#17 Stefanie Maier: Von „Irgendwas mit Medien“ zur Süddeutschen Zeitung

Shownotes

Von der Lüneburger Heide in den 26. Stock der Süddeutschen Zeitung: In dieser Folge von Rocky Talks sprechen wir mit Stefanie Maier, Head of Events and Partnerships bei der Süddeutsche Zeitung Digitale Medien GmbH.

Nach einem abgebrochenen VWL-Studium zog Stefanie auf eigene Faust nach Berlin, absolvierte beim Tagesspiegel eine Ausbildung und etablierte sich mit Ehrgeiz, Fleiß und einem ausgeprägten Gespür für Menschen und Projekte in der Medienbranche. Über Egmont Ehapa führte ihr Weg schließlich nach München.

Für ihre neue berufliche Aufgabe zog sie gemeinsam mit ihrer Familie in eine Stadt, in der sie niemand kannte. Nur wenige Monate später begann die Corona-Pandemie und das Management der Veranstaltungen, eine der zentralen Aufgaben, fielen weg.

Wir sprechen über den Umgang mit Unsicherheit, Karriere ohne abgeschlossenes Studium, mutige Neuanfänge, Führung, Perfektionismus und den Druck großer Live-Events. Außerdem geht es um Qualitätsjournalismus, Live-Formate, digitale Medien und künstliche Intelligenz.

Ein Gespräch über Veränderung, Haltung und den Mut, weiterzugehen, wenn der ursprüngliche Plan plötzlich nicht mehr funktioniert.

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LinkedIn: Stefanie Maier

Credit

Hosts: Berti Schötterl, Ramy Nasser Produktion: Ramy Nasser, Berti Schötterl, Estela Martinez Schnitt: Estela Martinez

Intro und Outro: Blaskovic - "Cowboy Stories"

Transkript anzeigen

00:00:17: Wir sind heute bei der Süddeutschen Zeitung im Headquarter und ich denke Berti, im sechsohnzwanzigsten Stock waren wir noch nie.

00:00:26: Und was mich sozusagen hier absolut cash.

00:00:30: und die Hörer wenn ihr diesen Blick hättet über die Skyline von München ins schöne Grün und mit Blick über die Alpen.

00:00:38: Jetzt frage ich unseren Gast, die liebe Stefanie Meier, Head of Events and Partnerships Wohin schaust du denn am liebsten, wenn du in diesem eindrucksvollen Raum verweilen darfst?

00:00:51: Tatsächlich schau ich am Liebsten in die Stadt.

00:00:54: Ich weiß dass viele immer in Richtung Berge schauen aber ich schau gerne in die Stad, weil ich das Urbane und dieses lebendige sehr, sehr gerne mag.

00:01:03: mein Büro ist allerdings eher Richtung Autobahnsite und zur Allianz Arena also auch das ist ein schöner Ausblick.

00:01:10: aber wenn ich es aussuchen kann Da sind auch die besten Sonnenuntergänge, kann ich auch empfehlen.

00:01:14: Je nachdem wie lang wir hier heute sitzen ist es auf jeden Fall der Stadtblick.

00:01:18: Perfekt!

00:01:18: An einem Freitag Nachmittag die Sonne strahlt und wer auch strahelt ist der liebe Berti und sein Notizblock im Glanze der Sonne.

00:01:27: Lieber Berti du bist wahrscheinlich gut vorbereitet?

00:01:28: Auf jeden Fall, Stephanie wir freuen uns sehr, danke dass du uns eingeladen hast, wirklich tolles Ambiente hier.

00:01:33: Ich mag die Alpen, ich bin ganz überrascht das man sie so gut von hier aus sehen kann.

00:01:37: Lass uns... Direkt reinstarten mit deiner Geschichte, Stephanie.

00:01:41: Wie ging's bei dir los?

00:01:42: Nimm uns mit!

00:01:42: Fangen so früher an wie du möchtest.

00:01:44: Also mein herzlichen Dank.

00:01:46: ich freue mich sehr mit euch hier zu sein und in diesem wunderschönen Raum mit euch das Gespräch zu führen.

00:01:52: Ich bin nicht gebürtige Bayerin.

00:01:54: Ich komme aus Niedersachsen aus der schönen Lüneburger Heide.

00:01:59: Das ist alles andere als hügelig sondern sehr flach.

00:02:02: und genau bin da als Einzelkind aufgewachsen, habe da mein Abitur gemacht und hab in Bezug auf das Gespräch sogar auch noch mal ein altes Jahrbuch rausgekramt.

00:02:13: Und habe auf die Frage was ich später mal machen möchte reingeschrieben irgendwas mit Medien könnte vielleicht heute noch spannend werden genau und habe mein Abitor gemacht und dann relativ schnell beschlossen eigentlich dass sich keine Pause mache sondern dass sie studieren möchte.

00:02:32: Ja, der Numerus Klausus.

00:02:34: In Deutschland macht es ja manchmal nicht so ganz einfach tatsächlich in Würzburg gelandet mit einem VWL-Studium was sich eigentlich schon nach dem ersten Semester als nicht so gute Entscheidung herauskristallisiert hat weil mit so drei vier fünf Punkten in Mathe war das nicht die allerbeste Idee genau und bin dann erst mal wieder kurz zu Hause eingestiegen.

00:02:58: Lass uns noch mal auf deine Schulzeit zurückkommen.

00:02:59: Du bist da jetzt erst sehr schnell drüber gegangen, Niedersachsen hatte ich noch nie wirklich Bezug zu außer natürlich mein Freund in Hannover besucht Da kann ich mich daran erinnern.

00:03:06: aber das war dann doch eher ländlicher wie ich es jetzt verstanden habe.

00:03:09: Wie hast du da deine Zeit so verbracht?

00:03:10: Das waren deine Hobbys Deine Interessen.

00:03:12: nehmen wir uns dabei mit.

00:03:14: Es ist sehr ländlich wirklich sehr behütet.

00:03:17: Ich hab immer gesagt dass sind überall den Achtzig Kilometer nach Hannover Nach Hamburg nach Bremen.

00:03:21: Also Soltau Ist genau in der Mitte.

00:03:24: Ich glaube viele kennen den Heidepark Soltao Da hat man auch sehr viel Zeit verbracht.

00:03:28: Ich habe viel Musik gemacht zu der Zeit, ich hab Saxofon gespielt und das mache ich immer noch in einer Big Band.

00:03:37: Wir hatten ein Pferd mit meiner Mutter war viel da in der Natur aber auch da schon viel unterwegs interessiert an Leuten, an Menschen gefeiert und habe da angefangen mit so bisschen der Leidenschaft zu schreiben, Gedichte zu schreiben.

00:03:56: Kurzgeschichten.

00:03:57: und genau habe da eigentlich wirklich so eine behütete Zeit gehabt und so eine schöne heile Welt wie man das immer ja so gerne tituliert und bin da einfach so unbedarft glaube ich durchs Leben gegangen und war viel feiern auch da schon und habe einfach glaube ich viel mit Menschen schon dazu tun gehabt.

00:04:23: Man muss ja sagen, jetzt in der Historie der bald knapp zwanzig Gäste bei Rocky Talks.

00:04:28: Dass wir so einige Gäst aus Niedersachsen haben und hatten?

00:04:32: Das ist tatsächlich bemerkenswert!

00:04:34: Und das zweite, der Satz irgendwas mit Medien lieber Berti den hast du ja auch schon öfters gehört – und ich glaube davor noch nie

00:04:40: oder?!

00:04:40: Nee, davor ja selten aber jetzt umso mehr.

00:04:42: seit ich dich kenne hat sich so entwickelt.

00:04:45: Wie würdest Du denn vielleicht….

00:04:46: Du hast die ländliche Region in Niedelsachsen angesprochen Die Menschen vergleichen mit denen, die du hier in Süden Deutschlands und Bayern kennengelernt hast.

00:04:55: Sie sind... Und das Wort soll jetzt gar nicht dispektierlich sein.

00:04:59: einfach und einfach meine ich aber nicht, dass sie rückständig sind oder so überhaupt nicht.

00:05:04: Es war alles sehr unkompliziert.

00:05:07: ja man es war sehr dörflich.

00:05:09: sollte aus einer Kleinstadt herum waren viele Dörfer auf den Schützenfest gefeiert wurden.

00:05:15: Es waren viele Dorffeste Es war eine ruhige Zeit.

00:05:20: Es waren nicht kompliziert, es gab wenig Streit oder Diskussionen.

00:05:25: Man hat einfach so ganz entspannt sein Leben gelebt.

00:05:28: zu der Station wo die anders lief und zwar Berlin kommen wir sicher später noch.

00:05:33: wenn ich das jetzt mit Bayern vergleiche ist das schon wirklich ein deutlicher Unterschied muss man sagen.

00:05:39: also so'n dass Nord-Süd Gefälle würde ich da absolut unterstreichen.

00:05:43: Ich schätze an Bayern dem südlichen Teil Deutschlands, die Offenheit.

00:05:51: tatsächlich dieses gesellige Biergartenkultur würden wahrscheinlich auch sehr viele unterstreichen.

00:05:57: Das gibt es in Norddeutschland nicht so.

00:05:59: man ist eher ein bisschen unter sich in kleineren Kreisen wie gesagt einmal auf den Festen und das war was so dieses offene Gesellige was wirklich einen ganz ganz ganz großer Unterschied ist aber witzigerweise eigentlich meiner DNA viel mehr entspricht und was ich eigentlich viel schöner finde.

00:06:16: Und ich merke jetzt auch, wenn ich regelmäßig oder so regelmäßig ist es gar nicht mehr zu meinen Eltern fahre dass es schon ein deutlicher Unterschied ist und das ist ruhiger.

00:06:25: Es ist schon noch mal deutlich ruhig weil einfach auch viel weite da ist muss man auch sagen nicht viel besiedelt.

00:06:31: genau über das thema dna oder was dich ausmacht.

