man jetzt ist ihr noch transparenter und dadurch ja sich noch öfter rechtfertigen müssen, vielleicht sogar.

00:42:28: Ich würde es mal überschreiben mit change or be changed.

00:42:32: ich glaube dass wer sich heute nicht aufstellt für die Zukunft das er dann vielleicht auch irgendwann seine Daseinsberechtigung verloren hat und das gilt für große, kleine, vereinzelt für Team Sportarten.

00:42:47: man muss sich eben mit der Zeit weiterentwickeln und dazu gehören neue Wege zu gehen neue Zielgruppen zu erschließen, weil das Wichtigste im Sport ist ja immer noch junge Menschen in den Sport zu bekommen.

00:43:00: Und wenn Sie dann im Sportsystem Sinn hoffentlich in der Leistungssport-Karriere aber selbst wenn sie dann die klassische Drop-Aufphase im Leistungsport ist um die vierzehn, fünfzehn-, sechzehn Jahre dass sie dann trotzdem im System brauchen.

00:43:11: wir haben die alte Diskussion Stellenwert eines Trainers letztendlich auch da um etwas getan werden und selbst wenn Sie nicht da drin bleiben müssen Sie aber trotzdem mit dem Ökosystem bleiben Weil nur mit dem starken Unterbau kann natürlich auch das, was wir dann immer erleben jetzt bei der Fußball-Wertmeisterschaft in USA gezeigt wird.

00:43:31: Nur mit einem starken Unterbau können solche Systeme

00:43:34: funktionieren.".

00:43:35: Jetzt hast du von Weiterentwicklung gesprochen?

00:43:38: Der Sportarten, der Stakeholder.

00:43:41: und um den Kreis zu schließen – es geht ja auch um dich!

00:43:45: In Anbetracht der Zeit würde ich doch noch mal abschließend fragen wollen… Hast Du Dich

00:43:49: denn?!

00:43:50: weiterentwickelt.

00:43:51: Hast du bestimmte Dinge wirklich bei Seite geschoben, wo du sagst das funktioniert so als Sportmanager heute nicht mehr was vielleicht damals funktioniert hat und vielleicht magst du uns dann Beispiel geben?

00:44:02: Ich war immer bemüht mich weiterzuentwickeln und war auch immer offen letztendlich dann neue Herausforderungen dann entsprechend anzunehmen.

00:44:10: ich habe ganz bewusst meine Coaching Ausbildung gemacht nicht um als Coach zu arbeiten sondern weil dass Führung sich verändert und das auch Beratungs sich verändert.

00:44:22: Vor allen Dingen im Führungsbereich ist die Zeit einfach vorbei, dass der Chef am Montag reinkommt und die Lösung vorgibt, sondern es geht darum den Lösungsweg gemeinsam zu definieren.

00:44:33: Und auch in der Beratung letztendlich geht's nicht mehr um eine klassische Expertenberatung, sondern um ne Prozessberatungen.

00:44:39: Deswegen war mir das wichtig, einfach da auch nochmal ne Expertise, ne Kompetenz aufzubauen weil wir reden heute alle über Transformation, über Change, über geil diese prozessualen Dinge.

00:44:52: Aber dazu muss man natürlich auch das richtige Mindset haben weil ohne das Mindset funktioniert es nicht.

00:44:57: und gerade Transformation ist eigentlich nur ein technischer Prozess, is' auch ein kultureller Prozess.

00:45:03: Und es gibt den alten Spruch von Peter Drucker Culture eats strategy for breakfast und der hat er absolut Gültigkeit.

00:45:11: Danke die Florian.

00:45:12: Spannende Einblicke und auch würde ich sagen sehr treffender Schlussgedanke.

00:45:18: Bei ähnlicher Stelle habe ich zuletzt, glaube ich die Fünfzig-plus-Eins-Frage nochmal gestellt.

00:45:21: Das würde ich heute nicht mehr machen!

00:45:23: Jetzt kommen.

00:45:23: hast du diese schon angeteasert?

00:45:26: Okay vielleicht noch in ein zwei Sätzen natürlich.

00:45:28: wir lösen jetzt das Problem.