00:06:34: insbesondere nach dem podcast Sagen uns hinterher die gäste dass sie auch so intensiv lange nicht mehr über ihr leben reflektiert haben und stellen dann immer wieder fest, dass es wirklich prägende Momente aus der Kindheit oder aus den Teenagerjahren gibt.

00:06:49: Jetzt mal zu dir kommt sicherlich wird's kein prägendem Moment gegeben haben im Briefkasten wo eine Zeitung verkauft wurde oder im Briefkästen die Süddeutsche irgendwo aufzufinden war aber gab's doch vielleicht irgendwo den Moment wo du gesagt hast Mensch das Thema Medien da hat mich schonmal das erste Mal irgendwie gepackt.

00:07:09: Ich glaube, ich kam eher über diesen Glamour-Faktor.

00:07:12: Das war's er!

00:07:13: Also ich habe mit Medien wahrscheinlich die ganze Bandbreite gemeint in dem Moment wo ich es ins Jahrbuch geschrieben habe also von Fernsehen, Radio, Funk und TV Und hab glaub' ich eher so in die Richtung gedacht dass sich vielleicht mal eine Moderatorin werde oder vielleicht ne Schauspielerin Und habe aber immer diese Faszination auch dafür schon gehabt und mich sehr damit beschäftigt, wie das funktioniert.

00:07:41: Was es da für Berufsbilder gibt – wie man da reinkommt ganz klassisch, wie man fußfest also die ganze Branche.

00:07:47: Ich mache sie jetzt mal sehr groß ja nicht nur auf Zeitungen und Zeitschriften sondern eben auch TV-Radio hat mich schon wahnsinnig fasziniert weil es vielleicht aus der Kleinstadt kommt natürlich so ein bisschen eine große weite Welt Gefühl verbreitet hat und irgendwie so eine gewisse gewisse Faszination.

00:08:08: Hattest

00:08:08: du Vorbilder in der Zeit?

00:08:11: Ich war immer sehr Mainstreamig eigentlich, fand alles.

00:08:14: ich habe wirklich alles konsumiert bravo Mädchen.

00:08:18: also schon viel Zeitschriften hab die Bravo-Hits rauf und runter gehört hab mich damals schon viel mit Mode beschäftigt hab schon immer selbst im Leidwesen meiner Eltern bin sich immer nach Hamburg gefahren mit meiner Freundin auf der Mönkebergstraße eingekauft und kam tütenweise nach Hause.

00:08:35: Genau, ich hab einfach immer geschaut was ist Trend?

00:08:39: Was ist Spannend?

00:08:40: Was passt zu mir?

00:08:41: Und habt das gar nicht so eng gefasst tatsächlich?

00:08:44: Sondern die große Bandbreite fand ich super spannend!

00:08:49: Ich glaub' ich war schon wirklich auch so Boygroup-Fan muss ich sagen.

00:08:53: Jetzt

00:08:54: hast du vorhin kurz erwähnt im Abi-Jahrbuchstand irgendwas mit Medien.

00:08:58: Wie kam das denn zu Hause an?

00:08:59: Weil ich denke, dass es bei vielen schwieriger ist, darüber zu bringen.

00:09:03: Außer natürlich gab's schon eine gewisse Affinität.

00:09:05: Ja, erzähl mal dazu was!

00:09:07: Also meine Eltern waren oder sind wahrscheinlich immer noch wahnsinnig liberal.

00:09:12: Die haben alles mitgemacht.

00:09:14: Ich hab viele Partys zuhause gefeiert.

00:09:16: Ist auch mal das ein- oder andere kaputt gegangen.

00:09:18: Stand auch mal im Auto, in den Nachbarsgarten... Was da nicht hingehörte.

00:09:22: Parties mit Boygroups wie Backstreet Boys

00:09:24: und Tech Fertes.

00:09:26: Das wäre der Traum gewesen, im Kopf auf jeden Fall.

00:09:29: Real waren sie nicht da.

00:09:32: Die waren immer superloyal und haben mir sehr vertraut, muss ich sagen.

00:09:35: Sie hatten das Gefühl, egal was ich mache oder wie viel ich unterwegs bin oder welche Entscheidung ich treffe, dass man sich auf mich verlassen kann.

00:09:43: Das war ein wichtiger Punkt.

00:09:45: Waren da offen vielleicht einen kurzer Exkurs an der Stelle wo sie ein Veto eingelegt haben?

00:09:50: Ich hatte mir kurz überlegt zum Thema weite Weltflugbegleiterin zu werden hatte auch die Zusage bei der Lufthansa für Langstreckenflüge und hat mich da auch in der weiten Welt gesehen, jetzt nicht in der Medienweitenwelt sondern in der großen Weitenwelt.

00:10:06: Und da haben sie tatsächlich einen Veto eingelegt.

00:10:08: Sie haben gesagt, Stefanie überleg dir das mal ob das wirklich das Richtige ist für dich?

00:10:13: Und ob du dich jetzt dafür durchs Abi... gequält hast oder ob nicht vielleicht was anderes richtig wäre.

00:10:18: Aber

00:10:18: schau mal, Indirekt hat sich ja der Kreis geschlossen weil du hast viele Veranstaltungen und Partys gemacht.

00:10:24: Heutzutage machst du unter anderem SZ Wirtschaftskipfel, SZ Nachhaltigkeitsgipfel oder verschiedene thematische Events sind ja am Ende auch gewissermaßen Businessparties.

00:10:35: also da ist dann doch letztlich das zurückgekommen was zu dir damals schon irgendwie auch erhofft hast.

00:10:42: Ja genau, die Kongresse habe ich ja lange gemacht.

00:10:44: Die haben wir jetzt ein bisschen umstrukturiert.

00:10:47: aber was geblieben ist und was immer größer wird sind tatsächlich unsere redaktionellen Events, unsere Leserinnen-Events, unser Festival, unsere Medienpartnerschaften für die ich auch zuständig bin.

00:11:00: das bedeutet wenn wir als Süddeutsche Zeitungen mit Institutionen, Häusern, Veranstaltungsreihen etc.

00:11:08: kooperieren da bin ich auch sehr viel unterwegs.

00:11:10: das ist die andere Seite genau und da schließe sich der Kreis auf jeden Fall

00:11:15: Genau!

00:11:16: Da kommen wir nachher ja doch genauer drauf zu sprechen.

00:11:19: Dann bist du nach der Schule in das Studium gegangen.

00:11:23: Was hast Du dann studiert?

00:11:24: Wofür hast Du dich entschieden?

00:11:26: Da greife ich kurz auf VWL.

00:11:28: in Würzburg habe ich schon mitbekommen.

00:11:30: Aber wie und warum VWL, nachdem irgendwas mit Medien eigentlich das Ziel hätte sein sollen?

00:11:35: Wie kamst du auf diesen Studiengang?

00:11:36: Ja, das frage ich mich ehrlicherweise heute auch noch.

00:11:39: Und das war wahrscheinlich auch der Grund, warum ich ihn nach zwei Semestern wieder abgebrochen habe.

00:11:43: Okay, das wäre die

00:11:43: nächste Frage gewesen.

00:11:45: Genau!

00:11:45: Ich hab kurz damals gedacht, ah BWL schadet ja nicht kann man immer gebrauchen.

00:11:50: Das war ja damals ein bisschen die Haltung jetzt ist es auch schon ein paar Jahre her und dachte sowas Grundsolides, das kann man war der Studiengang BWL überall so voll.

00:12:02: Und dann dachte ich, VWL ist ja relativ ähnlich.

00:12:05: Jeder, der sowohl das ein als auch das andere studiert hat weiß, dass es nicht so ist.

00:12:08: und genau habe dann wirklich eigentlich nach zwei Semestern beschlossen, dass das nicht der richtige Weg ist.

00:12:17: Ausschlag geben wir.

00:12:17: Matte wie vorhin schon?

00:12:20: Statistik und Matte!

00:12:21: Ich saß in der ersten Vorlesung mehr oder weniger am ersten Tag und hab gedacht oh mein Gott nein, das kann nichts werden.

00:12:30: Netter Kommilitone mit Nachhilfe versucht, aber hat ehrlicherweise mir auch den guten Ratschlag gegeben.

00:12:35: Da müssen wir gefühlt in der achten Klasse anfangen – jetzt mach ich's schlimmer als es ist – und hat mir ein bisschen auch dem guten Hinweis gegeben da noch mal ein bisschen zu überlegen ob das der richtige Studiengang

00:12:46: ist.".

00:12:47: Dann ging's ja weiter.

00:12:48: Das heißt du musstest dich schnell umorientieren.

00:12:50: wie ging's weiter?

00:12:53: Ja, das war schon einen Einschnitt muss ich sagen weil der Weg bis dahin sehr gradlinig war mehr oder weniger gut durch die Schule gekommen bin.

00:13:01: Und das war schon der erste Moment, wo man eine Entscheidung trifft wie ich bin ja auch mit quasi Sack und Pack nach Würzburg gezogen hatte da eine Wohnung also da das erste Mal die Zelte abbrechen war schon so ein erster Einschnitt, der mich auch kurz mal hat durchatmen lassen muss ich sagen und dann kurz nochmal wieder zu meinen Eltern gezogen.

00:13:24: Ich hatte dabei eigentlich auch das Glück dass meine Mutter auch immer sehr pragmatisch und sehr nach vorne gerichtet ist.

00:13:32: Und hat eigentlich gesagt, hey sag mal willst du nicht nach Berlin gehen?

00:13:39: Da gibt es doch super viel Möglichkeiten!

00:13:41: Ich habe auch im Studium in den zwei Semestern eine sehr gute Freundin da kennengelernt und sie meint einfach mal zieh doch mal nach Berlin, machst ein Praktikum und dann schaust Du mal wo die Reise hingeht.

00:13:54: Und dem war auch so.

00:13:55: Ich bin dann eigentlich genauso mutig, wie ich nach Würzburg gezogen bin, dann nach Berlin gezogen, kannte eigentlich niemanden.

00:14:04: Bin im Wedding gelandet, auch kein so richtig schönes Viertel, vor allen Dingen nicht als junge Frau da viele verrückte Situation an der U-Bahn gesehen – auch viel Drogen, auch komische Situation und hab' dann da quasi das erste Praktikum Im weitesten Sinn in den Medien angefangen und zwar einer kleinen Buchhandlung mit eine Ausstellung unter den Linden.

00:14:31: Und bin da eingestiegen!

00:14:33: Ich muss gerade bei Wedding dran denken, dass ja Berlin so oft verschiedene trendige Stadtteile hat... ...und dann sagte jemand mal zu mir und ich habe in dem Jahr auch in Berlin im Prenzlauer Berg gewohnt das Wedding jetzt auch Trendy sein.

00:14:47: Da hab' ich mich immer gefragt wie und wer das so definiert warum welche Stadtteil in Berlin Trendy ist?

00:14:52: Das nur am Rande trägt jetzt nicht so richtig inhaltlich zum Podcast bei.

00:14:56: Aber vielleicht kannst du es beantworten?

00:14:58: Ich kann's nicht beantwortet, weil das bis heute nicht so ist glaube ich.

00:15:00: Also ich bin immer noch regelmäßig im Berlin und ich glaube, Wedding ist immer noch kein trendiger Stadtteil.

00:15:05: Ich glaub man sucht einfach den Stadtteil der noch nicht ganz so gentrifiziert ist ja wo nicht alle möglichen Townhouses gebaut sind und das ist im Wedding der Fall und wo es einfach eine sehr große Durchmischung der Bevölkerungsschichten gibt.

00:15:17: Aber als Trend würde ich das auch immer noch nicht bezahlen.

00:15:20: Ich habe

00:15:20: das identisch betrachtet und schön, dass du das dann so bestätigst.

00:15:24: Das heißt, du hast jetzt in Berlin angefangen Fuß zu fassen und nimm uns doch mal mit wie dann sozusagen die nächsten Schritte ausgesehen haben?

00:15:33: Genau also das Praktikum in der Buchhandlung was ganz spannend war.

00:15:36: da war eine Ausstellung angeschlossen und ich hatte damals schon einen älteren Chef der von uns verlangt hat, dass wir eigentlich zwei oder dreimal die Woche irgendetwas Kulturelles in Berlin machen.

00:15:46: Eine Führung eine Ausstellung besuchen ins Theater gehen und das war mein wahnsinniger Vorteil weil ich quasi einig innerhalb von drei Monaten Berlin kannte was es auf jeden Fall ein bisschen einfacher gemacht hat dazu wohnen.

00:15:57: und von da bin ich quasi über einen kurzen Zwischenstopp bei einem Architekturverlag wo ich als Lektorin sozusagen gearbeitet habe.

00:16:08: im Praktikum war dann zum Tagesspiegel gekommen.

00:16:12: Ich würde sagen, das war dann der nächste oder wirklich für mich sehr große Schritt und habe mich dann da für die Ausbildung entschieden, die damals noch Ausbildungszeug Verlagskauffrau hieß – die hat mittlerweile auch einen neuen Titel – und auch das war nochmal eine Entscheidung zu sagen ich gehe jetzt diesen Schritt!

00:16:32: Ich hab jetzt zwei handfeste Praktika gemacht schon in dem Bereich.

00:16:36: es ist das Richtige... Praktisch arbeiten.

00:16:41: Ich möchte da jetzt einsteigen, Medien oder Verlag fühlt sich für mich richtig an.

00:16:48: Ich brauche jetzt wieder was Festes.

00:16:50: ja ich brauch wieder eine Basis auf der ich aufbauen kann und hatte dann eben das Glück die Ausbildung anfangen zu können.

00:16:58: Welches Jahr war das?

00:17:00: Jetzt muss ich rechnen.

00:17:01: Zweitausendvier.

00:17:01: Zwei-tausend vier.

00:17:04: Genau!

00:17:05: Und war ja ein bewusster Schritt auch noch mal da ein Stück weit in die Schulbank zu drücken mit mit anderen, die auch eine Ausbildung machen.

00:17:12: Wie war die Zeit für dich?

00:17:14: Die war wirklich wahnsinnig prägend!

00:17:16: Ganz ganz vielerlei Hinsicht.

00:17:17: da kommen wir glaube ich auch gleich noch zu.

00:17:20: Mich hat es erst mal beruhigt und das war schon eben noch ein Punkt dass in der Berufsschulklasse in der ich war eigentlich auch alle Abitur hatten.

00:17:28: ja weil ich schon zu dem Zeitpunkt gedacht habe ach ne Ausbildung ist so standesgemäß und ist das richtig.

00:17:36: aber es waren eigentlich alles.

00:17:38: Ja, tolle gleichaltrige Jungs und Mädels mit Abitur.

00:17:42: Die ähnliche Wieter hatten ... Und ich hab quasi zu der Zeit das Verlagswesen wirklich von der Pieke an gelernt.

00:17:51: Als Auszubildende durchläuft man alle Bereiche von der Druckerei bis in die Personalabteilung.

00:17:58: Und ist überall ein ganz großes Mitglied dieses großen Verlachs auch ein Stück weit der Redaktion.

00:18:05: Ich hatte da das Glück immer schon tolle Projekte machen zu dürfen und immer sehr stark eingebunden geworden zu sein.

00:18:15: Man hat sehr an mich geglaubt, ich war da glaube ich auch schon relativ eloquent und habe die Dinge schon in die Hand genommen und vorangetrieben hatte da auch tiefen keine Frage aber es war wirklich einmal ein ganz klassisches Handwerkszeug was man gelernt hat und was eigentlich das Fundament meiner ganzen jetzigen Arbeit noch bildet

00:18:37: einer erfolgreichen und soliden Karriere im Verlagswesen.

00:18:42: Weil letztlich prägt das ja deine Karrieren, aber was glaubst du?

00:18:45: Was in so ner Rolle wie Du sie dann ausgeübt hast besonders war um wo musstest Du Dich besonders auch vielleicht hinein denken, hinein arbeiten einfach wirklich mit Fleiß das Handwerk lernen?

00:18:58: Ich glaube die ganz große Herausforderung oder andersherum was wichtig ist für die Arbeit in einem Verlag und vor allen Dingen ein Zeitungsverlag ist die Zusammenarbeit mit der Redaktion.

00:19:10: Wir haben die Trennung, Verlag und Redaktionen.

00:19:13: Die Redaktions arbeitet immer unabhängig.

00:19:15: Der Verlag ist dafür da ja Erlöse zu generieren, sei es über die Vermarktung, übers Abonnement, dass das Schiff der Tanker, der die RedaktION trägt in all seinen Servicebereichen.

00:19:30: Aber die Redaktion ist autark.

00:19:32: Und das muss man verstehen, dass es auch für Außenstehende oder auch wenn wir jetzt Kollegen haben, die bei uns neu einsteigen oft sehr ungewohnt, wenn man aus anderen Branchen kommt ja weil man da viel enger zusammen arbeitet.

00:19:44: Da gibt es oft keine natürlichen Hürden und ich will das nicht als Hürde bezeichnen aber... Die redaktionelle Unabhängigkeit ist ein wahnsinniges Gut was wir auch schützen damit sie eben auch frei arbeiten kann Und das habe ich da von Anfang an gelernt und es hilft mir jetzt sehr im Verständnis, wie Projekte laufen.

00:20:04: Wie man sie umsetzen kann, wie man zur Entscheidung kommt, warum es vielleicht mal einen Nein oder ein Veton gibt.

00:20:10: Und wichtig ist glaube ich eben auch zu verstehen, wie viele Bereiche es braucht – das gibt es natürlich auch in vielen anderen Unternehmen – aber eben täglich eine Zeitung zu publizieren die jeden Tag mit der gleichen Qualität erscheint.

00:20:23: und hab' ich eben von der gedruckten Zeitung gesprochen.

00:20:26: Jetzt haben wir natürlich auch diverseste Digitalformate, die immer einen perfekten Standard haben müssen.

00:20:31: Und das ist was man verstehen und lernen muss.

00:20:35: Heborg ist ja ein großen Wandel in den letzten Jahren und den nächsten wahrscheinlich umso mehr.

00:20:38: Glaubst du da, dass es dann ein Stück weit leichter noch den Einstieg zu finden?

00:20:41: Vielleicht war das sogar ein Stück weiter die Hochzeit von Zeitungen oder kamen die erst später?

00:20:45: Da bin ich zu unauffahren, könnt ihr mich gerne aufklären!

00:20:48: Ich bin doch glaube ich in einer sehr guten Zeit eingestiegen wo einfach das Printprodukt noch sehr, sehr stark war.

00:20:54: Digital kam erst es gab die Websites, es gab aber zum Beispiel noch keine Paywalls an der Stelle.

00:21:00: Es gab natürlich auch schon Newsletter, aber alles nicht so in der Form.

00:21:05: Das heißt diese gedruckte Zeitung hatte wirklich einen wahnsinnigen Wert und hat sie heute einfach noch sehr hohe Auflagen.

00:21:14: Ich bin da aber schon so in diese Digitalisierung gekommen.

00:21:16: ja ich weiß noch es gab eine Abteilungen Die ist damals Urbarn-Media und die waren Teil des Tagespiegels.

00:21:26: Und hat sich mit dem digitalen Produkt beschäftigt, das kann man heute gar nicht mehr vergleichen.

00:21:31: Die haben so ein bisschen Sachen auf der Seite gebaut, mal erste Newsletter... ...und alles noch in einem ganz alten Backend, ja?

00:21:39: In einem WordPress-Backend!

00:21:42: Das waren wirklich so die Anfänge.

00:21:44: Also der Fokus lag zu der Zeit eben noch sehr stark auf dem gedruckten Produkt.

00:21:48: Die Druckerei war da auch noch angeschlossen Aber diese Transformation hat da natürlich schon angefangen und gerade in Berlin, in einem sehr umkämpften Markt.

00:21:57: Es gibt ja durchaus noch andere Mitbewerber.

00:22:00: Musste man auch da schon sehr kreativ sein wie man eben seinen Standing und seine Reichweite und seine Auflage behält oder auch stärkt?