00:45:30: Was hältst Du von der Fünfzig Plus Eins Regel innerhalb Deutschlands?

00:45:32: Muss sie fallen oder darf sich bestehend bleiben?

00:45:36: Ich glaube was ich persönlich davon halbe ist gar nicht so relevant.

00:45:39: Ich würde mich mal auf die Fakten beziehen und das erste ist Level Playing Field Und dazu sind wir eben in Deutschland nicht gut aufgestellt, solange es da noch Unterschiede gibt zwischen Clubs die vielleicht große Anteilseigner haben Leverkusen Leipzig all diese Themen.

00:45:56: Da müssen wir dann mal gleiches gleiche Verhältnisse schaffen.

00:45:59: das ist das erste weil wir einfach mit ungleichen Gewichten spielen.

00:46:04: und das zweite ist wenn wir die Distanz die die kommerzielle Distanz von den Einnahmen zur Bremer League weiterentwickeln wollen oder verkürzen wollen und dementsprechend auch Geld ins System bekommen.

00:46:16: Und dann vielleicht auch einen gewissen kompetitiven Ausgleich zu schaffen, dass nicht immer der gleiche Club in Deutschland Meister wird?

00:46:24: Dann braucht es eine Veränderung!

00:46:26: Ich glaube, der Hebel wäre gegeben über die Lösung von Fünfzig plus Eins ohne – letztendlich das, was ich vorhin schon gesagt habe – nur weil ich den WG verliere, ich nicht die Kultur und den Kern des deutschen Fußballs.

00:46:41: Perfekt, das ist eine sehr substanzielle und recht knappe Antwort.

00:46:46: Ich möchte schließen mit einer Frage die dich noch mal als Mensch beleuchtet wenn der einfache Fan Florian jetzt neben mir ein Skirennen einen Formel eins rennen oder ein spannendes Tennis Match anschaut und es ist Pause.

00:47:01: man kommt so uns plaudern.

00:47:03: was für Menschen habe ich dann vor mir?

00:47:05: Was macht Dich aus?

00:47:06: Was zeichnet Dich Aus?

00:47:07: Und nimm uns doch mal abschließend mit was den Kern deiner Interessen auszeichnet.

00:47:17: Was dazu geführt hat über dreißig Jahre in diesem Business, dass sich Sportveranstaltung leider nicht mehr neutral wahrnehmen kann?

00:47:26: Wenn du meine Frau fragen würdest kommt immer irgendein Kommentar über Logopresenz oder über sonstige Darstellungen.

00:47:33: das gelingt mir nur sehr schlecht nicht die professionelle Brille aufzuhaben.

00:47:37: deswegen Wenn es nicht notwendig ist, nach so vielen Jahren, wo ich viele Wochenenden in Sportveranstaltungen auf Events verbracht habe bevorzuge es mittlerweile allein auf den Berg zu gehen oder mit meiner Frau auf dem Berg zugehen und eben ganz anderen Blick auf die Welt zu haben.

00:47:54: Und Berge führen immer dazu dass man auch sehr demütig wird.

00:47:58: und gerade wenn man sein Leben lang in dieser Glitter- und Glamourwelt Formel I Sport Event verbracht hat dann ist Demut manchmal ganz gut angebracht.

00:48:08: Dann Florian, danke dir für die vielen tollen Einordnungen und jetzt auch noch für den netten Schlusssatz.

00:48:13: Schön, dass du bei uns zu Gast warst!

00:48:14: Ich danke euch, es hat viel Spaß gemacht!

00:48:16: Herzlichen

00:48:16: Dank!

00:48:21: Wenn euch die Folge gefallen hat und natürlich auch die anderen von Rocky Talks...

00:48:24: ...dann dürft ihr uns gerne bewerten

00:48:26: auf

00:48:26: Spotify, bei Apple-Podcasts und überall sonst

00:48:30: wo Und über was möglich ist.

00:48:31: lasst ein Kommentar da und natürlich einen Like und wie Rami schon gesagt eine tolle Bewertung.

00:48:36: Wir freuen uns das ihr mit dabei wart' und gerne bis zum nächsten Mal.

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