00:22:11: In den vielen Malen wo wir uns getroffen haben, haben wir tatsächlich soweit ich erinnern kann noch nie bei den Tagesschülern und deine Station dort drüber gesprochen Und jetzt auch gar nicht so viel über die Vergangenheit redend, aber dennoch interessiert es mich mal wie du heute auf dem Tagesspiegel schaust.

00:22:25: Auch in der Evolution der Jahre, wie sich das entwickelt hat und gab's vielleicht auch mal einen Moment wo du eine gewisse Schlagzeile oder gewisse Herangehensweise auch vielleicht mit deinem persönlichen Wertesystem vereinbaren konntest.

00:22:42: Ich glaube, wenn man in den Medien arbeitet, insbesondere für starke Marken muss man sehr dahinter stehen.

00:22:48: Das habe ich auch gemerkt, dass man sich damit identifizieren muss.

00:22:51: Mit dem Tagesspiegel habe ich mich immer absolut identifiziert.

00:22:55: Einfach eine sehr demokratische Stimme, auch in einer durchaus noch geteilten Stadt.

00:23:01: Das klingt komisch aber es ist so.

00:23:03: und im Osten war die Berliner Zeitung stark.

00:23:05: Es ist ja heute noch in der Tagespiegelsstand und steht immer für Westberlin.

00:23:10: Und wenn ich jetzt so drauf blicke, verfolgs nur im Rande.

00:23:14: Aber sie sind auch sehr weit mit ihren Produkten und Veranstaltungen.

00:23:19: Tagesspiegel Background als Vertical ist sehr stark in der Positionierung ihrer Persönlichkeiten.

00:23:29: Da haben Sie viel gemacht.

00:23:33: Es ist nicht leicht, wie gesagt in Berlin oder darüber hinaus eine starke Stimme zu bleiben oder überregional zu wachsen.

00:23:43: Ich habe mich wirklich immer identifiziert, muss ich sagen.

00:23:46: Es gab nie ein Störgefühl.

00:23:47: Wie

00:23:47: lange bist du dort insgesamt geblieben?

00:23:50: Das waren also mit der Ausbildung quasi sechs Jahre... Genau!

00:23:56: Ich bin eben nach der Ausbildung auch da geblieben.

00:23:58: Das ist vielleicht auch noch ein wichtiger Punkt.

00:24:01: Auch ganz bewusst und bin dann tatsächlich in die erste Roller eingestiegen, die dann quasi meinen weiteren Weg auch geebnet hat und bin da schon die ersten oder habe die ersten Projekte im Bereich Kundenbindung und Partnerschaften umgesetzt.

00:24:17: Wir hatten damals auch schon so ein erstes Abonnenten-Programm.

00:24:20: Da hab ich ganz viel gemacht und hab da dann quasi erstmal das Fundament gelegt eben für den nächsten Rollen.

00:24:27: Hattest du in der Zeit Personen, die du als Mentor bezeichnen würdest?

00:24:30: Oder Mentorinnen, die dich irgendwie dahin gebracht haben und wahrscheinlich gerade am Anfang die zur Seite standen?

00:24:38: Ja, es gab meine damaligen oder mein damaliger Chef und meine Chefin im Vertrieb.

00:24:43: damals waren sehr prägend.

00:24:46: Weil sie sehr streng waren, weil sie sehr gefordert haben, weil Sie eine sehr, sehr hohe Messlatte angelegt haben an die Arbeit.

00:24:56: Da hatte ich vielleicht sogar auch schon mal erste größere Stressgefühle ja, die man in der Ausbildung etwas weniger hat.

00:25:01: Weil immer jemanden hat da noch was kontrolliert, da ist man auf einmal verantwortlich.

00:25:05: Rückwirkend betrachten würde ich das als positiv bezeichnen, weil es mir beigebracht hat noch sauberer.

00:25:12: Noch detaillierter zu arbeiten nach Fehler Kultur umzugehen Dinge vielleicht etwas länger zu durchdenken aber sie trotzdem effizient umzusetzen.

00:25:22: da waren die beiden sehr sehr prägend.

00:25:25: dann gleich ist auch Momente gab die wirklich sehr stressig und anstrengend waren.

00:25:29: genau das ist ja tatsächlich auch was unsere Hörer durchaus interessiert wenn's stressig anstrent wenn es wirklich hart wird und wie man dann da aus wieder rauskommen kann, aus Krisen oder teilweise ja auch Schicksalsschlägen.

00:25:42: Alles Mögliche haben wir schon gehört und erlebt.

00:25:44: Wenn du jetzt die Jahre dort oder vielleicht auch danach betrachtest Wann wurdest denn mal rau?

00:25:49: Und Berlin ist ja auch durchaus dafür bekannte Raue statt zu sein Da hast Du sicherlich auch Erfahrungen gemacht

00:25:55: Könne ich jetzt Tausend Geschichten erzählen Aber vielleicht mal im beruflichen Kontext bleiben.

00:26:00: Ich habe's sehr schon angekündigt Die Entscheidungen, die Ausbildung zu machen und nicht zu studieren.

00:26:11: Das war eine bewusste aber eine durchaus schwierige, die mich im beruflichen Kontext sehr lange begleitet hat.

00:26:22: weil immer wenn man sagt oder man wird natürlich gefragt was hast du denn studiert?

00:26:26: das ist ein Klassiker ja dass es wie Smalltalk Frage zwei neben Wie geht's dir?

00:26:33: Was hast Du denn Studiert hatte ich immer so das Gefühl, ich muss mich da etwas durchwinden.

00:26:38: Die Ausbildung ist nichts wert oder reicht nicht für eine Karriere oder einen erfolgreichen Weg-Karrieres.

00:26:47: auch mal ein Wort aber für einen erfolgreichen Berufsweg braucht man dieses Studium.

00:26:52: und ich habe zu dem Zeitpunkt auch meine Freundinnen, meine Kusine die in Berlin lebt, die ihm alle studiert eigentlich alle Jura haben alle ewig lange viel Staatsexamen gelernt und ich war in der Ausbildung und hab gearbeitet.

00:27:06: Und habe das aber sehr bewusst entschieden, habe aber ganz oft damit zu kämpfen gehabt muss sich wirklich sagen weil man dann immer so ein Augenrollen bekommt und man neigt dann immer dazu das Erklären zu müssen und es finde ich wahnsinnig schade.

00:27:23: Aber das war sehr prägend und auch sehr lange muss ich sagen Wie ist es geschafft, das abzulegen?

00:27:30: Ist da irgendeine Stunde passiert in einem Event?

00:27:32: Darf ich vielleicht noch ergänzen denn gerade in den Medien ist das tatsächlich Standard.

00:27:37: Das ist wirklich so dass die allermeisten studieren.

00:27:39: also von daher kann ich mir definitiv auch vorstellen dass du dann auf... Ich will nicht sagen Ablehnung aber schon teilt.

00:27:47: man hat dann gesagt na gut okay das kann jetzt nicht das starke Profil sein währenddessen zum Beispiel in anderen Branchen Hospitality Hotellerie Ja, richtig gute Karrieren auch ohne Studium möglich sind.

00:27:59: Die Medien ja auch wie wir sehen?

00:28:01: Genau!

00:28:02: Danke.

00:28:05: Ich habe das mit wahnsinnig viel Fleiß und Ehrgeiz kompensiert.

00:28:09: Ich hab immer dann diesen Impuls gehabt.

00:28:11: ich leiste einfach noch mehr, ich beweise dass sich das kann nur weil ich ein Studium abgeschlossen habe sechs Semester wie auch immer Ist das nicht zwingt die Qualifikation, die es braucht um da erfolgreich zu sein?

00:28:26: Ich habe mir ein Gespür angewöhnt für Projekte.

00:28:29: Für Menschen.

00:28:30: wie interagiert Menschen miteinander?

00:28:32: wann sind sie die besten?

00:28:34: in ihrer Rolle war immer sehr gewissenhaft und hab quasi immer das noch mehr drauf gelegt.

00:28:39: Hast du denn eine konkrete Situation wo du das Gefühl hattest okay aufgrund dieser Tatsache dass ich kein abgeschlossenes Studium habe habe ich diesen Karriere Step in der Firma nicht bekommen oder in der Situation wurdest du benachteiligt?

00:28:53: Gott sei Dank bis heute nicht, muss ich sagen.

00:28:56: Also auch wenn man von außen drauf schaut und sagt, der Weg ist vielleicht nicht gradlinig weil er halt eben nicht in den klassischen Lebenslauf des Studium welcher Art auch immer hat, ist er trotzdem immer weitergegangen Und ich konnte das immer gut kompensieren... ...und auch Kompensieren ist ja auch schon, dann neigt man es schon wieder zu dem Wort.

00:29:16: Aber nee!

00:29:18: Ich habe immer Leute gehabt, die daran geglaubt haben.

00:29:22: Die mir eine Chance gegeben haben und dies vielleicht auch manchmal mit Vorschusslauer beherrschen.

00:29:26: Aber das konnte dann relativ schnell beweisen dass es Gott sei Dank die richtige Entscheidung war.

00:29:31: Ja ich glaube da muss man auch jetzt mal festhalten dass vor allem der corporate belt sicherlich gibt's auch Ausnahmen aber vor allem da das natürlich noch eine große Rolle spielt.

00:29:40: was habe ich studiert?

00:29:41: wie sieht mein CV aus?

00:29:43: Ich bin ja sehr ein Unternehmer bubble unterwegs.

00:29:44: wir haben viel mit Mittelstand zu tun.

00:29:46: Da spielt ist immer weniger eine Rolle weil es auch Nichts aussagt über die Fähigkeit, wie ein Mitarbeiter dann eine Aufgabe erfüllt.

00:29:52: Welchen Mehrwert er bringt.

00:29:53: aber jetzt bist du auch manchmal sich auf der anderen Seite um diese Dinge zu bewerten?

00:29:57: Wie Auszubildende sich geben und auch wie es dann ist wenn's darum geht Stellen zu besetzen.

00:30:03: Und da wirst du ja sicherlich auch dadurch

00:30:06: wie Du

00:30:07: deinen Weg gemacht hast auch einen anderen Blick drauf haben als vielleicht andere.

00:30:10: Genau absolut den kann man nichts hinzufügen.

00:30:13: aus meiner Perspektive Im Personalberatungsgeschäft ist das natürlich ganz wichtig ganz genau geachtet, weil wir bekommen ja Briefings und im Zuge dessen wird dann auch was das Thema Ausbildung, Studium und dann erste konkrete Schritte betrifft.

00:30:28: Dann auch eine Karrierechance nach vorne projiziert.

00:30:32: Jetzt hast du deinen Weg trotzdem oder vielleicht doch gerade deswegen gut bestritten?

00:30:39: Und wenn wir uns sozusagen jetzt den gegenwärtigen Jahren nähern wie wann denn die konkreten Schritte um dort hinzukommen wo du jetzt stehst?

00:30:48: Ich habe dann, nach der wirklich tollen und prägenen Tagesspiegelzeit bin ich zu ECMO & EHAPA gegangen.

00:30:56: Wenn man jetzt meine Augen sehen könnte würden sie hoffentlich leuchten weil das war eine wahnsinnig tolle Zeit für die dies nicht kennen.

00:31:02: ECMO&EHAPA macht.

00:31:03: Das lustige Taschenbuch Asterix, Wendy, Mickey Mouse und hab da das Glück gehabt eben in einen skandinavischen Konzern zu gehen.

00:31:13: es Wahnsinnig modern.

00:31:15: Es gab damals schon Großraumbüros, es gab Unisex-Touletten, es gibt Work-Life.

00:31:20: Balance ist ganz groß geschrieben worden und bin da quasi in eine ganz andere Welt gekommen sehr viel im Lizenzgeschäft gearbeitet mit Disney unter anderem die ja hier auch in München sitzen Und hatte da auch schon die ersten großen Projekte, die wir mit Disney umgesetzt haben Auch im Kundenbindungs-, Loyalty Bereich.

00:31:37: Es gabs so eine Talersammelnaktion wie man die von Ferrero kennt Und habe eben da gelernt, mit ganz anderen Zielgruppen zu agieren.

00:31:44: Es ist eine Kinderziel-Gruppe die man aber bekanntermaßen in der Werbung nicht direkt ansprechen darf.

00:31:50: ja das heißt man muss eigentlich immer über Eltern und Großeltern gehen.

00:31:55: also auch ein ganz spannender Fakt im Marketing eben auch an der Kundenbindung.

00:31:59: Die Comicfans sind wahnsinnig loyal.

00:32:02: jeder kennt glaube ich die Buchrücken Motive vom lustigen Taschenbuch.

00:32:05: Das war ne ganz spannende Welt Und hab da international auch gearbeitet.

00:32:10: Wir waren viel in Kopenhagen, vielen Malmö, haben die Projekte international und interdisziplinär durchgesetzt.

00:32:17: Das war wirklich ein spannendes Arbeiten, weil die Verlagswelt zu der Zeit eigentlich noch gar nicht so weit war.

00:32:23: Dieses offene Arbeiten über den Tellerrand hinaus.

00:32:27: Es war in den vorherigen Stationen eine sehr männerlastige Domäne muss man immer noch sagen, insbesondere im Vertrieb.

00:32:33: Da war es einfach sehr bunt!

00:32:35: muss man sagen, bunt in vielerlei Hinsicht sowohl von den Menschen als auch von den Themen.

00:32:40: Und genau bin da quasi im Bereich Kundenbindung und Abonnement ganz tief eingestiegen und habe die Dinge weiter vorangetrieben.

00:32:48: Jetzt wächst du bei vielen mit dem lustigen Taschenbuch auch Kindheitserinnerungen so auch bei mir.

00:32:52: Weißt Du bis zu welcher Numerierung das zum Schluss eigentlich ging?

00:32:56: Weil das waren ja ungezählige Bücher!

00:32:59: Ich erinnere mich auch an die Rückseite.

00:33:02: Das war schon was ganz Besonderes.

00:33:05: Also, das müsste ich wissen.

00:33:07: Aber es gibt... Es muss sich sagen seit neunzehntneunundsechzig erscheint alle vier Wochen ein lustiges Taschenbuch.

00:33:13: Jetzt könnten wir parallel mal rechnen.

00:33:15: Wahrscheinlich sind sie jetzt bei Ausgabe achthundert irgendwas.

00:33:18: Ja, können Sie's auch überschlagen?

00:33:19: Ja, ihr hätt' jetzt auch gesagt!

00:33:21: Und dann werden ja auch zahlreiche Jubiläen gefeiert.

00:33:24: Irgendeine Ente hat immer Geburtstag weil immer so bisschen der Tenor und Auch die Welt ist unendlich geworden.

00:33:32: Das kann man sich gar nicht vorstellen, ja?

00:33:33: Es gab gar keine lustige Taschenbuches, es gibt so viele Reihen mittlerweile weil das natürlich auch eine sehr kaufkräftige Zielgruppe ist muss man sagen.

00:33:41: Ja,

00:33:42: Comics sind wie du sagst auch ne loyale Gruppe und auch sehr vielfältig.

00:33:47: Es gibt ja auch in Asien das ganze Thema um Manga.

00:33:50: Manga

00:33:50: gehört auch zu Eggmont übrigens.

00:33:52: Genau!

00:33:52: Darauf wollte ich gerade zu sprechen kommen.

00:33:54: also es ist sehr bunt und vielfällig.

00:33:56: Wie lange hast Du dann dort verbracht?

00:33:59: Da hab ich quasi auch noch mal sechs Jahre verbracht, aber mit einer Unterbrechung.

00:34:03: Weil in der Zeit meine Tochter bekommen habe was ja immer ein einschneidendes Erlebnis ist positiv natürlich im Lebenslauf insbesondere als Frau muss man sagen Es wird immer liberaler Gott sei Dank Aber es ist trotzdem immer noch.

00:34:19: Ja man isst in Elternzeit.

00:34:21: Ich hab damals bewusst eine längere Elternzeit gemacht die sich jetzt wahrscheinlich sehr, sehr lang anfühlt.

00:34:27: Es sind bestimmt auch viele Kolleginnen die, das weiß ich auch kürzer, sich eine Auszeit nehmen.

00:34:33: Bei mir waren es knapp anderthalb Jahre.

00:34:35: Wenn man mich kennt dann weiß man dass ich so Dinge wenn ich sie mache mach ich sie richtig und mit so ganzem Herzen sowohl privat als auch beruflich.

00:34:43: da habe ich mich bewusst entschieden dafür meine Tochter dazu sein weil ich eigentlich die Information hatte, dass ich keine Kinder bekommen kann zu dem Zeitpunkt.

00:34:54: Und deswegen war das wirklich ein großes Geschenk muss ich sagen und es war eben auf einer privaten Seite auch ein einschneidendes Erlebnis so einen changing moment weil er so positiv war ja und quasi unerwartet und hab gesagt okay das soll so sein unter nehme mich raus und bin dann wieder eingestiegen hatte da aber auch immer auch schon wirklich tolle Chefs.

00:35:19: Ich merke gerade, ich hatte nur männliche Chefs bis jetzt.

00:35:23: Fällt mir grad so aufwendig das noch mal review passieren lasse auch spannend und bin dann wieder eingestiegen Dann aber auch wirklich schon wieder mit vielen Stunden ja also nicht klassisch die Teilzeit gemacht weil ich dann gesagt habe okay ich möchte den Weg weiter gehen ich hab mir jetzt die Auszeit genommen ich möchte einen Weg weitergehen.

00:35:42: Ja und dann kam wirklich die nächste große Veränderung, und zwar die Entscheidung nicht mehr in Berlin wohnen zu wollen.

00:35:51: Das hatte ganz unterschiedliche Gründe.

00:35:55: Im Privat gab es einige Veränderungen und Herausforderungen.

00:35:59: Und eigentlich war's mir total egal wo die Reise hingeht.

00:36:03: Es hätte glaube ich jede Stadt in Deutschland sein können und ist dann München geworden!

00:36:09: Das heißt, deine Tochter ist in Berlin geboren?

00:36:13: Ja.

00:36:13: Sie ist auch stolz drauf ne?

00:36:15: Es steht immer Berlinerin sozusagen in der Geburtsurkunde.

00:36:18: Das wird vielleicht noch mal relevant wenn sie achtzehn ist wahrscheinlich.

00:36:21: Das ist absolut toll und auch eine Hauptstädterin.

00:36:26: Genau!

00:36:27: Sehr schön.

00:36:28: Das heißt du kommst hierher nach München.

00:36:30: Ich weiß auch noch weil wir jetzt ja diesen schönen Ausblick haben als ich an der S-Bahn stand zwei gute Vorstellungsgespräche hatte und dann meinen Mann angerufen hat und gesagt hab du, ich glaub wir ziehen so in weniger als acht Wochen nach München.

00:36:47: Und wir kannten hier gar niemanden.

00:36:51: also wir hatten auch im Berlin eigentlich keine Familie aber da natürlich viele Freunde nach knapp zwanzig Jahren und in München eigentlich niemanden.

00:37:00: Ich weiß noch das dieser Stand wird es jetzt München.

00:37:05: Und genau wie ich quasi nach Berlin gezogen bin, auch vielleicht ein bisschen unbedarft und aber mit dem Ziel vor Augen das das was Gutes wird und dass sich das gut anfühlt und dass ich dahinter der Entscheidung stehe habe ich gesagt Jetzt packen wir unsere Sachen und ziehen nach München!

00:37:18: Man kann ja so ganz schlecht nicht gewesen sein weil du bist immer noch hier.

00:37:21: Wie lange ist das her?

00:37:23: Das kann ich ganz genau sagen.

00:37:24: jetzt muss ich nicht mehr so komisch rechnen.

00:37:26: Ich bin Ende zwei neun zehn also kurz vor Corona sind wir umgezogen auch nicht weit von hier, weil ich wusste ja wo mein Arbeitgeber ist.

00:37:34: Das hat in München ja oder Großstädten ja durchaus Vorteile dass man sich nicht durch den Ring quälen muss wenn man zur Arbeit fahren möchte.

00:37:40: Genau und war... Ich weiß noch.

00:37:42: aber als wir in Berlin da standen vor unserer Wohnung unterstand dieser sieben ein halb Tonner mit dem ganzen Kram darin, den man da so einpackt und man fährt mit dem Auto der Lkw fährt hinter einem her.

00:37:54: Da habe ich schon nochmal gedacht war ja ist das jetzt wirklich die richtige Entscheidung da jetzt wieder alle Zelte abzubrechen?

00:38:01: Sie ist ja eine wahnsinnig spannende Stadt, hat sich aber sehr verändert.

00:38:04: Rami du hast das ja vorhin gefragt.

00:38:08: Schon nicht mehr die Stadt wie ich damals hingezogen bin nach zwei vier.

00:38:13: Will ich gar nicht als negativ bewerten?

00:38:15: Aber für mich war es nicht mehr der richtige oder für uns der richtige Ort.

00:38:17: Ja!

00:38:18: Das ist auch völlig in Ordnung.

00:38:19: also ich sage dass auch im Bekanntenkreis... Ich finde die Tage vor Ort in Berlin immer sehr angenehm, aber wenn Du jetzt in meinem Fall sind's fünfzehn Jahre oder fünfzehneinhalb Jahre München Dort nur ein Jahr verbracht, aber trotzdem gerne drei vier Tage dort.

00:38:35: Aber ansonsten hat ja jeder entweder das Gefühl man gehörte er hierher nach Bayern oder vielleicht nach Berlin, Hamburg anderswo.

00:38:43: und das heißt du hast dich jetzt bewusst für entschieden und bist dann bei der süddeutschen Zeitung gelandet wo wir jetzt ja auch diesen Podcast aufnehmen.

00:38:50: Korrekt!

00:38:51: Wie war dein Einstieg?

00:38:53: Der Einstiege Wahnsinnig holberig, unsere Tochter hatte noch kein Kindergartenplatz.

00:38:58: Das Haus war eigentlich noch gar nicht fertig.

00:39:01: also das von der privaten Seite beruflich was ein sehr schöner Einstieg.

00:39:06: ich bin hier eingestellt worden um großes Kundenbindungsprojekt umzusetzen.

00:39:12: Es ist erst seit der Lebenprojekt quasi diverses Formate zu bündeln einmal quasi Vorteils, Angebote, Aktionen Zusatznutzen für Abonnenten außerhalb der redaktionellen Berichterstattung eben Veranstaltung zu integrieren.

00:39:30: Für Leserinnen und Leser ein Blick hinter die Kulissen zu eröffnen das war die Seite des Programms die Medienpartnerschaften weiter auszubauen.

00:39:38: also es erschloss sich eigentlich ein riesiges Feld eben verbunden mit diesem großen Projekt diese Seite oder das Programm zu launchen.

00:39:45: Jeder, der ein großes Haus kennt, weiß dass auch durchaus IT-Projekte sehr komplex sind und ich musste mich in ganz schneller Zeit da reinarbeiten, alle kennenlernen und verstehen wie dieses Haus hier funktioniert.

00:40:00: Dann stand auch noch das Jubiläum an, die Süddeutsche Zeit.

00:40:03: Da saßen wir auch hier.

00:40:06: Ich habe mit großen Augen geguckt und dachte, weil jetzt müssen wir alles irgendwie umsetzen!

00:40:10: Und ich glaube, die Geschichte haben wahrscheinlich viele.

00:40:13: und dann kam Corona.

00:40:14: Und damit vielen eigentlich muss man sagen hundert Prozent meiner Aufgaben weg.

00:40:20: Es gab keine Veranstaltung mehr oder zumindest nicht im Präsenz es gab keine Medienpartnerschaften mehr.

00:40:27: das Team war in Kurzarbeit dann auch zu der Zeit und Ich bin dafür hergezogen.

00:40:34: ja Das waren natürlich dann auch mal kurz Existenz Ängste.

00:40:37: Natürlich War ein Jahr her vielleicht?

00:40:39: Ist da den Umzug Vier Monate waren es, genau.

00:40:44: Das hat sich alles so unwirklich angefühlt und ich kannte München auch noch gar nicht zum Beispiel.

00:40:49: Und dann hast du dieses beeindruckende, sechsenzwanzigstöckige Gebäude und freust dich hierher ins Office zu kommen um einige Monate später von Zuhause oder eben mit Maske hierzu arbeiten ist vielleicht auch nicht unbedingt der ideale Einstieg vor der Corona-Zeit.

00:41:07: Die Frage, weil das einfach so nahe

00:41:09: liegt.

00:41:10: Das ist ja schon bei der süddeutschen Zeitung und zu dieser Zeit noch Teil der Südwest-Medien Holding wo die Stuttgarter Nachrichten dabei sind.

00:41:20: Schon eine ikonische Marke in dem Segment vergleichbar vielleicht mit der FAZ oder Springerverlag mit der Bild.

00:41:26: Wenn du dann den ersten Tag ins Büro kommst siehst es hier Und auch das Thema Redaktion und die Macht der Redaktionen.

00:41:34: Du bist nicht neu in der Branche Aber was waren denn so deine ersten Tage?

00:41:39: und wenn man das Thema Demut vielleicht mit einfließen lässt?

00:41:44: Ja, demut ist ein großes oder nicht ein großes... Ein sehr schönes Wort.

00:41:50: Ich habe das vorhin ja auch im Kontext vom Tagespiel gesagt.

00:41:53: Wenn man für solche Marken- oder solche Häuser arbeitet Ist es für mich wahnsinnig wichtig dass man sich mit dem Inhalt identifiziert Und idealerweise natürlich auch mit den Menschen die da arbeiten.

00:42:05: Und das hatte ich sofort.

00:42:06: Also, ich bin hier reingekommen unten auch durch diese große Halle und habe gleich so ein Zuhause-Gefühl gehabt.

00:42:12: Ich bin Mensch der viel auf Intuitionen hört, auf dem Bauchgefühl... Manchmal haben schon gesagt, ich hab Pelserische Fähigkeiten weil ich ganz oft Dinge spüre tatsächlich und hatte da aber auch wirklich ein wahnsinnig gutes Bauch gefühlt.

00:42:27: Hab gesagt, hier bin ich richtig, hier kann ich ankommen hatte aber ganz schnell schon auch großen Respekt davor, wie du das gerade gesagt hast vor eben diesen starken Stimmen die dieses Haus hat.

00:42:39: Vor den vielen Ressorts, vor dem Ressortleiterinnen nicht weil sie unfreundlich sind im ganzen Gegenteil ja?

00:42:47: Aber weil Sie ein Gewicht haben oder eine Meinung haben und sich als neue Person da reinzuarbeiten, auch das Verständnis füreinander zu entwickeln Das war am Anfang schon herausfordernd, aber immer eben mit einem sehr guten Gefühl da was wirklich Positives voranzubringen für eine tolle Marke zu arbeiten.

00:43:10: Die Demokratie zu stärken – das muss ich sagen wir tragen ja auch einen wahnsinnigen Beitrag zu.

00:43:15: und auch da schon mit allen mit allen Abteilungen dieses Hauses zusammenarbeiten zu können.

00:43:22: Das war schon wirklich viel am Anfang, das weiß ich noch und dann auch eben noch diese dieses große Projekt Aber wahnsinnig lehrreich und das ist quasi Netzwerken at its best, wenn man relativ schnell mit allen in den Austausch kommen muss.

00:43:36: Das zeigt sich immer bei Projekten hat das quasi den Grundstein gelegt obwohl es viel war und dann der abrupte Abschluss kamen.

00:43:44: Bevor ich jetzt noch zwei drei Fragen zur Branche generell stelle und die Zukunft, die mich natürlich dann immer sehr interessiert erst mal erzähle uns ein bisschen was du heute so machst.

00:43:51: also wie sieht dein Alltag so aus?

00:43:52: Und demunst vielleicht doch mal ein Stück weit mit.

00:43:54: was hat sich denn da getan seit dem Start?

00:43:57: Weil das die Deutschen?

00:43:59: Also mein Alltag ist tatsächlich wahnsinnig voll.

00:44:04: Ich mag aber auch keine Ruhe, nicht so gerne!

00:44:07: Das heißt ich mag es wenn viel los ist... ...ich mag es, wenn viele Menschen um mich herum sind.

00:44:12: Ähm..Ich bin hier eingespannt mit meinem Team natürlich Mit den Aufgaben, die wir hier haben.

00:44:20: Mit ganz unterschiedlichen Projekten.

00:44:21: Ich glaube das macht meine Rolle auch so abwechslungsreich.

00:44:28: eigentlich dem Großteil des Hauses vernetzt.

00:44:30: Das ist vielleicht noch mal eine große Veränderung, das heißt ich weiß an jeder Stelle wenig ansprechen muss oder wer mir weiterhelfen kann.

00:44:36: Es ist trubeliger geworden weil quasi was in Corona weggefallen ist alles wieder da ist alle Veranstaltungen sind da Alle Einladungen sind Da alle Kollegen und Kolleginnen sind da alle Medienpartner schaffen sind da.

00:44:50: also es ist wirklich der wahnsinnige Full Load den man haben kann.

00:44:56: Das hat sich wirklich wahnsinnig verändert.

00:44:59: Natürlich auch die eigene Entwicklung, man ist viel stabiler in seiner Rolle und in seiner Haltung.

00:45:05: Das macht natürlich auch Berufserfahrung.

00:45:07: das ist auch das was ich auch unseren Auszubildenden dich bei uns betreue oder ich bin oft als Mentorin unterwegs für junge Kolleginnen.

00:45:17: Was ich ihnen immer mitgebe finde deine Rolle finde das wofür du stehst.

00:45:22: Jetzt weiß ich ja dass du unter anderem in der Vergangenheit Wirtschaftsgipfel, SZ-Gipfel im Hotel Adlon.

00:45:29: Nehmen wir den doch einfach mal weil der sicherlich der bekannteste ist.

00:45:32: Du hast also so viele Veranstaltungen auch organisatorisch im Hintergrund geleitet mit deinem Team das ja auch je nach Zeitachse mal größer, mal kleiner war wie er immer in einem Corporate umfällt.

00:45:44: aber hast du da auch ein Stück weit Bammel dass so eine Veranstaltung dann vielleicht mal aus der Bahn läuft?

00:45:51: Weil dann bist du ja am Ende auch mitverantwortlich!

00:45:54: Total Das hat man immer, eigentlich muss man sagen.

00:45:57: Veranstaltungen sind einfach immer so wahnsinnig herausfordernd weil sie auf den Punkt sein müssen.

00:46:04: ja ich sag immer eine Marketingkampagne kann man eventuell vielleicht ein zwei Tage schieben sollte nicht sein kann aber ein Projekt kann man vielleicht ein bisschen schiebende Veranstaltung nicht die muss sitzen da gibt es keinen.

00:46:17: machen wir morgen machen wir übermorgen das heißt dieser Adrenalin-Pegel vielleicht eine Anekdote, die mich auch wirklich geprägt hat.

00:46:27: Weil sie so ein bisschen das widerspiegelt, auch wie ich eigentlich so, wie ich so eticke oder wie ich agiere... Wir hatten ... ...fünfundsiebzig Jahre SZ konnten wir nicht feiern.

00:46:37: durch Corona haben dann siebenundsiebsig Jahre süddeutsche Zeitungen gefeiert im Gärtnerplatz Theater mit einem Festakt und Angela Merkel war als Festrednerin eingeladen Und hat am Abend vorher gesagt Sie bräuchte ein Tisch.

00:46:51: Sie hatte eine Knieverletzung, der dürfte nur von einem Höchstzentimeter hoch sein in der und der Tiefe.

00:46:57: Und dann versucht man dieses Möbelstück an den Ort des Geschehens zu bringen.

00:47:05: Es ist dann der Schreibtisch meiner Tochter geworden, denen wir quasi aus dem Zimmer geräumt haben auf die Bühne.

00:47:11: Ich weiß noch, dass ich noch zur Obiums-Eck gefahren bin und einen Vorhang gekauft habe, weil er verkleidet werden

00:47:16: sollte.".

00:47:18: Und ich sitze in der ersten Reihe, es sollte losgehen fünf Minuten vorher und sehe diesen Vorhang.

00:47:23: Ich dachte, oh mein Gott den hätte man bügeln müssen!

00:47:25: Das ist ganz schrecklich.

00:47:26: sieht das aus.

00:47:28: Angela Merkel betritt die Bühne setzt sich, sagt vielen Dank auch an das Organisationsteam dass sie das möglich gemacht haben aber es wäre schon schön gewesen wenn Sie den Vorhang gebügelt hätten.

00:47:41: Und das, was ich damit sagen will.

00:47:43: Ich bin eigentlich so ein ganz sorgfältiger Mensch.

00:47:45: Ich habe auf früher einen Positalben geschrieben.

00:47:47: Ich liebe Aufräumen!

00:47:48: Das ist tatsächlich wirklich so.

00:47:49: Also ich bin sehr strukturiert und aufgeräumt... ...und dann passiert das ja vor so vielen Menschen... ...Bundeskanzlerin... ...das es so was so'n Event ausmacht.

00:48:02: Ja?

00:48:02: Das heißt man hat immer Angst dass etwas schiefläuft.. ..und das passiert tatsächlich auch.

00:48:07: Das kann man gar nicht vermeiden.

00:48:09: Da bis geht er darum, wie man damit umgeht.

00:48:11: Ja ihr habt ja vor zwei Jahren auch den SZ-Gipfel in der Zeit umgesetzt wo dann die Regierung von Olaf Scholz kurz davor geplatzt ist?

00:48:21: Dann hat der noch Finanzminister eine Keynote gehalten, dann war Christian Lindner noch dort und dann war im Panel am gleichen Tag sogar Pär Steinbrück Und im Publikum saß Hans Eichel.

00:48:33: ich glaube also fünf Finanzminister oder Ex irgendwo an einem tags fand nicht ganz Bemerkenswert, aber das heißt irgendwann kommt da auch eine Routine rein.

00:48:43: Jetzt heutzutage hast du ja auch viele manikfaltige Tätigkeiten die auch von thematischen Veranstaltungen geprägt sind.

00:48:51: Das heißt also nicht immer nur die großen Gipfel sondern auch die Veranstaltung wo vielleicht auch ein Herzensprojekt dabei ist?

00:48:59: Absolut und das ist glaube ich das Schöne!

00:49:01: Ich habe immer oder ich bin immer dann gut und kreativ natürlich nicht alleine sondern auch mit meinem Team wenn es so ein bisschen einen Rückschläge gibt.

00:49:09: Das ist wie bei diesem Ausbildungsbeispiel, ja?

00:49:11: Wenn ich das Gefühl habe, da gibt es ein Störgefühl oder Dinge verändern sich dann neige ich dazu noch kreativer zu werden, noch einen draufzusetzen und zu beweisen dass es noch viel tolle Sachen gibt und man noch viel mehr weiterentwickeln kann.

00:49:32: als schönes Beispiel dann auch das Mindpop-Festival entstanden.

00:49:35: Was genau so eine Situation entstanden ist, weil ich habe die Kongresse durch eine Umstrukturierung ein anderes Team übergeben, die sehr relevant waren und natürlich im wichtiger Bereich in meinem Jobprofil gesagt, hey, das ist vollkommen richtig!

00:49:51: Die Entscheidung ist absolut nachvollziehbar und macht strategisch Sinn.

00:49:54: aber was mache ich denn jetzt mit dieser Lücke?

00:49:57: vielleicht?

00:49:57: Mit diesem Raum?

00:49:59: Da entfalt ich meine Kreativität und auch meine Umsetzungstärke, muss ich sagen.

00:50:03: Genau!

00:50:03: Und so ist eben MindPop entstanden was ein ganz neues Projekt zum Thema Live-Donalismus ist.

00:50:12: Ein Festival das wir zwei Tage in dem Bavaria Studios gemacht haben im Mai.

00:50:18: Liebe Grüße an Michael an dieser Stelle.

00:50:20: und ein wahnsinnig großes Experiment war, was alle Gewerke in diesem Haus insbesondere die Redaktion auch eingespannt hat.

00:50:27: da kommt dann wieder... Du Bärti gefragt hast, was hat sich verändert?

00:50:31: Ich konnte viele Leute davon überzeugen dass es richtig ist bei diesem Projekt oder dieser Veranstaltung dabei zu sein.

00:50:38: Dass das etwas sehr prägendes ist und ein tolles innovatives Projekt ist.

00:50:42: Und es gibt natürlich auch noch diverse andere Formate.

00:50:46: Wir richten die Formate ja nicht mehr nach der Gießkanne aus.

00:50:50: Also Live-Journalismus ist nichts Neues bei der süddeutschen Zeitung.

00:50:53: aber die strategische Bedeutung hat sich verändert

00:50:57: Stichwort verändert und auch was du vorhin gesagt hast das Wort Demokratie steht unter Druck wie noch nie in unserer Zeit.

00:51:17: Wie ist dein Demokratieverständnis und was ist dann dein Gefühl nach vorne gerichtet?

00:51:33: Umso wichtiger ist es diesen Druck, diesem vielleicht Rechtsruck.

00:51:40: Diesem Fake-News-Stempel den man ja auch gerne bekommt.

00:51:47: Diesen schwierigen Aussagen oder dem Demokratieunverständnis entgegenzutreten.

00:51:53: mit dem Dialog Das muss ich sagen, wenn man aufhört zu sprechen oder sich dagegenzustellen.

00:51:57: Dann wird es schwierig und wir können eben mit den Veranstaltungen die wir machen der Redaktion eine Bühne geben Wir können in den Dialog gehen mit LeserInnen.

00:52:09: Wir können zeigen wer wir sind verschiedensten Themen übrigens ja das muss auch gar nicht immer Politik und Wirtschaft sein sondern das Spektrum ist einfach so groß und sichtbar sein und werden.

00:52:21: Das finde ich wahnsinnig wichtig.

00:52:22: Nicht nur gedruckt oder digital, sondern eben live auch auf der Bühne weil da muss man sich dem Dialog stellen das ist einfach so.

00:52:30: Da kann man nicht redigieren, dann muss man live im Zweifelsfall agieren oder mit Experten in den Austausch gehen.

00:52:37: Ich glaube es ist wahnsinnlich wichtig.

00:52:39: die Süddeutsche Zeitung hat ja auch bewusst die Entscheidung getroffen auf TikTok präsent zu sein durchaus eine Ja, war auch eine kontroverse Entscheidung und man sagt nein.

00:52:49: Wir möchten auf allen Plattformen aus auf X da sind wir nicht mehr vertreten sein und überall sichtbar sein und eben die Marke ja und dieses Demokratie Verständnis auch noch draußen zu tragen.

00:53:00: Und es ist spannend da so ein Beitrag zu leisten zu können.

00:53:03: Ja das jetzt mir schon ne Frage vorweg genommen und damit die Antwort und zwar wie man es schafft relevant zu bleiben was man da tut.

00:53:09: weil wahrscheinlich ist ohne dass ich jetzt zutief drin stecke aber scheinlich viel Lagswesen in der Form, wie es mal gedacht war eigentlich gar nicht mehr so präsent sondern ganz anders komplett umgebaut und ja zeigt sich einen ganz neuen Gewand.

00:53:22: Du hast vorhin angesprochen die Redaktion ist so stark und hat auch einen ganz hohen Stellenwert bei Institutionen wie Eure.

00:53:31: kann das auch ein Nachteil sein?

00:53:33: Ich glaube nein ist kein Nachteile weil sie immer sozusagen das Fundament der freien Berichterstattung sind.

00:53:39: man muss vielleicht an der einen oder anderen Stelle mal etwas intensiver diskutieren über ein Projekt oder vielleicht mal verschiedene Meinungen zulassen.

00:53:48: Oder natürlich auch mal Überzeugungsarbeit leisten, klar auch im Business Development bei Projekten die vielleicht nicht ganz klassisch sind aber nicht weil es eine negative Haltung gibt sondern weil man eben vielleicht ein bisschen tiefer in den Dialog und an die Kommunikation gehen muss.

00:54:04: Aber es ist so ein wahnsinniges Fundament.

00:54:09: Der Medienkonsum verändert sich so.

00:54:11: Und man muss einfach die Bedürfnisse der Leser innen, mach ich's mal ganz breit, einfach verstehen und sich danach ausrichten.

00:54:19: Journalismus kommt auf so vielen vielfältigen Arten.

00:54:22: Es ist gedruckt, es ist digitales, ein Podcasts, ein Newsletter, eine Veranstaltung.

00:54:28: Es könnte auch der Instagram-Kanal sein oder der WhatsApp-Kanal.

00:54:31: Ich glaube, wie man relevant bleibt, ist genau ... breit sich aufzustellen mit ganz vielen Initiativen natürlich, kreativen Konzepten und die Menschen in ihrer Situation abholen wo sie Journalismus konsumieren.

00:54:46: Und das ist halt eben bei jedem anders.

00:54:48: aber dann schafft man den Zugang und Relevanz ja?

00:54:52: Man muss wie man es sehr auch so schön sagt die Touchpoints so breit wie möglich machen weil man dann auch die versucht zu erreichen oder vielleicht das Glück hat sie zu erreichen die nicht klassisch dem Journalismus verbunden sind.

00:55:04: Aber wenn sie oft mit unserer Marke in Kontakt sind, ja über welche Kanäle auch immer oder Überveranstaltungen die da wirklich auf hier zu beitragen.

00:55:13: Ja einfach den Blick darauf zu öffnen dass Qualitätsmedien und Qualitäzjournalismus wichtig und vielleicht auch spannend sind.

00:55:21: Das knüpft an Berties Frage an.

00:55:22: das Thema Relevanz ist das eine Und du bist als Head of Events und Partnerships natürlich dafür auch bekannt dir in Sachen Diversifizierung Strategien zu überlegen.

00:55:36: Die Zeitung, wie wir sie insbesondere kennen die gedruckte Ausgabe oder dann eben auch digital ist ja auch dafür bekannt sehr gut recherchierte und vor allem lange Artikel zu veröffentlichen.

00:55:49: Glaubst du auch das in zehn Jahren, in fünfzehn zwanzig Jahren diese Form des Journalismus?

00:55:55: Und ihr könnt jetzt nicht noch zum Schluss AI groß einbauen aber Es wird sich ja signifikant viel verändern.

00:56:02: Das heißt, wie ist das mit dem Thema Zeit und der Tiefe eines Artikels in Zukunft vielleicht zu umzusetzen?

00:56:11: Ich glaube, dass es immer den Wunsch geben wird, der Mensch ist interessiert.

00:56:17: Und ich glaube, das Bedürfnis nach Einordnung, Nachhintergrundinformationen einer komplexer werdenden Welt – das muss man sagen – wird sogar noch mehr an Bedeutung gewinnen.

00:56:30: Wie ich das konsumiere, ja.

00:56:31: Das ist glaube ich bei jedem unterschiedlich.

00:56:34: Ich glaube auch immer noch daran, dass es gedruckte Produkte – wenn wir jetzt mal klassisch bei der haptischen Zeitung bleiben – sehr lange Relevanz hat.

00:56:42: natürlich kann es gar nicht mehr in diesen ganz großen Auflagen zu den Hochzeiten.

00:56:48: Das wird es nicht mehr sein.

00:56:50: aber die Gewohnheit eben wie man Journalismus konsumiert wird sich vielleicht verändern Diversifizierter sein, noch mehr.

00:57:00: Man wird hören sehen lesen fühlen sich Artikel anhören können vielleicht Aber das wird immer bleiben und ich glaube der Wunsch wird sogar glaube Ich noch wieder größer sein und dass ist die Stärke.

00:57:12: man muss nur Die Leute da abholen wo sie ihre Themen suchen.

00:57:16: Das ist natürlich die große Herausforderung nach wenn wir Themen für Veranstaltung finden wollen Und müssen.

00:57:22: was interessiert die leute?

00:57:24: Wo haben Sie das Bedürfnis, sich damit länger auseinanderzusetzen?

00:57:28: Wenn du anderthalb Stunden bei einer Veranstaltung sitzt und zuhörst, muss dich das Thema sehr interessieren.

00:57:33: Wo ist da ein Momentum?

00:57:35: Wo können wir rein?

00:57:35: Wo kann man öffnen?

00:57:39: Man wird sich breiter aufstellen müssen.

00:57:41: aber Journalismus und so auch wie ja quasi auch im europäischen Raum wirklich wahnsinnig stark ist Auch als Stimme gegen Rechtsruck oder andere politische Schwingungen möchte ich das mal nennen wird definitiv weiterhin ganz große Relevanz haben, aber eben die Darreichungsform wird sich weiterhin verändern.

00:57:59: Gerade was Kommerzialisierung angeht, da ist die USA das Vorbild wahrscheinlich mit ihren ganzen verschiedenen Medienanstalten, die auch alle unterschiedliche Ausrichtungen haben und demnach ja die Leute das konsumieren um einfach ihre eigene Meinung bestätigt zu bekommen?

00:58:11: Ich habe auf jeden Fall wieder etwas gelernt gerade in Bezug auf die Stärke der Redaktion.

00:58:15: dass es eigentlich ein Vorteil ist wenn sie weiter als auch schafft monetarisiert zu werden durch das ganze Team außen rum und den ganzen Verlag finde ich sehr schön.

00:58:24: Für das muss es auch Platz geben und wird's auch hoffentlich weiterhin geben, vielleicht zum Abschluss ohne jetzt ganz tief einzusteigen nochmal die Frage einfach ganz persönlich an dich wie benutzt du den KI im Alltag?

00:58:33: Wie beeinflusst ist jetzt schon dein Ton und was macht vielleicht die Süddeutsche als

00:58:38: Konzern?".

00:58:41: Ich würde es mal privat beantworten aus meinem Alltag weil die KI-Frage wieder Konzerntes löst.

00:58:47: da würden auf jeden Fall noch andere Kollegen das deutlich besser beantwortet Aber vielleicht wie wir es nutzen, auch ganz vielfältig.

00:58:53: Eigentlich täglich vor allen Dingen in Prozessen, in Automatisierungen und ganz wichtig auch im Prüfen des Qualitätsanspruchs sind unsere Newsletter immer im SZ-Sprecher.

00:59:09: haben sie immer wirklich den gleichen Qualitätenstandard?

00:59:12: können wir noch besser mit der Zielgruppe interagieren?

00:59:16: können wir nach Veranstaltungen noch besser nachfassen, ja also da benutzen wir viel KI auch schon in der Automation.

00:59:24: Wir arbeiten viel mit Agents so dass alle Kolleginnen und Kollegen immer auf dem gleichen Standard sind was wirklich wahnsinnig spannend sind, da erleichtert das die Arbeit enorm.

00:59:34: ich mache viel Analysen damit viel Auswertung muss ich sagen.

00:59:38: also wirklich ist es wie ein Handwerkszeug Sparrowing Partner.

00:59:43: Ja auch in der Führung Auch HR ist da wahnsinnig involviert, eben auch in der Führung zu unterstützen.

00:59:51: Es gibt ja durchaus ganz vielfältige Situationen wo man als Führungskraft agieren kann und auch da finde ich sollte immer ein Haus die gleiche Sprache sprechen.

00:59:59: Also wenn ich was entscheide sollte dass jemand anders genauso entscheiden also für Standards und hohe Qualitätssicherung.

01:00:06: es ist wahnsinn nicht spannend schon einfach!

01:00:09: Es ist eine spannende Reise bei insbesondere Branchen oder Industrien die man so lange auf eine gewisse Art und Weise kennengelernt hat.

01:00:19: Und die sich dann eben diesen Veränderungsdruck stellen müssen, und von daher vielen Dank dass du auch da deine Eindrücke jenseits deiner Person auch was dein deine deine konkrete Rolle angeht Da ein paar Einblicke hast geben können.

01:00:34: Jetzt sind wir freitag knapp achtzehn Uhr.

01:00:38: Wie geht's denn weiter?

01:00:39: Freust Du Dich schon aufs Wochenende?

01:00:41: haste konkrete Pläne.

01:00:42: Ja, ich freue mich sehr aufs Wochenende.

01:00:45: Ich bin wie wahrscheinlich auch viele zu der Zeit im Sommerfest und Abschluss-Party-Modus – da ist sie wieder die Party!

01:00:52: Unterwegs genau meine Tochter Jella kommt in die fünfte Klasse das heißt es reihen sich Abschiede an Abschieden an Abschieden.

01:00:59: auch der nächste Step steht an und deswegen werde ich heute Abend auf einer netten Grillparty diesen schönen Podcast feiern sozusagen Vielleicht ein kleines Tränchen verdrückt.

01:01:10: Ich bin nämlich tatsächlich sehr sentimental, muss ich sagen.

01:01:14: Das wird heute Abend wahrscheinlich passieren.

01:01:16: Dann wünschen wir dir viel Spaß heute Abend und schön, dass du mir dabei warst!

01:01:22: Vielen Dank an euch!

01:01:27: Wenn euch die Folge gefallen hat – und natürlich auch die anderen von Rocky Talks

01:01:30: – dann dürft ihr uns gerne bewerten auf Spotify, bei Apple Podcasts oder überall sonst wo.

01:01:36: Und überall wo es möglich ist, lasst einen Kommentar da und natürlich ein Like.

01:01:40: Wie Rami schon gesagt hat eine tolle Bewertung.

01:01:42: Wir freuen uns dass ihr mit dabei wart und gerne bis zum nächsten mal!

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